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Heathen Foray - Die neue heimische Pagan-Metal Hoffnung!
Heathen Foray - Die neue heimische Pagan-Metal Hoffnung!  
Die Steirer haben mit "The Passage" eines der besten Debütalben des bisherigen Jahres am Start. Eine der unaufdringlich und heaviesten Pagan Metal Scheiben seit langem, fernab allen Kitsches und Pathos, die keinerlei internationale Vergleich scheuen muss. Keine Frage, dass man die Jungs zu Wort bittet um sich und ihre Kunst vorzustellen:
DarksceneTom
DarksceneTom
(62 Interviews)
DarkScene: Hy Jungs, ihr werdet einigen unsrer Leser ja noch nicht bekannt sein, also erzählt von der Geschichte und Entwicklung von Heathen Foray seit der Gründung im Jahre 2005.

Jürgen Brüder: Die Band wurde mit dem Ziel gegründet melodische, eingängige und dennoch harte Musik zu machen. Das ganze wollten wir mit Lyriken paaren die sich in unserer eigenen Heimatgeschichte verwurzeln. Im Laufe der Jahre gabs ein paar wenige Line-Up-Wechsel die uns in Retrospektive eigentlich nur Vorteile, sowohl musikalisch als auch menschlich, gepracht haben. 2007 kam dann ein erstes Demo "Forest" raus und nun zwei Jahre später steht unser Debut-Album "The Passage" in den Startlöchern das am 24.4 europaweit erscheint. In den Jahren gabs dann natürlich auch Auftritte mit z.B. Ensiferum oder Moonsorrow.

DarkScene: Bereits das Demo "Forest" wurde allerorts begeistert aufgenommen. Wie ging’s weiter und wie bzw. warum kam es zum Deal mit Black Bards Entertainment.

Jürgen Brüder: Das Demo war unser erster großer Schritt an die Öffentlichkeit und wurde dann von viel Metalzines sehr positiv aufgenommen. Darauf gabs dann auch ein paar Anfragen von Plattenfirmen die allerdings mehr haben wollten als nur ein 4-Track-Demo. Daher unsere Entscheidung ein full-length Album aufzunehmen und dieses dann wieder an Labels zu senden. Dabei wurden wieder einige auf uns aufmerksam wobei uns aber der Deal mit Black Bards am fairsten erschien.

DarkScene: Ihr habt mit "The Passage" (Review) eines der besten Pagan Metal Alben seit langer Zeit geschaffen, das keinerlei internationale Konkurrenz scheuen muss. Erzählt von der Entstehung.

Jürgen Brüder: Erstmal vielen Dank für die netten Worte. Wird sind derzeit selbst sehr überrascht wie positiv die Reaktionen auf "The Passage" ausfallen. Das Album wurde im Sommer 2008 im „Rockstudio“ Leoben aufgenommen. Hier haben zum Beispiel schon Wolfpack Unleashed recorded. Das ganze lief über einen Zeitraum von gut 2 Monaten bis alle Instrumente und Vocals im Kasten waren. Danach kam natürlich ein länger Zeitperiode für Mixing und Mastering. Wir können also von gut 3 Monaten Produktionszeit sprechen. Produziert wurde das ganze von Tom Brugger der auch selbst mit einer Produktion schon in den österreichischen Top 40 gelandet ist. Wir haben uns also in sehr professionelle Hände begeben.

DarkScene: Gerade durch das Fehlen der typischen Folk Instrumente, des Keyboards und sonstigem Säbelrasselkitsch heben sich Heathen Foray positiv vom Gros der Konkurrenz ab. Habt ihr bewusst auf solche Momente verzichtet.

Robert Schroll: Wir haben ganz bewusst auf solche Elemente verzichtet. In erster Linie sind wir eine Heavy-Metal-Band und stehen daher natürlich auf Gitarrengewitter! Ich finde einfach, dass wir unsere Emotionen und Stärken so wesentlich besser ausdrücken können. Außerdem können wir dadurch, dass wir zwei sehr taltentierte Gitarristen in der Band haben sehr viel mit den Gitarren anstellen. "Winterking" wäre hier ein gutes Beispiel.

Jürgen Brüder: Zu Begin war uns klar, dass wir eine stark gitarrenorientierte Band sein wollten. Ich glaube, dass man das ganz deutlich in unseren Songs hören kann. Wo andere Bands gerne träumerische Flötenkonzerte veranstalten lassen wir eben gerne schnelle Soli hervorpreschen. Von vielen Seiten bekommen wir hier positives Feedback.

DarkScene: Heathen Foray sind verdammt heavy und dennoch melodisch und stimmig. War und ist dies eine bewusste Entscheidung, oder war auch anderes im Raum gestanden.

Jürgen Brüder: Während des Songwritings zum Album kamen natürlich immer Momente wo man sich fragt wo man im internationelen Vergleich steht. Da viel uns recht früh auf das wir vorallem viel Potential im Bereich der Melodien haben. Für uns ist besonders wichtig, dass ein Zuhörer nachdem er einen Song gehört hat auch etwas davon mitnimmt. Einen Ohrwurm den er nicht mehr loswird oder ein spezielles Riff das ihm in Erinnerung bleibt. Eingängige Melodien und harte Riffis sind uns also sehr wichtig.

Robert Schroll: Vor dem Start der Albumproduktion haben wir beschlossen die Gitarren nochmal einen Schritt runterzustimmen und noch heavier aufnehmen zu können. Die Symbiose von roher Härte und eingängigen Melodien ist also kein Zufall sondern durchaus ein Markenzeichen von Heathen Foray.

DarkScene: Welche Songs von "The Passage" sind euch besonders wichtig, welche Nummern eure persönlichen Highlights.

Jürgen Brüder: Natürlich sind alle unsere Songs unsere Favoriten. Aber es gibt natürlich Songs die man lieber spielt als andere. Jeder Song hat seinen eigenen Charakter und braucht den Vergleich mit den anderen auf dem Album nicht zu scheuen. Für mich sind aber zum Beispiel "Fading Tree", "Winterking", "Chants" und "Wilderness Lore" sehr wichtig weil sie für mich den Kern unserers Stils ausmachen.

DarkScene: Wie geht ihr an Eure Songs ran. Wie läuft Euer Songwriting, wie entstehen die Texte.

Jürgen Brüder: Wir haben es bis jetzt so angestellt dass unsere Musik von uns allen gemeinsam komponiert wurde und dazu haben wir zu einem bestimmten Thema die Texte konzepiert. Meist kommt ein Bandmitlgied mit einigen Riffs oder Arrangements und daraus entstehen dann Songs wobei der „Urschöpfer“ aber meist federführend bleibt. Große Teile der Texte entstehen in meinem Hinterstübchen. Ich präsentiere sie dann den anderen und wir geben ihnen gemeinsam den Feinschliff. Im Großen und Ganzen sind wir ja doch eine demokratische Band.

DarkScene: Was kann man zu den Inhalten der Songs erzählen.

Robert Schroll: Eigentlich versuchen wir uns keine festen Grenzen in der Thematik der Lyrik zu setzen. Ich mag keine „Wir ziehen los und töten alle weil es so toll ist“ Texte. Unsere Texte sind thematisch vielschichtig. Von der Vorstellung der zyklischen Abwechslung von hell und dunkel bei "Winterking" bis zum Ausbruch aus dem eigenen Ich und die Überwindung der ungeliebten Eigenschaften bei "Wolkenbruch".

Jürgen Brüder: Viel Inspiration ziehen wir auch aus der reichen Sagen und Mythenwelt unseres Heimatlandes. Winterking basiert auf einer alten Sage die sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten befasst.

DarkScene: Nebst toller Musik habt ihr ein grandioses Artwork für "The Passage". Wer hatte die Idee dazu, wer übernahm die Ausführung.

Jürgen Brüder: Das Artwork wurde von Jonas Jakobsson aus Schweden erstellt. Die Idee kommt grundsätzlich aus unseren Texten. Er hat sich da besonders "Dragon’s Eyes" als Leitmotiv gewählt. Wir haben ihm da viele Freiheiten gelassen und hoffen beim nächsten Album wieder mit ihm zu arbeiten.

DarkScene: Ihr habt mit "Wolkenbruch" einen deutschsprachigen Song (für mich allerdings das schwächste Stück der Platte) am Album. Ist dies ein einmaliger Ausflug.

Jürgen Brüder: Wolkenbruch polarisiert sehr stark. Einerseits durch die deutschen Lyriken und andererseits durch das extremere Down-Tuning. Wir bekommen besonders viel Feedback auf diesen Song wobei viele meinen es wär der Beste oder eben es wäre der Schlechteste Song am Album. Für mich war es sehr interessant Robert (Vocals) mal mit deutschen Texten arbeiten zu sehen und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Robert Schroll: Es kann natürlich sein dass es wieder einen deutschsprachigen oder einen teilweise deutschsprachigen Song geben wird. Es könnte auch sein das es einmal eine anderssprachige Überraschung geben wird. Ich bin da sehr offen solange es zum Song passt.

DarkScene: Hattet ihr jemals im Sinn, ein rein deutschsprachiges Album aufzunehmen.

Robert Schroll: Da Deutsch unsere Muttersprache ist ist, mir zumindest, der Gedanke auf Deutsch zu texten nicht fern. Wir wollen uns jedoch an ein internationales Publikum wenden und da liegt Englisch doch näher. Aber Experimente kann es immer geben.

DarkScene: Wer sind Eure größten Einflüsse und Vorbilder. Gibt es auch heimische Bands, von denen ihr Euch was abschauen wollt, oder die Euch begeistern.

Jürgen Brüder: Ehrlich gesagt gabs diese Vorbilder in den Anfangstagen der Band. Mittlerweile versucht man sich ja eher von diesen etwas abzuheben. Meine Haupteinflüsse waren an Anfang z.B. Blind Guardian oder Bathory. Daraus hat sich dannn irgendwie unser eigener Stil entwickelt und Heute versuchen wir eher diesem treu zu bleiben.

DarkScene: Das Pagan/Folk Genre scheint momentan sehr überfüllt, der Begriff an sich sehr überlastet. Sehr viele schwache Releases trüben die Essenz des Pagan Metal und machen es potenten Newcomern wie Euch denkbar schwer, sich zu etablieren. Wie seht ihr die Sache.

Jürgen Brüder: Das seh ich recht ähnlich. Derzeit gibt’s wirklich Pagan/Viking-Bands en Masse und es ist schwer hier durchzudringen. Vor allem für Bands die jetzt nicht so ein Glück mit einem Plattenvertrag hatten wie wir. Wodurch aber wohl viele Chancen vertan werden ist die Produktion der von dir angesprochenen Releases. Teilweise ist man weit entfernt von heutigen Standards wie sie bei den großen Bands des Genres der Fall sind. Ich glaube gar nicht, dass es so am Songwriting happert. Aber grundsätzlich gilt immer 100% geben und versuchen so professionell wie möglich zu arbeiten.

DarkScene: Wie wollt ihr es schaffen, Euch aus der Masse hervorzuheben. Ein super Album allein reicht oft wohl nicht aus.

Jürgen Brüder: Das ist eine Frage die man sich fast jeden Tag stellt. Ein gutes Album reicht Heute wohl nicht mehr aus. Man muss sich darauf konzentrieren möglichst viele Medienkanäle anzusprechen. Als erstes ist hier eine gute Webpräsenz wichtig um die Fans auf den laufenden zu halten und zu informieren. MySpace oder YouTube helfen hier viel weiter. Ein zweiter wichtiger Bestandteil ist der Kontakt zu den Medien. Dieses Interview ist ein gutes Beispiel dafür aber man sollte auch dafür sorgen, dass das Album auch von der Presse begutachtet und bewertet wird. Hier haben wir mit unserem Label einen großartigen Partner an der Seite der uns hier viel weiterhilft. Als dritten Punkt hätten wir da noch Auftritte. Auftritte, Auftritte und nochmals Auftritte. Wer viel spielt wird bemerkt und dies fördert die Band natürlich. Ein sehr gutes Beispiel sind hier Eluvetie die ja seit zwei Jahren permanent touren und auftreten.

DarkScene: Was kann man zu den bisherigen Resonanzen für "The Passage" sagen.

Jürgen Brüder: Durchwegs sehr gut. Wir sind sehr erfreut, dass unser Album so geschätzt wird und dass wir hier wohl einen sehr guten Grundstein gelegt haben. Wir haben auch darauf geachtet Kritiken, die wir auf unser Demo bekommen haben, produktiv einzubauen und somit viele Fehler zu beseitigen. Viele loben die Produktion des Album im Vergleich mit anderen Bands, das technische Level der Gitarristen, das Songwriting und vor allem den Ohrwurmfaktor vieler Songs. Jetzt sind wir eben sehr scharf drauf das ganze auf die Bühne zu bringen.

DarkScene: Wie steht’s mit Tourplänen.

Jürgen Brüder: Mit dem Plattenvertrag kam natürlich auch ein Bookingvertrag. Unsere Agentur arbeitet bereits hart an Tourplänen es ist aber leider noch zu früh etwas auszuplaudern. Aber wir arbeiten daran. Zunächst gibt’s Auftritte beim Black Troll Festival und beim Northern Lights Festival im Juni. Für den Herbst planen wir auch ein selbst organisiertes Konzert in unserer Grazer Heimat.

DarkScene: Was erhofft ihr von den nächsten Monaten, was sind die kurzfristigen Ziele.

Jürgen Brüder: Derzeit ist für uns alles noch recht unabsehbar. Wir haben zwar schon gute Resonanzen auf das Album, es kommt aber erst am 24.4 auf dem Markt. Die Verkaufszahlen werden wohl bestimmen wie sich dann alles weiterentwickelt. Unsere Ziele für das restliche Jahr sind allerdings erstmal Auftritte und das Songwriting für das nächste Album. Wer rasted der rosted!

DarkScene: Für den Fall der Fälle, das „normale“ Leben für die Band zu opfern. Wie weit wärt ihr bereit, dieses Risiko einzugehen. Wie weit nach oben kann der Weg von Heathen Foray führen. Österreichische Bands haben’s ja etwas schwerer, als Skandinavier oder Deutsche.

Jürgen Brüder: Was ist schon normal? Ist 40 Stunden die Woche in einem Büro zu sitzen und auf die Pension warten, die es wahrscheinlich nicht mehr gibt wenn wir mal in Pension gehen, normal? Ich würde die Möglichkeit von der Band zu leben eher als befreiend bezeichnen statt als Opfer. Natürlich ist sowas aber wie wir wissen heutzutage aber eher selten geworden. Als Band „made in Austira“ ist man da aber meiner Meinung nach nicht benachteiligt. Wenn man was Gutes auf die Beine stellt kann man es genauso schaffen wie die Großen.

DarkScene: Möchtet ihr noch irgendetwas loswerden.

Robert Schroll: Wir bedanken uns für die Möglichkeit zu diesem Interview und bedanken uns bei euren Lesern.

Jürgen Brüder: Auch von mir ein großes Danke! Wir laden natürlich alle dazu ein mal auf unserer Homepage vorbeizuschauen und sich die Samples von "The Passage" reinzuziehen. Vielleicht sieht man sich ja auch mal auf einem Konzert!

DarkScene: Alltime Faves (artist/record):

Robert Schroll:
Samsas Traum "Die Liebe Gottes"
Sturmgeist "Meister Mephisto"
Böhse Onkelz "Live in Dortmund"
Eisregen "Knochenkult"

Jürgen Brüder:
Blind Guardian "Live"
Bathory "Hammerheart"
Iron Maiden "Rock in Rio"
Böhse Onkelz "E.I.N.S"

DarkScene: Aktuelle Faves (artist/record):

Robert Schroll:
Equilibrium "Sagas"
Sagentoeter "Prayers to Othinn"
I "Between two worlds"
Eluveitie "Spirit"

Jürgen Brüder:
Alestorm "Captain Morgans Revenge"
I "Between two worlds"
Dimmu Borgir "Spirtual Black Dimensions"
Full Strike "We Will Rise"

www.heathenforay.com
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