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Cover  
Chimaira - The Age Of Hell (CD)
Label: Long Branch Records
VÖ: 26.08.2011
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Art: Review
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Werner
Werner
(1015 Reviews)
8.0
Der - für meine Auffasssung - viel zu sperrige (weil auch äußerst Tempo gedrosselt) 2009er Langstreckenbomber "The Infection" geriet auch auf breiter Ebene in die Schusslinie und war der vorerst letzte in der Konstellation Mark Hunter/Rob Arnold/Matt DeVries/Jim LaMarca/Andols Herrick/Chris Spicuzza. Nun, wenn einmal Drummer, Keyboarder und Bassist zugleich "Danke, es hat uns gefreut" sagen, heißt dies im Normalfall, dass der Resetknopf gedrückt werden muss, unter anderem deshalb, weil auch zwischen Nuclear Blast und (dem Rest der) Kapelle die Trennung folgte.

Übrigen geblieben ist der "eisenharte" Kern in Form von Hunter (v)/Rob Arnold (g)/Matt DeVries (g), während für die restlichen drei Positionen Emil Werstler (b)/Austin D'amond (d)/Sean Zneu (k) ins Boot von Chimaira gezogen werden konnten. Wem die Namen irgendwie bekannt vorkommen: die Herrschaften zocken auch bei Daath, The Elite und SFU.

Die neu formierten Chimaira greifen im Jahre 2011 wieder auf die bewährte Formel zurück. Der Opener/Titletrack ist nicht nur eine repräsantive Visitenkarte für den brandneuen Longplayer, sondern ein regelrechter Befreiungsschlag, der "The Infection" nahezu vergessen lässt. Straight-in-your-face und richtig schnell. Und vor allem jäh kaltschnäuzig und Industrial-like, zwei Attribute, die als obligatorische Tugenden im Betonbunker von Chimaira gelten - mit anderen Worten: Electronic Samples/Synthesizer Sounds gehören ähnlich wie bei Fear Factory ins Standardrepertoire. Aber auch in Midtempo Gefilden "funktioniert" die neue Scheibe tadellos: das betrifft das Ohrwurmverdächtige "Time Is Running Out" genauso wie ein mit Meshuggah-"light" Vibes vertracktes "Year Of The Snake", welches nach 2:18 zu einer heftigen Slow-Groove-Granate mutiert. Und einen Hit, sofern dies in einem solchen Genre überhaupt ausgesprochen werden darf, gibt es obendrein: "Beyond The Grave" besitzt Black Sabbath Gene, exhaliert aber den schockgekühlten Modern Metal Spirit Marke Eigenbau. Ebenso zeigt "Powerless" seine doomigen Tränensäcke, animiert aber deutlich mehr zum Blitzstart einer saftigen Mosh-Orgie als ersterer. Mit dem sechsminütigen Abgang namens "Samsara" gibt es auch ein stimmungsvolles Instrumental, wo die breite Aromapalette Chimaira's nochmals unterstrichen wird.

Obschon zwei/drei Füller auf "The Age Of Hell" Einzug erhalten haben, zeigt die Tachonadel wieder steiler nach oben. Nicht zuletzt Dank Producer Ben Schigel, der dem Sextett wie in der Vergangenheit schon einen Hammersound zimmerte, wirkt das Gesamtpaket stimmig und homogen. Nun ja, Chimaira hatten den Dreh eigentlich schon immer gut raus, zwischen Thrash Metal, Metalcore und SciFi-Sounds hochsensible Tretminen zu legen.

Trackliste
  1. The Age Of Hell
  2. Clockwork
  3. Losing My Mind
  4. Time Is Running Out
  5. Year Of The Snake
  6. Beyond The Grave
  1. Born In Blood
  2. Stoma
  3. Powerless
  4. Trigger Finger
  5. Scapegoat
  6. Samsara
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