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Cover  
Wargasm - Ugly (CD)
Label: Massacre Records
VÖ: 1993
Homepage
Art: Classic
Werner
Werner
(999 Reviews)
Man muss fast schon von Schande sprechen, wenn man all die widerfahrenen Dinge auftischt, die einer so begnadeten Combo wie Wargasm aus dem US Bundesstaat Boston irgendwann mal das Genick brachen. Schon 1988 via "Why Play Around?" ein bärenstarkes Debüt heraus gestampft, würde es nach etlichen Misserien endlose fünf Jahre dauern, bis sich die Spillberg Brüder und Sänger/Bassist Bob Mayo aus alten Verträgen lösen, um endlich den überfälligen Nachfolger - passend als "Ugly (Is To The Bone)" betitelt - über ein neues Label in die Läden zu hieven.

Der eigenwillige Stil des Trio's, der vor allem hier und beim Nachfolgewerk "Suicide Notes" als saftig grooviger Power/Thrash durch die Botanik pflügt, fällt vor allem wegen den Vocals von Bob Mayo, jene am ehesten an Algy Ward (Tank) ähneln, aus dem typischen Genre- bedingten Rahmen. Das ist sozusagen der springende Punkt, der die Geschmacksgeister scheiden lässt, mir persönlich aber seit jeher zusagt. Dass hier eine ganze Reihe Klasse Songs am Start sind, die gleichermaßen arschcool und rotzfrech irgendwo zwischen solch Szenegrößen wie Overkill, Megadeth und Metallica die strapazierfähige Boxenlandschaft in Eruption versetzen, wissen vermutlich heute nur mehr die alten Szeneaffen, die sich wie meiner Einer mit dem Metier genauer auseinander setzten. Auch heute noch ist es eine helle Freude und ritueller Anlaß die Anlage aufzudrehen, um solch Adrenalin geschwängerte Riffbomben wieder mal aus dem Zwinger zu lassen. Respekt vor den drei Herrschaften, auch fünfzehn Jahre später - die flotten Burner "Rude Awakening", "I Breathe", "Ugly Is To The Bone", das prägnat riffige "Enemy Mine", die bedrohliche "One Man Army", das punkige "Dead Man’s Smile" oder etwa der Rausschmeißer "Dreadnaught Day" sind nämlich absolute Killersongs, die nichts, aber schon gar nichts an Substanz verloren haben ... !

Um's zu verdeutlichen: selten zuvor hörte ich derart bratende Klampfen und nicht minder tighte, Popoklopfende Beats! Nun, auch für nötigen Kontrast wurde ausreichend gesorgt: nämlich mit dem straight-rockigen "Chameleon" und dem Instrumental "Slow Burn", die ein atypisches Gesicht Wargasm’s zeigen. Keine Frage: "Ugly" ist genau der gehässig und nicht minder schmierige Bastard, dem so manch Metallica Freak in seinem Leben noch begegnen sollte!

WARGASM 1985 - 1995

Dreadnaught Day:
Trackliste
  1. Rudest Awakening
  2. Enemy Mine
  3. Chameleon
  4. I Breathe Fire
  5. Ugly Is To The Bone
  6. Slow Burn
  1. Blood Flood
  2. One Man Army
  3. Spirit In Decay
  4. Dead Man's Smile
  5. Dreadnaught Day
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