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Cover  
Nader Sadek - In The Flesh (CD)
Label: Season Of Mist
VÖ: 16.05.2011
Homepage
Art: Review
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
6.5
Was kommt heraus, wenn sich ein Konzeptkünstler entscheidet, neue Wege zu beschreiten und seinen künstlerischen Horizont zu erweitern? Richtig, nichts wirklich Gutes! Der ägyptischstämmige, in New York lebende Künstler Nader Sadek machte sich in der Extremszene als Creative Artist für Mayhem und SUNN O))), einen Namen. Seine guten Kontakte nützte er, um eine illustre Musikerauswahl um sich zu scharen, die ihm bei der Erweiterung seines künstlerischen Schaffens hilfreich und ergeben zur Seite steht. Folglich schnappte er sich kurzerhand den ausrangierten Morbid Angel – Fronter Steve Tucker und scharte mit Saitenquäler Blasphemer (ex-Mayhem, nun Ava Inferni) und Cryptopsy – Brutalbolzer Flo Mounier eine Rabaukentruppe um sich, die ihr jeweiliges Handwerk versteht.

Welche Suppe kann bei diesen Köchen also herauskommen? Kurz und einfach: "In The Flesh" klingt nicht anders wie ein Morbid Angel-Album der Steve Tucker – Ära und beschert uns Death Metal. Über die technischen Finessen der beteiligten Protagonisten muß eh nicht lange referiert werden, klar wird auch, dass Tucker ein fähiger Mann ist, aber einfach keine packenden Brutalhymnen schreiben kann. Gleichförmig und dumpf plätschert die Chose vor sich hin. Instrumententechnisch sind die Herrschaften über jeden Zweifel erhaben, frei nach dem Motto: „Denen zeig ich jetzt, was ich drauf habe“ verpassen uns die Musiker die ohrale Technikkeule. Zusätzlich zum druckvollen Geknüppel besorgt es uns Fronter Tucker mit seinen mächtig-dumpfen Growls.



Konzeptionell geht es lt. Promotext um die Bedeutung des Erdöls für das Leben der Menschen. Stimmungsvolle, bedeutungsschwangere Interludien sollen die große gähnende Eintönigkeit auf diesen 30 Minuten Musik ein wenig auflockern. Nur der Vollständigkeit halber seien noch die Gastbeiträge der einschlägig „Vorbestraften“ Attila Csihar (Mayhem), Travis Ryan (Cattle Decapitation), Tony Norman (Monstrosity) oder Descructhor (Morbid Angel) genannt.

Mir bleiben noch 3 Anmerkungen:
1.) An alle Kritiker der neuen Morbid Angel: So würde sich der von euch erwartete neue Output ohne Dave Vincent und moderne Einflüsse anhören….haben wir auf so eine Platte gewartet: Nein! Braucht die Metalwelt einen solch uninspirierten Einfluß unter dem Banner Morbid Angel: Nein! Kann nur ein Song dieses Albums mit den 6 klassischen MA-Stücken auf "Illud Divinum Insanus" mithalten? Mitnichten! "In The Flesh" ist der lebende Beweis dafür, wie wichtig das neue Album aus dem Hause der Floridianer ist und welche Qualitätsunterschiede zwischen der Phase mit und ohne Dave Vincent bestehen.
2.) Die genaue Rolle des Namensgebers Nader Sadek bei diesem Projekt/Band? ist mir nicht klar. Dass ihm neben der Produktion (Zitat Promotext) „sogar Songwritingcredits“ zugeschrieben werden, ist zu wenig. Bitte weiter Skulpturen erschaffen, Masken schnitzen und obskure Installationen erdenken, aber den eh schon ausgelutschten technisch-brutalen Death Metal – Markt mit überflüssigen Outputs verschonen. Schuster bleib bei deinen Leisten!
3.) Sogar Nader Sadek´s Videoclips sind billige C-Zombiemovie/Horror-Clips

Wer auf brutalen Death Metal mit Technikschlagseite steht soll das Ding auf jeden Fall antesten, ich habe auf so ein Album nicht gewartet, für mich ist das Ding belanglos und unwichtig. Anspieltipps…keine! Dankbar schiebe ich die neue Morbid Angel in den Player!

Trackliste
  1. Awakening
  2. Petrophilia
  3. Of This Flesh (Novus Deus)
  4. Exhaust Capacitor
  5. Soulless
  1. Rusted Skin
  2. Mechanic Idolatry
  3. Sulffer
  4. Nigredo In Necromance
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