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Cover  
Novembre - Ursa (CD)
Label: Peaceville Records
VÖ: 01.04.2016
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2770 Reviews)
8.5
Wer unter dem Banner von Peaceville Records ein Album veröffentlich, auf dem Schwermut und Melancholie zur Grundrezeptur zählen, der muss sich im Schatten der Größten beweisen. Labelkollegen der unumstrittenen Melancholie-Gottheit Katatonia haben zwar einerseits einen stilsicheren Bonuspunkt in meinem Heim, gleichzeitig müssen sie natürlich auch gegen große Erwartungshaltung ankämpfen. Dass Novembre nun mit "Ursa" nicht ganz die Größe von Katatonia einfordern dürfen, ist natürlich glasklar. Dennoch haben die Italiener ein stimmiges und vom großartigen Travis Smith-Artwork bis zum perfekten Sound beeindruckendes Werk am Start. Progressiver Dark Rock mit Doom und Gothic Verzierung ist die Kleidung, in die Novembre den Nachfolger von "The Blue" hüllen. Fast eine ganze Dekade musste vergehen, bis die Römer ihren Fans neue Kunst servieren, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. "Ursa" klingt erwachsen und reif, ohne auch nur eine Sekunde den Eindruck zu erwecken, sich irgendjemandem anbiedern zu wollen. Dicht, emotional und atmosphärisch klingen die sphärischen, dezent progressiven Gothic Klänge, die ihre Fühler von Rock bis Metal ausstrecken und doomigen Death Passagen ebenso Raum geben, wie betörenden Stimmen, Spoken Words und mehrstimmigen Klargesängen.

Bestes Beispiel für die schlüssig auf den Punkt komponierte Vielfalt ist der packend ausladende Opener "Australis". Hier treffen die emotionale Dichte von Anathema oder Katatonia, auf die weltoffenen Wurzeln von Opeth und die sphärische Marke von Klimt 1918 oder Alcest. Der Sound von "Ursa" ist eine Wucht. Breitwandig, dicht und dennoch nie überladen, bildet er die perfekte Kulisse für zehn nahezu makellose Songs, die ihre ganze Pracht am Besten im Gesamtkontext entfachen und weitere Peaks u.a. in "Easter", mit seinem Mix aus Death Metal und elegisch zarten Melodien, dem treibend harten "Bremen", dem geradezu leichtfüßigen Titelsong mit seinem Crossover Unterton oder dem progressive schmeichelnden "Oceans Of Afterneens" findet. Allesamt perfekte Dark Metal Songs, die die musikalische Vielfalt von Novembre ebenso beeindruckend aufzeigen, wie ihr Gefühl für kompakte und emotionale Kompositionen. Dass die Italiener dabei nie ihre Doom/Death Wurzeln verleugnen ist aller Ehren wert und umso mehr ist ihnen das Kunststück hoch anzurechnen, dass sie ihr musikalisches Spektrum schlüssig und zielorientiert erweitert und ein Album erschaffen haben, das mit seiner verträumten Aura absolut überzeugen kann.

"Ursa" ist ein großartiges Album und Novembre sind eine Band, die sich nach neun Jahren eindrucksvoll und mit berechtigtem Anspruch auf die eingangs erwähnte Eliteliga des Genres zurückmeldet!

Trackliste
  1. Australis
  2. The Rose
  3. Umana
  4. Easter
  5. URSA
  1. Oceans Of Afternoons
  2. Annoluce
  3. Agathae
  4. Bremen
  5. Fin
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13.01.2008: The Blue (Review)
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