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Cover  
Lord Vigo - Blackborne Souls (CD)
Label: No Remorse Records
VÖ: 20.01.2017
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Art: Review
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Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(74 Reviews)
8.5
Die Pfälzer Lord Vigo legen in der Tat ein atemberaubendes Tempo vor. Gerade mal zwei Jahre nach Bandgründung und dem Erscheinen ihres Debüts "Under Carpathian Sun" sind die Aufnahmen zu "Blackborne Souls" bereits im Kasten. In der Zwischenzeit hat man mal eben beim "Hammer Of Doom"- und "Storm Crusher"-Festival gespielt und sich in der Szene einen hervorragenden Namen gemacht. Würde man auf dem Zweitling den eingeschlagenen Weg irgendwo zwischen Doom, Kauz und NWoBHM weiter verfolgen?

Der Opener 'Oh Mother Earth' erweckt zunächst den Eindruck, denn nach dem obligatorischen Düster-Intro quält sich ein tonnenschweres Magma-Riff aus den Boxen, welches im weiteren Verlauf durch majestätische Gitarrenlicks untermalt wird. An Vinz` Gesang werden sich wohl wieder die Geister scheiden, denn der klingt noch genauso eigenwillig wie gehabt. Durch Sprech- und Flüstergesang sorgt er im weiterên Verlauf des Albums immer wieder für Abwechslung. Die Produktion tönt sehr old-school, insbesondere der Drumsound ist äußerst dynamisch und natürlich. Nicht umsonst bietet Vinz, der im Studio auch an der Schießbude sitzt, anderen Bands seine Dienste an, bevor sie auf Drumcomputer oder Trigger zurückgreifen. Die erste Innovation taucht zu Beginn des zweiten Tracks 'When The Bloodlust Draws Near' in Form einer Hammondorgel auf. Aber keine Angst, eine "Retrotisierung" von Lord Vigo ist keinesfalls zu befürchten, denn beim anschließenden 'Great City In The Sky' geht`s wieder ultra heavy und ultra slow zur Sache. Das Stück kommt aber leider nicht wirklich auf den Punkt. Im Gegensatz dazu enthält das knapp neunminütige Titelstück alles, was das Herz begehrt: Spannendes Arrangement, Gänsehautchöre, einprägsamer Refrain und ein astreiner Mittelteil mit bandtypischen Sprachsamples sowie tollen Gitarrensoli. Die folgenden beiden Tracks 'Blasphemy' und 'Ishatar II' (wie der Name schon sagt, die Fortsetzung eines der Highlights vom Debüt) nehmen die Sieben-Minuten-Hürde ebenfalls spielend, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Wie auch, bei einer Mischung aus Reverend Bizarre, Isole und Fields Of The Nephilim, die am Ende des Tages völlig eigenständig und unverwechselbar klingt? Das vorletzte Stück 'For Being Unknown' ist dann leider nicht ganz so zwingend wie das abschließende 'Eternal Savior', in dem das Gitarrenduo Volguus/Tony mit einem großartigen Twingitarrensolo nochmals ein absolutes Highlight setzt. Und für das optische Highlight sorgt wieder einmal Coverkünstler Karmazid. In diesem Sinne: OBEY THE LORD!

Trackliste
  1. Oh mother earth
  2. When the bloodlust draws on me
  3. Great city in the sky
  4. Blackborne souls
  1. Blasphemy
  2. Hail me fire in the night
  3. For beeing unknown
  4. .Eternal saviou
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