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5634 Reviews
456 Classic Reviews
274 Unsigned Reviews
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Cover  
Omen - Hammer Damage (CD)
Label: Pure Steel Records
VÖ: 27.05.2016
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Art: Review
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Thunderstryker
Thunderstryker
(120 Reviews)
2.0
- Der Papst wird evangelisch
- Metal Church machen wieder akzeptable Musik
- Das Hammer Of Doom-Festival überholt Wacken
- Omen veröffentlichen "Hammer Damage"

Tatsächlich findet eines der gelisteten, sehr unwahrscheinlichen Ereignisse statt und nein, es hat nichts mit Kurdt Vanderhoof zu tun. Das seit (mindestens) 2012 beworbene Erscheinen von Omen's neuem Album, an das nach diversen Meldungen um Songmaterial vernichtende Orkane und besonders langwierige Arbeiten und Feinschliffe an der Produktion, niemand mehr geglaubt hat, wird Realität. Dass tatsächlich auch im Jahr 2016 eine große Erwartung an ein neues Album um Kenny Powells Truppe gestellt wird, zeigt deutlich, was für einen Wert "Battly Cry" und die beiden Nachfolgealben in der US Metal-Szene haben.

Nun, dass diese Erwartungen nicht erfüllt würden - geschenkt, da ohnehin auch dem letzten verblendeten griechischen Fanboy klar. Dass jedoch jede Schmerzgrenze übertreten, jede metallische Niveaulosigkeit unterboten und der komplette Bandsound ignoriert wird, das war nicht Teil des Plans. Wo beginnt man da nur? Gut, dass es nach all den Jahren doch nur neun Lieder wurden ist verkraftbar, aber doch etwas faul - selbst "Chinese Democracy" hat es seinerzeit auf ein paar mehr geschafft. Dass Kevin Goocher alles Andere als ein guter Sänger ist, ist zweitrangig, weil er, wie J.D. Kimball (R.I.P.), sein Bestes gibt und eine Menge Gefühl in die Sache 'reinsteckt.

Wo jedoch diese Produktion herkommt, ist ein völliges Rätsel. Gäbe es nicht ein sagenumwoben schlecht produziertes 2003er-Werk von vier ohne Würde gealterten Bay Area-Geldgeiern, wäre man verleitet, vom schlechtesten Klangbild der Metal-Geschichte zu sprechen. Hier stimmt gar nichts; das "Schlagzeug", das angeblich vom Bandchef mit eingespielt worden sei, ließe selbst Rolf Kasparek schmerzverzerrt das Gesicht verziehen. Wenn das kein (defekter, schlecht klingender) Drumcomputer (für Arme) ist, reiche ich meine Kündigung bei Darkscene ein. Der Double-Bass bei "Cry Havoc" ist ein akustisches Kriegsverbrechen und gehört auf internationalen Tribunalen geahndet und verurteilt. Abgesehen davon, dass der ganze Track nichts taugt.

Die einzige Frage die Gitarren betreffend: Ist es schlimmer, dass sie klingen, wie der schlimmste apokalyptische Andy Sneap-Albtraum (ohne jedoch wenigstens dessen Stammpublikum anzusprechen), oder dass einfach nichts Befriedigendes gespielt wird? Bezeichnend, dass der uninspirierte Unsinn beim Eröffnungs-und Titeltrack "Hammer Damage" das höchste der klampfenden Gefühle ist. Hier sei aber auch darauf verwiesen, dass die Gangshouts weniger an kampfeslustige Brothers Of Metal, sondern mehr an rheumatische Dozenten einer Chemie-Universität erinnern.

Ja, der Bass ist ganz gut zu hören, aber manchmal wünschte man sich, dem wäre nicht so. Was Andy Haas an uninspirierten Läufen liefert, gehört in das große Lehrbuch der zu vermeidenden Dinge. Da hilft auch der solide Beginn zu "Hellas" nicht mehr viel. Übrigens der beste Track der Scheibe, der in Ansätzen da schnuppern darf, wo "Eternal Black Dawn" saß. Dieses wiederum war auch schon nur ein Schatten ruhmreicher 80er-Legenden. Man ist direkt froh, dass kein Track es bedeutend über die 5 Minuten schafft; viel mehr als das Gebotene ist auch nicht zu verkraften. Auch, wenn man gute Ansätze erkennt ("Era Of Crisis" hat tatsächlich Potential!), gehen sie doch in der grauenhaften Produktion unter.

Doch wo Schatten ist, gibt es sicher auch Licht? Mehr so in der Stärke einer altersschwachen Lavalampe, aber doch: Das Cover. Die komisch dreinblickende Schlange hat dabei mehr Zähne, als das gesamte Songmaterial, das sie repräsentieren soll, zusammen. Es ist traurig genug: Omen liefern hier eine der größten Enttäuschungen der US Metal-Geschichte. "Hammer Damage" ist zu keinem Zeitpunkt konkurrenzfähig und schon gar nicht das Geld wert, das man dafür ausgeben könnte. Daher eine dringende Warnung vor diesem Kauf!
Trackliste
  1. Hammer Damage
  2. Chaco Canyon (Sun Dagger)
  3. Cry Havoc
  4. Eulogy For A Warrior
  5. Knights
  1. Hellas
  2. Caligula
  3. Era Of Crisis
  4. A.F.U.
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