HomeNewsReviewsBerichteKonzertdatenCommunityLinks
NeuheitenClassicsUnsignedArchiv ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort

Registrieren
Suche
SiteNews
Review
Cardinals Folly
Our Cult Continues!

Review
Primordial
Where Greater Men Have Fallen

Live
16.11.2014
Gotthard
Gemeindesaal, Kundl

Review
Savage Master
Mask Of The Devil

Review
Jimmy Barnes
30:30 Hindsight (Special Edition)
Statistics
4836 Reviews
452 Classic Reviews
263 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Nirvana - Nevermind (CD)
Label: Geffen
VÖ: 1991
Homepage
Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2449 Reviews)
Im Jahre 1987 in Washington gegründet lärmten sich Nirvana bereits vier Jahre mehr oder minder erfolgreich durch die Clubs (nachzuhören am noisigen "Bleach" Album aus dem Jahre 1989), als sie im Jahre 1991 - wie die Jungfrau zum Kind – plötzlich zu Weltruhm kamen, zu Rockstars avancierten und Kurt Cobain zum Idol und Sprachrohr einer ganzen Generation wurde. "Nevermind" läutete eine neue Zeitrechnung im Rock Business ein, Nirvana waren Mitbegründer einer neuen Indie- und Alternative Rock Bewegung, die fortan Grunge heißen sollte.
Nirvana Anfang der 90er, das waren Kurt Cobain und seine beiden Kumpels Krist Novoselic und Dave Grohl. Eine hungrige Truppe höchst begabter, jedoch ebenso angepisster Musiker, die mit ihrer Vertonung politischer, gesellschaftlicher und ökologischer Kiritk zu Vorreitern einer neuen Bewegung - der Generation X - avancieren sollte, die im Rock und Metal Business keinen Stein auf dem anderen lassen würde.

Nirvana strotzen auf ihrem zweiten Werk vor Idee, Energie, Frust und abgefuckt rebellischer Attitüde. "Nevermind" ist ein dreckig, räudig, poppig und harter Aufruf zu neuem Bewusstsein gegenüber konservativer Regierung und stagnierender Kultur. Einfach aber effektiv und voll von guten Songs, die geradezu zu explodieren scheinen. Ein abwechlsungsreiches und absolut klischeefreies Laut-Leise Gitarrenalbum, voll von verdammt guten Rocksongs, mit Hang zum Punk, zum Hardcore, zur New Wave und zum Metal.
Schon das eingängige Eröffnungsriff des Jahrhunderthits "Smeels Like Teen Spirit" reist den Hörer mit und ich kann mich noch wie heute daran erinnern, als ich erstmals den fetzigen Clip zu dieser für die Musikgeschichte so wegweisenden Nummer gesehen und mich volley in Nirvana verliebt habe. Angeführt vom genialen, Aufsehen erregenden Artwork bis zur rau, organisch und dreckig druckvollen Produktion bietet "Nevermind" zwölf Hits ohne Fehl und Tadel.
Der Opener ist bis heute unwiderstehlich, weitere Hitsingles Marke "Come As You Are", "Lithium" und "In Bloom" sind einfach aber durchdachte Ohrwürmer und alles andere als Stangenware. Songs, die bis heute unabnützbar gut und unvergleichlich sind. Langeweile ist noch 18 Jahre danach ein Fremdwort, wenn man "Nevermind" durch die Boxen rattern lässt. Egal ob lethargisch gute Balladen wie "Polly" und "Something In The Way", die das leck mich am Arsch Gefühl des Kurt Cobain unterstrichen, spartanisch rümpelnde Kracher Marke "Breed" und das brutale "Territorial Pissing", oder einfach geil nach vorne rockende Livegranaten wie "Drain You" oder "Stay Away": Jeder einzelne Song ist noch heute voll von Charme, unbändiger Energie und glaubwürdig an den Eiern packender Aufbruchsstimmung.



Kurt Cobain sah sein Schaffen als provozierten Angriff an den völlig überladenen Ausverkauf im Musikbusiness, der übersättigt schweinisch kapitalistischen Major Labels und Künstlern, die glatt poliert und unglaubwürdig durch die Szene wandelten wie Untote und den Underground zum Stillstand brachten. Genau diesen Angriff hat er mit einem unabnützbaren Meisterwerk wie "Nevermind" mehr als erfolgreich über die Bühne gebracht und genau dieses Album hat ihn zum Anführer der Seattle Bewegung gemacht. Einer Bewegung die zwar viel Schaden angerichtet und sehr viel miese Bands an die Oberfläche gespült hat, mit Ausnahmeakts Marke Nirvana, Alice In Chains, Pearl Jam oder Soundgarden aber auch verdammt viel gebündelte Energie und Qualität zu bieten hatte und die ohne Frage auch neben klassischem Punk, Metal und Hard Rock funktionieren hätte können, wenn fucking MTV mitgespielt hätte und nicht zur totalen Ausgrenzung und zum alle Hairspray Bands vernichtenden Wollpullover Overkill aufgerufen hätte.
Genau dann nämlich hätten sich auch damals viel mehr Hard Rock und Metal Fans auch öffentlich zu Nirvana bekannt, ohne deren Songs nur heimlich genießen zu können und in der Öffentlichkeit gegen die „Totschläger des Szene“ zu schimpfen.

Auch wenn also vielleicht mancher an dieser Stelle den mangelden Geist des Heavy Metal Fans beschwören und mich für dieses Review verdammen will, da genau dieses Album mit schuld daran war, dass es einige unserer geliebten Thrash-, Power- und Heavy Metal Gottbands bis hin zur gesamten Hard Rock und Glam Fraktion bedeutend schwerer hatten: Ich für meinen Teil hatte nie ein Problem damit, die Seattle Götter neben all der hartmetallischen Lieben anzubeten, denn Nirvana haben mit diesem absoluten 10 Punkte Album den Rock N Roll neu belebt, daran besteht kein Zweifel.
Diese Band und ihr Erfolg waren ein Arschtritt für das gesamte Business und "Nevermind" ist und bleibt ein Energiebündel voll guter Songs, die mit absoluter kick ass Attitüde noch heute zum Besten zählen, dass drei Musiker je auf Platte gebracht haben.


Sieben Jahre nach der Gründung und in einer Zeit, wo die Grunge Welle vorüber und nur die besten der Zunft überlebt hatten löste sich die vielleicht wichtigste Rock Band der 90er nach 50 Millionen verkaufter Tonträger im Zusammenhang mit dem Suizid ihres Sängers und Songschreibers Kurt Cobain dann endgültig auf um ein Erbe zu hinterlassen, das seitdem keine andere Band antreten konnte.

Trackliste
  1. Smells Like Teen Spirit
  2. In Bloom
  3. Come As You Are
  4. Breed
  5. Lithium
  6. Polly
  1. Territorial Pissings
  2. Drain You
  3. Lounge Act
  4. Stay Away
  5. On A Plain
  6. Something In The Way
Mehr von Nirvana
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden...
Cardinals Folly - Our Cult Continues!Primordial - Where Greater Men Have FallenSavage Master - Mask Of The Devil Jimmy Barnes - 30:30 Hindsight (Special Edition)Paul Di' Anno - The Beast ArisesTune - IdentityDalton - Pit StopMachine Head - Bloodstone & DiamondsAvatarium - All I WantCea Serin - The Vibrant Sound of Bliss and Decay
© DarkScene Metal Magazin