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Cover  
Pressure Points - Remorses To Remember (CD)
Label: Firebox Records
VÖ: 29.01.2010
Homepage | MySpace
Art: Review
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Werner
Werner
(1015 Reviews)
7.0
Pressure Points ... nie gehört? Dann ergeht es euch gleich wie mir. Diese Band aus Finnland wurde erst 2004 von Leadgitarrist Kari Olli und Drummer Vili Auvinen ins Leben gerufen und lässt medizinisch energetische (TCM) Hintergründe hinter dem Bandnamen vermuten, was genauerer Betrachtung nicht wirklich vordergründig scheint. Musikalisch decken die fünf Youngsters dafür ein relativ breites Spektrum ab, mit der Vorwarnung, dass das Dargebotene, schwerverdauliche - weil sehr düster - Kost ist.

Die Hauptorientierungsquellen zeigen sich zweifelsohne in Größen und Namen wie Opeth, Katatonia, Tool, Porcupine Tree. Das zitiert nicht nur die Kapelle selbst am Promowisch, das ist ebenso nach den ersten Klangimpressionen klare Sache. So repräsentiert der zehnminütige, verschachtelt arrangierte Opener "Atonement" einen schönen Querschnitt für das durch die Bank professionell aufgemachte Debütalbum mit dem indirekten Hinweis, regelrecht erobert werden zu wollen. Das ist nichts für Menschen mit schweren Gemütsschwankungen oder Nebenbeilauschklienten wie es im Weiteren die sechs, gleichfalls komplex gestylten und um nichts weniger beklemmenden Stücke bestätigen. Und dennoch: all die klitzekleinen Details, sei es im Gitarrenbereich oder den immer wieder gelungenen Wechselgesang zwischen Growls und Harmonic Vocals betreffend, sowie die fast ausschliesslich drückend bis tristen Soundkulissen versprühen durchaus ähnliche Reize wie bei ob genannten Helden, wo vor allem Affinitäten zu Mikael Akerfeld und Co. auszumachen sind. Ansonsten? Das Highlight der knapp sechsigminütigen LP markiert zweifelsohne "Edge Of Endurance" - jener in seinem Refrain massivst gipfelnde Zungenschnalzer könnte doch als glatte Hommage an die Landsmänner von Amorphis durchgehen, sehr gelungen!

Kurz und bündig: "Remorses To Remember" ist definitiv kein Rundling, den ich mir im Zuge der anklopfenden Frühlingsfreuden und dem damit einhergehenden Hormonaufrüstungsprogramm nochmals reinziehen werde, aber Genrefreaks, die das ganze Jahr die Sonne (bzw. den dazugehörigen Sound) tunlichst meiden, könnten mit den Pressure Points gut bedient werden.

Trackliste
  1. Atonement
  2. Temptation ForHate
  3. Edge Of Endurance
  4. Calm
  1. The Past Within
  2. Out Of Sync
  3. Grand Delusion
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