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Cover  
Soen - Lykaia (CD)
Label: UDR Music
VÖ: 03.02.2017
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Art: Review
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Werner
Werner
(965 Reviews)
8.0
Spätestens jetzt sollten Soen aus Norwegen auf diesen Seiten die längst verdiente Aufmerksamkeit bekommen: nachdem sie mit dem Debüt "Cognitive" (2012) frischen Wind in die Alternative/Progressive Landschaft brachten und via "Tellurian" (2014) ordentlich drauflegten, lag es förmlich in der Luft, dass die Truppe beim dritten Anlauf wieder ein starkes Echo der Herren Kritiker und Fans einheimsen würde.

Es ist also wenig überraschend, dass das skandinavische Pendant zu Tool auch 2017 in nahe zu allen Punkten zu glänzen weiß. Zwar ist das Prog-Etikett für meine Begriffe nicht wirklich von allzu großer Bedeutung, da Soen eigentlich hierfür zu straight agieren, doch entscheidend ist doch bitte immer noch, was ein Künstler bzw. Künstlerverbund in uns emotional auslöst. Und in diesem Kontext packt "Lykaia" einen an den ganz empfindlichen Regionen. Natürlich sind die Tool Affinitäten vor Ort – auch bin ich der Meinung, Riverside haben etwas abgefärbt, was vor allem die Gesangsdarbietung von Joel Ekelöf angeht. Die Mischung aus sattem Groove und latent melancholischen Tonfolgen ist natürlich nicht jedermanns Sache, aber der aufgeschlossene Hörer wird schon zu Beginn registrieren, dass hier mehr als ein Schema F Songwriting dahinter steckt. Selbiger wird auch die kurzen, jedoch stets homogen wirkenden Verspieltheiten zu schätzen wissen, die halt den entscheidenden Unterschied ausmachen. Einen Track gesondert heraus zu heben, ist schwierig, weil alles wie aus einem Guss wirkt. Dennoch, mein ganz persönlicher Liebling nennt sich "Strays", der wie biologischer Waldhonig in den Lauschlappen rinnt. Das zerbrechliche "Lucidity" könnte indes dem Pink Floyd Aficionado Gänsehaut bescheren.

Ob und wann Tool Mastermind Maynard James Keenan gedenkt, mit neuem Material die Fanschar zu beglücken, weiß man eh nicht genau. Bis dahin versüßt uns dieses Quintett, dem unter anderem ex-Opeth Drummer Martin Lopez angehört, in dieser Soundnische mehr wie würdig.

Trackliste
  1. Sectarian
  2. Orison
  3. Lucidity
  4. Opal
  5. Jinn
  1. Sister
  2. Stray
  3. Paragon
  4. God's acre
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