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Cover  
Paul Gilbert - Fuzz Universe (CD)
Label: Mascot Records
VÖ: 06.08.2010
Homepage | MySpace
Art: Review
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Richman
Richman
(43 Reviews)
7.0
Shred Alert: Paul Brandon Gilbert muss man an dieser Stelle ja niemandem mehr vorstellen. Bekannt ist der Bursche, der mittlerweile auch schon seine 44 Lenze zählt, ja durch sein Wirken bei Mr. Big, die er 1989 gemeinsam mit Bassist Billy Sheehan (vormals David Lee Roth) nach einer Jamsession gründete. Für mich in diesem Zusammenhang immer wieder erstaunlich, dass PG selbst sonst eher unbedarften Musikkonsumenten ein Begriff ist - kennt doch fast jeder die Showeinlage mit den auf Akkuschraubern montierten Plektren bei Mr.Big.

Als PG Mr. Big 1996 verließ, beschloss er, einer Solo-Karriere nachzugehen. Auch als Werbeträger für den Gitarrenhersteller Ibanez ist PG seit den Neunzigern wirklich jedem Gitarristen ein Begriff. Im Jahr 2007 wurde PG darüber hinaus die Ehre zuteil, gemeinsam mit Joe Satriani und John Petrucci auf der G3 Tour abzurocken.

Seit September 2010 basteln Mr.Big offiziell an einem neuen Werk. Um sich die Zeit bis zum Erscheinen des neuen Albums zu verkürzen, hat der Saitenzauberer aus dem sonnigen Kalifornien sein nun mittlerweile - schnell nachgezählt – sage und schreibe 16zehntes Soloalbum (EPs inkludiert) am Start. Nach eigenen Aussagen aber erst sein drittes Instrumentalalbum.

Vielen dürfte PG auch als Autor zahlreicher Gitarrenlehrvideos ein Begriff sein. Bekannt wurde PG ja unter anderem durch seinen Job als Gitarrenlehrer beim Guitar Institute of Technology (G.I.T.) des Musicians Institute in Los Angeles, einer renommierten Musikhochschule in den USA. Vielen wird aus dieser Zeit auch seine Band Racer X in Erinnerung sein.



Hört ihr all diese Noten?, fragt Paul in den Liner Notes. Zuerst musste ich all die Noten finden. Und dann noch in der richtigen Reihenfolge zusammensetzen. Dafür habe ich sprichwörtlich Monate gebraucht. Was für eine Arbeit. Aber ich liebe Noten, also scheue ich mich auch nicht vor Arbeit. So. Und jetzt lass uns übers Universum reden. Aber bevor wir übers Universum reden, sollen hier noch ein paar Worte zu den Noten verloren werden. Und derer, soviel ist bei jemandem von Paul Gilberts Ruf klar, sind es nicht wenige.

"FU" schlägt dabei tendenziell andere Töne als die Vorgängeralben "Get Out Of My Yard" oder "Silence Followed By A Deafening Roar" an. "FU" will erschlossen werden. Mit einmaligem Hören ist es dabei nicht getan. Eins jedoch vorweg: auch wenn das Album mit jedem Durchlauf wächst, drängt sich dennoch bei vielen Nummern unweigerlich die Frage auf, wo denn jetzt eigentlich der eigentliche Song ist.

Der Opener "Fuzz Universe" geht dabei in typischer Gilbert Manier mit Arppegien und schnellem Wechselschlagspiel ordentlich zur Sache, ist dabei aber melodisch und überraschend eingängig. Das 80iger Jahre Rockfeeling erinnert phasenweise an alte Racer X Zeiten.

Die meisten Nummern, so wie der Opener und das nachfolgende "Olympic" versprühen ein tolles Live Gefühl, was wohl damit zu tun hat, dass PG in einem Durchlauf im Track zwischen Rhythmus und Sologitarre wechselt. PG verwendet dabei eine Menge an Effekten, die er geschmackvoll einzusetzen weiß. Schließlich wollen die zahlreichen Bodentreter die mittlerweile seinen Namen tragen auch verkauft werden.

Weiters gefallen können Tracks wie "Count Juan Chutrifo" mit seinem saftigen 70iger Jahre Funk Rock Feeling.

Kein Geheimnis ist PGs Passion für klassische Musik. So findet sich nach "Haydns Symphony No. 88 Finale" auf "Get Out Of My Yard" auch ein Stück von Johann Sebastian Bach auf "Fuzz Universe": "Bach Partita in Dm". Hmm. Kommt gut. Aber man fragt sich unweigerlich, ob man im Jahr 2010 den xten Aufguss von Klassik meets Rock in dieser Form braucht.

"Will My Screen Door Stop Neptune" gehört sicher zu den besseren Tracks des Albums. Die Eingangsakkorde sind offensichtlich von den Beatles inspiriert. Tolle angezerrte und funkige Akkorde über einem half time Drum Track der der Gitarre massig Luft zum Atmen lässt. Abgefahrenes Solo übrigens - Wow, und das war wirklich ein First Take ...?!?

Bei ‘Propeller’ schimmert PGs jazzige Ader durch, bei dem auch PGs Mitstreiter mit einem ansprechenden Hammond Organ Solo und einem Bass Solo zu Wort kommen. Für mich vielleicht der beste Track des Albums. Vermittelt er doch in Kombination mit der Hammond Orgel ein irgendwie geiles Tarantino meets Conny und Peter Feeling.

Mehr Wah Wah gibts dann noch bei "Don’t Rain on My Firewood" einem weiteren Song mit starker Funk Schlagseite.

"Plastic Dracula" erinnert dann wieder an PGs beste Zeiten in den 80igern, mit einer kleinen Prise Hendrix eingestreut.

"Blowtorch" hat ein interessantes Eröffnungsriff, das dann in einen über 2-minütigen Breakdown mündet, der dann auch irgendwie das Herzstück der Nummer darstellt.

Die letzte Nummer "Batter Up" erinnert wieder ein wenig an die Beach Boys, und man kann sich bildlich vorstellen, wie sie sich das Surfboard unter den Arm klemmen und sich in die schäumenden Fluten des Pazifiks stürzen. PG hat in einem Interview erst kürzlich gesagt, dass er hiezu dem Drummer den Gitarrenpart lernen möchte, damit er dann Live das Drum Solo spielen kann.

"Batter Up" komplettiert damit gemeinsam mit dem Opener und "Propeller" meine persönlichen Top 3 des Albums.



Engespielt wurde das jüngste Werk von Craig Martini (Bass), Jeff Bowders (Drums), und Pauls Frau Emi an den Keyboards. Bis auf Emi Gilbert ist das übrigens auch die gegenwärtige Tourbesetzung, die noch um Tony Spinner an der Gitarre erweitert wird.

PGs Originalität zeigt sich nicht nur in seiner Musik, sondern auch in seinem Talent zur Selbstvermarktung. Eine der grossen Leidentschaften von Paul Gilbert ist nach eigener Aussage das Unterrichten. Und er weiss damit auch Kohle zu machen. Während der laufenden Tour gibt es für Gitarristen nämlich die Möglichkeit, an einer VIP Gitarrenlektion des Maestros teilzunehmen.

Inkludiert in diesem VIP Paket ist dabei eine 90-minütige Privatlehrstunde, ein exklusives Lehrbuch mit PG s Licks, ein Tour T-shirt, Picks, einen VIP Tour Pass als Andenken, eine "Fuzz Universe" CD, eine Photogelegenheit mit PG, man darf dem Soundcheck beiwohnen, und zuguterletzt bekommt man noch eine Eintrittskarte für das Konzert. Kostenpunkt: US Dollar 300, oder umgerechnet 216 Euronen. Ob es einem das Wert ist, muss wohl jeder selbst entscheiden. Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Personen beschränkt. Die VIP Plätze bei den Konzerten in Deutschland sind übrigens bereits restlos ausgebucht. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Review waren für das Österreich-Konzert am 28.11.2010 in der Szene Wien noch Plätze verfügbar. Am besten Nachsehen unter www.elitevipticket.com.

Fazit: Paul, wir lieben dich für deinen Sinn für Humor und dafür, dass du dich und deine Handwerkskunst nicht allzu ernst nimmst. Die befürchte Gefrickel Orgie ist zum Glück ausgeblieben. Im Grossen und Ganzen zeigt "FU" einen gereiften PG, der sich seinen Sinn für Humor bewahrt hat. Generell gehen einem beim Hören aber die Kompositionen ab. Zu sehr klingt das ganze über weite Strecken nach Stückwerk und beliebiger Aneinanderreihung von Song-Fragmenten. Nichtsdestotrotz muss man den Hut vor PGs begnadeter Technik, den oftmals überraschenden Einfällen und den ansprechenden Sounds ziehen.

Aufgrund des toll eingefangenen Live-Feelings auf "FU" kann ich mir gut vorstellen, dass das Material live noch wesentlich mehr rockt. Zumal PG ja für die kommende Tour auch angekündigt hat, alte Racer X und Mr. Big Sachen zu spielen. Auch einige musikalische Überraschungen wurden fürs Konzert angekündigt - mit Sicherheit ein sehr unterhaltsames Live-Erlebnis.

Wer "Silence Followed By A Deafening Roar" gemocht hat, wird auch an "Fuzz Universe" seinen Gefallen finden. Seit 2009 gibt es auch Mr. Big in Originalbesetzung wieder. Auf deren neuen Output darf man nach "FU" umso gespannter sein ...
Trackliste
  1. Fuzz Universe
  2. Olympic
  3. Count Juan Chutrifo
  4. Bach Partita in Dm
  5. Blue Orpheus
  6. Will My Screen Door Stop Neptune
  1. Propeller
  2. Don't Rain on My Firewood
  3. Plastic Dracula
  4. Blowtorch
  5. Mantra the Lawn
  6. Batter Up
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Kommentare
Professor Röar
Professor Röar
11.10.10 14:05: kenn mi nit aus
"Paul Brandon Gilbert muss man an dieser Stelle ja niemandem mehr vorstellen."
Warum folgen danach trotzdem 4 Absätze über sein bisheriges Schaffen ?
Richman
Richman
11.10.10 16:57: Alter Heckenschűtze ...
... sei froh, vorher warens acht Absätze ...
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