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8.0
Leicht war sie ja nicht, die Annäherung zwischen mir und der polnischen Deathcombo. Anfangs eher in Hassliebe ausartend, nach immer öfterem Hören allerdings schlug das Pendel doch gegen "sehr gutes" Album aus. Zu was ganz Großem fehlt mir zwar noch die doch fehlende Eingängigkeit, und hie und da erinnern mich die Drei Polen an eine kaputtere, härtere und weit deathigere Variante von Strapping Young Lad.
Neben den Einflüssen der Ahornblättern findet man auf „Demigod“ Musik in etwa in der Schnittmenge von Combos wie MORBID ANGEL, oder auch NILE, angereichert mit zeitweise irren, atmosphärischen Einsprengsel (der akustische Schluss von "The Nephilim Rising " z.B.), Mastermind Nergal hat sich fast ausschließlich auf tiefe Growls verlassen, die spitzen, hohen Vocals fallen ganz außen vor, und die doch öfters auftretenden, fast schon krankhaften Einfälle manifestieren die bereits erwähnte Sperrigkeit. Besonders ins Ohr gingen mir "Conquer All", welches vornehmlich im moderaten Tempo ausgefallen ist und einige orientalische Soli Einsprengsel aufweißt, sowie "The Nephilim Rising", nicht nur wegen des bereits angesprochenen Akustikteils, nein vor allem weil hier absolut gekonnt zwischen ultraschnellen Blasts und groovenden Parts hin- und hergewechselt wird, mit verzerrtem Sprechgesang Stimmung gemacht wird, und der gute Nergal Alles und Jeden einfach nur niederwalzt mit seinen Hass-Vocals. Produziert wurde der 10-Tracker von Nergal himself, gemixt von niemand geringeren als Daniel Bergstrand (Meshuggah, SYL, In Flames), und so ist die Produktion bis auf den eher zu klinischen Drumsound auch über jeglichen Zweifel erhaben. Wie schon erwähnt, leichte Kost hört sich definitiv anders an, das Trio hat es nach etlichen Umläufen aber definitiv geschafft mich in ihren Bann zu ziehen, der Vergleich mag zwar jetzt hinken, aber so gut die neue Vader Scheibe auch sein mag, mit „Demigod“ heißen die Kings of Polish-Deathmetal eindeutig Behemoth. http://www.behemoth.pl Mehr von Behemoth
Reviews
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