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Cover  
Watchtower - Concepts of Math: Book One (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 07.10.2016
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Art: Review
Jetzt bei Amazon.de bestellen!
steini6233
steini6233
(6 Reviews)
Keine Wertung
Watchtower "Concept Of Math: Book One"Kann die neue "Wieder"-Veröffentlichung an alte Erfolge anknüpfen?

Seit langer Zeit kursierten Gerüchte über ein neues Album dieser, sicherlich einer der wichtigsten Prog-Metal-Bands aller Zeiten, im weltweiten Netz. Mit der Zeit wurden aus Thesen und Spekulationen konkrete Hinweise, dass sich neues Material manifestiert. Nun: "Concept Of Math: Book One" steht am Start. Progressiv-Anhänger können sich ab dem 7. Oktober auf neues Kanonenfutter freuen. Allerdings nur auf 29 Minuten, wobei davon nur 10 Minuten wirklich neu sind. Mit Ehrfurcht wird den ersten Klängen Gehör geschenkt. Watchtower, bestehend aus Alan Tecchio (v), Ron Jarzombek (g), Doug Keyser(b) und Rick Colaluca (d) sind musikalisch noch immer genau so top wie anno 1989. Diese Band hat unzählige Newcomer und ganze Genres beeinflusst und die Alben "Energetic Disassembly" (1986), damals noch mit Jason McMaster, der im Anschluss Dangerous Toys gründete, und "Control & Resistance" (1989) mit dem Super Vocalisten und Multitalent Alan Tecchio, der u.a. bei Hades, Non Fiction und zuletzt bei MLP Silent Assassin's singt, haben Ewigkeitsfaktor. Man könnte jetzt viel Seiten über die ganzen On-Off-Reunions und Besetzungswechsel schreiben, aber die meisten Musik-Enthusiasten kennen wahrscheinlich den ganzen Weg der Texanischen Prog-Thrasher.

Die neueste Veröffentlichung, die neben aus zu 80% gehörtem Material, nur eine einzige wirkliche Neuveröffentlichung bietet, fasziniert vom ersten Moment an. Abgesehen, dass sich Doug Keyser mit seinem prägnanten Bassspiel mit Ron Jarzombek heftige Prog-Attacken liefern, steuern Alan Tecchio und Rick Colaluca die finale Ganzheit von Watchtower bei. Der Opener "MyTheory Overture" zeigt die Band aus Sicht der Moderne und dieser Song könnte auch auf "Control & Resistance" gepresst sein. Die einzige Neuveröffentlichung "Mathematica Calculis" ( alleine der Songtitel ist Prog genug ) zeigt indes die Reife der Bandmitglieder und ist für progressiven Thrash, gelinde gesagt, kommerziell geartet. Musikalisch auf höchstem Niveau, wechseln sich Realm-ähnliche Soundsphären und stakkatoartiger Sprechgesang ab. Aber es liegt immer im Auge des Betrachters. Der 10 Minuten Song "progt ab, obwohl ein Gang zurückgefahren wurden. Wie sagt Alan Tecchio: "I am stoked to be a part of this legendary jazz-metal-prog grouponce again“ und „I can tell you the new song is supercool" .Die restlichen songs "Technology Inaction", das fast allseits schon bekannte "The Size Of Matters" und "Arguments Against Design" runden das neueste Werk der Texaner ab. Nun, wie bewertet man ein Album, das bis auf einen Output keine wirkliche Neuveröffentlichung bietet? Als "Mayday in Kiev"-Fan der ersten Stunde sind die Gefühle gemischt. Dass nach 27 Jahren nur eine Wiederveröffentlichung mit einem neuen Song erschienen ist, macht nicht zu 100% Mut darauf, dass "Mathematics" wirklich in absehbarer Zeit verfügbar sein wird. Alle auf "Concept Of Math: Book One " geparkten Songs sind natürlich Heavy-Prog-Thrash vom Feinsten und gerade der "neue+ Song zeigt, dass sich die Band nicht mehr anno 1986 oder 1989 befindet, sondern fast drei Dekaden später in der Jetztzeit angelangt sind. Wer mit dem neuen Song einen 100% identen Song der alten Schule erwartet, der wird jedoch enttäuscht werden.

Es sind nach wie vor Watchtower, mit allen mathematischen Formeln, aber irgendwie ist der magische Glanz verloren gegangen.

Progressiv = auf den Fortschritt ausgerichtet. Mir gefällt´s trotzdem.



Trackliste
  1. M-Theory Overture
  2. Arguments Against Design
  3. Technology Inaction
  1. The Size Of Matter
  2. Mathematica Calculis
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