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Cover  
Helloween - Unarmed: Best of 25th Anniversary (CD)
Label: Col (sony)
VÖ: 29.01.2010
Bandhomepage
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Art: Review
DarksceneTom

(1618 Reviews)
Keine Wertung
Mir ist schleierhaft was dem Herrn Weikath immer wieder so durch die Birne geht. Nicht genug, dass er einfach nicht kapiert, dass Andi Deris zwar ein guter Sänger sein mag und auch auf den mit ihm eingespielten Helloween Releases seine Berechtigung hat, aber vor allem live seit mittlerweile 17 Jahren am Erbe des Michael Kiske scheitert.
Nein, nun schickt der olle Weiki mit der coolen Zigarettenhaltung sich auch noch an nebst Nummern der „Phase 2“ eine Vielzahl absoluter Jahrhundertsongs der Ära Kiske/Hansen neu einzuspielen. Damit immer noch nicht genug. Nicht genug, dass er den wenig zu beneidenden Deris damit einmal mehr der totalen Kritik der Altfans aussetzt und ihn quasi auf freiem Feld den Löwen vorwirft, nein er arrangiert die Songs noch so um, dass Megaärger vorprogrammiert ist.

Man verstehe mich nicht falsch: Ich kann sehr gut mit Neuinterpretationen großartiger Songs leben. Ich bin für alles offen und sogar einer der wenigen leidenschaftlichen Verfechter des experimentellen "Camäleon" Albums (zum Classic Review), aber jener ohrale Scheideweg der hier vorliegt ist definitiv jenseits von Gut und Böse und es ist mir absolut schleierhaft für wen er eigentlich gedacht sein soll! Ich kann mir ja noch erklären, dass die vollschwule Swing-Tuntenversion von "Future World" jedem Gay-Club verkauft werden kann, die läppische "Dr. Stein" Schändung bei diversen Kinderspielgruppen für heiteres Jazz-Gesellschaftstanzen genügt oder eine Papermoon -like Akustik Version von "Eagle Fly Free" ihre Freunde finden wird. Wenn dann aber eher bei Ö3 und nicht Darkscene, denn auch wenn ich mich selbst immer wieder dabei ertappe Momente der Scheibe interessant zu finden holen mich Langeweile, Ärger und Fremdschämgefühl immer wieder ein. Mag ja eh alles gut gemeint und auch gut gemacht sein. Wichtig wird dieses Stück Musik aber sicher für keinen Rock-, keinen Metal- und schon gar keinen Helloween Fan und auch wenn’s bei einigen Songs der Deris Ära besser wird und man sich am Ehesten noch "If I Could Fly" und "Where The Rain Grows" anhören kann, muss man auch hier klar sagen, dass die Originalversionen um Längen besser sind und der große A-ha Effekt ebenso ausbleibt, wie jegliche Zuckung des Humornervs.

Der einzige wirklich gelungene und auch für Metalfans bedenkenlos genießbare Neuauftritt ist meiner Ansicht die "Keeper Trilogy". Eine sehr geil und klassisch arrangierte Inszenierung der drei bisherigen Mammutsongs zusammengefasst in einem opulent und beeindruckend aufgenommenen Epos voll von Orchesterarrangements und Chorgesängen. Kein Vergleich mit den Originalen aber sehr gelungen und der einzig wirklich interessante Moment der Scheibe. Hätte das gesamte Werk so geklungen wäre es durchaus wert gewesen sich länger damit zu befassen.
So bleibt am Ende viel Ärger für wenig Ertrag, die Tatsache dass der Titel des Album eher als Zumutung denn Ansage zu werten ist und die Ansage, dass das Problem von "25th Anniversary" übrigens nicht Deris, sondern definitiv Weikath heißt.

Trackliste
  1. Dr. Stein
  2. Future World
  3. If I Could Fly
  4. Where The Rain Grows
  5. The Keeper's Trilogy
  6. Eagle Fly Free
  1. Perfect Gentleman
  2. Forever & One
  3. I Want Out
  4. Falling To Pieces
  5. A Tale That Wasn't Right
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