HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
InterviewsLiveSpecialsArchiv ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort

Registrieren
Suche
SiteNews
Review
Beast In Black
Berserker

Review
Bleeding
Elementum

Review
Dr. Living Dead!
Cosmic Conqueror

Review
Cannibal Corpse
Red Before Black

Live
30.10.2017
Leprous
Luxor, Köln
Upcoming Live
Linz 
Salzburg 
Wien 
Aschaffenburg 
Berlin 
Bochum 
Bremen 
Frankfurt am Main 
Geiselwind 
Hannover 
Köln 
Leipzig 
München 
Rostock 
Saarbrücken 
Stuttgart 
Wiesbaden 
Aarburg 
Meyrin 
Pratteln 
Wetzikon 
Winterthur 
Zug 
Zürich 
Brescia 
Mailand 
Brno 
Hluk 
Prag 
Budapest 
Statistics
258 Interviews
357 Liveberichte
165 Specials
Anzeige
Die Toten Hosen
15.08.2017, Olympiaworld, Innsbruck 
 
Am Ende der Reise sind Die Toten Hosen einfach nur eine saugute und immer noch höllisch bodenständig rüberkommende Rockband, eine sympathische und grandiose Liveband, die jedes gottverdammte Venue zum Kochen und Schwitzen bringt ...
DarksceneTom
DarksceneTom
(130 Live-Berichte)
"Zurück auf dem Bolzplatz" ist ein cooles Motto und irgendwie kauft man es den Hosen auch wirklich ab, wenn sie behaupten sie würden gerne wieder in kleinen Clubs spielen, um die 80er Jahre wieder aufleben zu lassen. Möglich ist das mit dem heutigen Status der Band natürlich nicht mehr. Die Zeiten, in denen man die Hosen in einem Zelt neben dem Radweg von Innsbruck nach Hall erleben (bei dem der Schweiß förmlich von der Decke tropfte), oder in einem rappelvollen Rathaussaal Telfs mit den Düsseldorfern zum Maximum-Pogo-Waltz antreten durfte, sind längst vorbei. Die Toten Hosen sind eine der größten, besten und erfolgsreichsten deutschen Bands aller Zeiten und dank Stadionhits wie "Tage wie diese", nachdenklichen Balladen wie "Unsterblich" oder potentiellen Saufliedern wie "Zehn kleine Jägermeister" sind sie auch längst in der kommerziellen Pop- und Radiokultur angekommen. Ob gewollt oder nicht.



Des einen Freud, ist wie immer des anderen Leid. Alteingesessene Hosen-Fans wie meine Wenigkeit, schütteln doch immer wieder gern den Kopf über "Deutschpunk"-Passanten, die sich ob der Ö3-Hits zu Shows der Düsseldorfer bewegen. Geht uns aber letztendlich bei Bands wie Metallica, Rammstein oder AC/DC auch nicht anders, und da sich Die Toten Hosen im Laufe ihrer Karriere weder haben verbiegen lassen, noch jemals ihren Roots untreu wurden, darf man das durchaus verschmerzen. Vor Allem, weil die Shows der Deutschen in den nunmehr fast 30 Jahren in denen ich sie persönlich bezeugen kann, nie auch nur einen Funken an Intensität eingebüßt haben. Gute Songs guter Bands funktionieren immer und überall und werden eben offensichtlich zwangsläufig auch von der breiten Masse honoriert. Der Erfolg, der ist den Hosen redlich zu gönnen, zumal sie bis heute eine der coolsten, der authentischsten und auch sympathischsten Bands der Szene sind.

Da Die Toten Hosen nach einigen guten Alben mit ihren letzten zwei superben Studioscheiben "Ballast der Republik" und dem aktuellen - von Vorn bis Hinten bärenstarken - "Laune der Natur" (zum Review) obendrein zwei ihrer besten Scheiben ever rausgehauen haben, die fast nahtlos an die makellose Discografie der Jahre 1983-1996 anschließen konnten, muss es einfach sein, dass auch wir uns zur heutigen Show in die Innsbrucker Olympiahalle bewegen.



Dass die Halle heute einmal mehr nahezu ausverkauft ist, überrascht wenig. Die Stimmung ist klasse und schon während der "netten" Vorband (The Bar Stool Preachers aus Brighton), die Campino selbst ausgewählt hat und in seiner sympathischen Art auch gleich locker selber ansagt, kocht der Kessel auf Volldampf.
Mit dem "Laune der Natur"-Opener "Urknall" geht es um Punkt 21:00 Uhr standesgemäß los. Das Publikum ist trotz drückender Schwüle in der Halle volley auf Betriebstemperatur und singt vom ersten Takt an jede Zeile mit. Die Stimmung ist ein absoluter Wahnsinn, auch wenn der Sound vor Allem zu Beginn nicht perfekt ist und auch die Lautstärke massiv Luft nach Oben lässt (mittlerweile leider ein gewohntes Übel). "Auswärtsspiel" frisiert sogleich die Menge. Hosen-Party in bester Manier ist angesagt! Vollgas und mit Mitgröhl-Refrain. So geht deutscher Punk und "Du lebst nur einmal" setzt nahtlos an, um den Pogoteufel nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Der Rest vom Fest ist ein neuerlicher Triumphzug.

Campino und Mannen tun sich redlich schwer, die lautstarke Crowd, die jeden gottverdammten Chorus durch die Halle jagt, als ob es um Leben oder Tod ginge, zu übertönen. Klasse Publikum!
Party pur. Gute Laune, gute Musik und ausgelassene Stimmung ohne Ende. Die Toten Hosen waren schon immer eine sagenhafte Liveband und sie sind es immer noch. Alterserscheinungen Fehlanzeige und Campino ist immer noch eine der besten Frontmänner unserer Zeit. Dass sich die "Laune der Natur"-Granaten Marke "Wannsee" , "Wie viele Jahre (Hasta Muerte)" oder "Über den Wolken" nahtlos in die Riege unsterblicher Hits wie dem ultracoolen "Oldie" "Liebeslied" (ohne Frage gleich zu Beginn eines ganz großen Highlights!), der unsterblichen Hymne "Alles aus Liebe", dem grandiosen "Wünsch dir was", "Altes Fieber" (schon jetzt ein Klassiker und live absolut unschlagbar) oder dem unumstritten größten 80er Jahre-Hosen-Kulturgut "Hier kommt Alex" einreihen, war genauso vorprogrammiert, wie die Treffsicherheit meines persönlichen Faves "Bonny & Clyde" oder unabkömmlicher Party-Sauflieder Marke "10 kleine Jägermeister.
Vor Allem letzteres hat es dem trinkfreudigen Partyvolk der Alpenregion offensichtlich sehr angetan. Ein Schelm, der da an die fremdschäm-Apres-Ski-Buden, die Red-Bull-Schildkappenträger und Gabalier-Rocker unserer Region denkt...allein über diesen Seitenhieb könnte man letztendlich einen eigenen Artikel verfassen, aber wir bleiben beim eigentlichen Thema: Der reguläre Set findet in jedem Fall nach einem intensiven "
Draußen vor der Tür", das Campino seinem Vater widmet, mit dem "Auf dem Kreuzzug ins Glück"-Evergreen "Schönen Gruß, auf Wiedersehen" standesgemäß sein Ende und die Hosen verlassen erstmals unter tosendem Applaus die Bühne.



So geht das und natürlich ist es noch lange nicht vorbei. Kuddel, Breiti und Andi (der nicht geizt, und nach spontanem Stagedive auch volley zum Crowdsufen ansetzt) dürfen ihrem alten Kumpanen Campino mit einem fetten Grinsen in den Zugabenblock folgen. Dass der Adrenalinpegel bei "
Paradies" nur wenig nachlässt, versteht sich von selbst. Das " Should I Stay Or Should I Go"-Cover hätt ich persönlich indes nicht gebraucht, aber egal. Mann und Frau spüren das jenseits der 0,5 Promille-Grenze in der "Sauna-Olympiaworld" trotz massivem Flüssigkeitsverlust sicher nicht mehr und zum Mitbrüllen taugt der olle Hit ja auch allemal.

Genauso wie "
Tage wie dieser": Eine maximale Hymne, die in jedem Stadion dieser Welt funktioniert und schon jetzt endlosen Kultstatus hat. Mehr Stimmung geht nicht, das wissen auch Die Toten Hosen, während sie das Stadionfieber mit "You'll Never Walk Alone" maximal ausreizen. Campino darf, einmal mehr im stilsicheren Liverpool-Dress, seinem Lieblingsverein zum heutigen Sieg in der CL-Quali gratulieren und eine weitere, saugeile Toten Hosen-Show gekonnt zu Ende bringen.
Chapeau!



Wie bei vielen, großen Bands die einen immensen Backkatalog und vor Allem Hits ohne Ende in Hinterhand haben, ist die Setlist natürlich auch bei den Toten Hosen immer ein zweischneidiges Schwert. Natürlich hat jeder seine persönlichen Highlights und natürlich würden auch mir locker 20 Songs einfallen, die ich heute noch gerne gehört hätte. 120 Minuten Vollprogramm lassen aber keinen Grund zur Kritik und wer noch heute mit ansehen kann, wie es die verschiedensten Hosen-Songs aus knapp 35 Jahren Bandhistory schaffen, sich nahtlos aneinander zu reihen, ohne auch nur eine Sekunde für Langeweile zu sorgen, der spült jeden Ansatz von Zweifel sofort volley mit einem großen Schluck Respekt und Anerkennung für eine Band runter, die ihren Fans seit 1983 durchwegs amtliche Kost und Livehits am Fließband abliefert.

Am Ende der Reise sind Die Toten Hosen einfach nur eine saugute und immer noch höllisch bodenständig rüberkommende Rockband, eine sympathische und grandiose Liveband, die jedes gottverdammte Venue zum Kochen und Schwitzen bringt und ihre Fans mit nassen Kleidern und einen Lächeln auf den Lippen nach Hause schickt. Egal, ob am Bolzplatz, in einem kleinen Club oder der Olympiahalle Innsbruck. Es war eine weitere Hammershow der Toten Hosen:
"
We're feeling pushed again!+ Bis zum nächsten Mal!



Setlist:
1. Urknall
2. Auswärtsspiel
3. Du lebst nur einmal
4. Laune der Natur
5. Niemals einer Meinung
6. Schöne und das Biest
7. Liebeslied
8. Where are they now (Cock Sparrer-Cover)
9. Bonnie & Clyde Mein
10. Altes Fieber
11. Wie viele Jahre (Hasta la muerte)
12. Pushed Again
13. Alles passiert
14. Unter den Wolken
15. Steh auf, wenn du am Boden bist
16. Wannsee
17. The Passenger (Iggy Pop)
18. Alles aus Liebe
19. Wünsch DIR was
20. Hier kommt Alex
---
21. Draußen vor der Tür
22. Freunde
23. Zehn kleine Jägermeister
24. Schönen Gruß, auf Wiederseh'n
---
25. Paradies
26. Should I Stay Or Should I Go
27. Tage wie diese
28. You'll Never Walk Alone (Vote for Liverpool FC)



Die komplette Fotogalerie gibt's wie fast immer bei unserem Mr. Barnes und auf unter diesem Link
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden...
Beast In Black - BerserkerBleeding -  ElementumDr. Living Dead! - Cosmic ConquerorCannibal Corpse - Red Before BlackVoyager - Ghost MileMyrkur - Mareridt In Aevum Agere - From The Depth Of Soul Coldspell -  A New World AriseGwar - The Blood of Gods Vanish - The Insanity Abstract
© DarkScene Metal Magazin