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Cover  
Cruzada - Face To Face (EP)
VÖ: 2010
MySpace
Art: Unsigned
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
Ihrem jungen Alter entsprechend geht die oberösterreichische Metalarmada von Cruzada frisch, unverbraucht und unverblümt an ihr Demogeschoß "Face To Face" heran.

Die Selbstbeschreibung als „Melodic Death Metal Core“ Band kann man wohl so stehen lassen, ich würde das Ganze allerdings noch mit dem Zusatz „mit Heavy Metal Elementen“ ergänzen. Genau diese Nuance hebt die Jungspunde von der zwar brodelnden, aber oftmals gesichtslosen Masse von melodischen Death/MetalCore-Bands ab, läßt den Hörer aber auch an Bands wie Bullet For My Valentine oder Trivium denken.

Der teils oldschoolige Gitarrensound, das typische Metalriffing, (Twin)Gitarrenläufe, die teils quietschigen Soli, die Männerchöre etc. verleihen dieser Debut-Mini-CD den besonderen, frischen Dreh und eine originelle Note. Das hohe Qualitätslevel kann über alle 4 (geschwindigkeitstechnisch allesamt flott geratenen) Stücke gehalten werden. In den in Undergroundkreisen beliebten Wiener Hinterhofstudios (neben Christina Stürmer haben u.a. schon Harmanic (Review) ihre Scheiblette dort aufgenommen) wurde "FTF" eine amtlich fette Produktion verpasst.



Einzig das im Hinblick auf das moderne Songmaterial doch etwas antiquiert erscheinende True Metal/Kreuzritter Konzept (Bandname, Albumcover) verwirrt doch etwas. Das Artwork sowie das Logo sollte einem Relaunch unterzogen werden, da der unbedarfte Hörer, der angesichts der äußeren Aufmachung auf zünftiges Old School/True/Power/Metal-Gequietsche hoffen darf, doch herbe enttäuscht werden könnte.

Für mich ist "Face To Face" eine mehr als starke und herzerwärmend frisch klingende Debüt-Mini, die irre viel Spaß beim Hören macht, auf eine Menge investiertes Herzblut der sechs jungen Protagonisten schließen und auf mehr aus dem Hause Cruzada hoffen lässt. Der mit einer gitarrentechnisch kräftigen Prise Heavy Metal aufgepeppte Melodic-Metalcore putzt einem ordentlich die Gehörgänge durch. Für den Rezensenten zeigen Cruzada in ihrer jugendlichen Frische und Metalschlagseite einen Ausweg aus der gleichförmigen, in sich geschlossenen Melodic-Metalcoreschiene auf. Dass die Herren zudem aus Österreich kommen und noch eine Menge Potenzial in ihnen schlummert, schlägt zudem positiv zu Buche und bringt Bonuspunkte!

Wenn sich die „alten“ Schulfreunde nicht durch die bei jungen Bands oftmals zu beobachtende Gefahr der Zerschlagung aus Schule/Studiums/Ausbildungsgründen aufreiben lassen und dem natürlichen Reifeprozeß freien Lauf lassen, stehen die Zeichen im Reiche von Cruzada eindeutig auf Sturm, Auftritte im Vorprogramm von Callejon oder auch beim „Metalfest Austria“ sollten dies eindrucksvoll unterstreichen.

Trackliste
  1. Night Fall
  2. The Last Way
  1. The Journey Of The Black Sun
  2. Nuclear End
Ritual Steel - VNo Bros - Export Of HellAlter Bridge - Walk The SkySavage Messiah - DemonsRunning Wild - Crossing The BladesTarja - In The RawIvory Tower - StrongerPretty Maids - Undress Your MadnessWednesday 13 - NecrophazeStatus Quo - Backbone
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