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Cover  
Dexter Ward - Neon Lights (CD)
Label: Iron On Iron Records
VÖ: 2011
MySpace
Art: Review
Bruder Cle
Bruder Cle
(178 Reviews)
8.0
Im Underground wimmelt es von geilen Scheiben, die den wahren Spirit des Heavy Metal atmen. Das Bemühen um Authentizität treibt daher auch immer schrägere Blüten. Eine solche ist sicher das Album "Neon Lights" der griechisch-italienischen Band Dexter Ward. Schon allein das naive, etwas an "Somewhere in Time" von Maiden erinnernde Cover und der Name verströmen einen bizarren End-70er-Charme, der seinesgleichen sucht. Das Backcover ziert eine Neonreklame welche eine Show von Cirith Ungol mit Dexter Ward bewirbt. Sowohl Verkörperung eines feuchten Metaltraums als auch eine Botschaft an den potenziellen Käufer!

Der nach kurzem Intro einsetzende Eröffnungsdoppelschlag "Metal Rites" und "Ghost Rider" straft aber alle Erwartungshaltung Lügen, die opulenten, kauzigen 70er Hardrock oder gar Krautrock hinter der höchst originellen Verpackung antizipiert. Ein fettes donnerndes Riff und ein gebetsmühlenartiger Stakkato-Refrain eröffnen den Heavy Metal-Gottesdienst. Inbrünstig, leidenschaftlich und mit tatkräftiger Unterstützung von Slauter Xtroys-Gitarrist Paul Kratky liefern Dexter Ward gleich zu Beginn ihre Visitenkarte ab: lupenreiner, saugeiler US-Metal allererster Sahne. Da stört es nicht, dass das nachfolgende "Ghost Rider" auch als Tribut an Omen gesehen werden kann. Sänger Mark Dexter wäre in der Tat ein guter Nachfolger für George Call.
Auch "Evil Nightmares" glänzt mit einem Riff aus der Mittachtziger-Kiste und einer Gesangslinie, die so auch von den Bocholter True Metal-Kings Wizard hätte stammen können. Auch wenn in Griechenland momentan an allem gespart wird, an Killerriffs herrscht zumindest in Athen kein Mangel. Die Jungs hauen einen Nackenbrecher nach dem anderen raus und zelebrieren den 80er Spirit, dass es nur so eine Freude ist. Mit dem straighten Banger "Blackout In L.A." wird das grande Finale eingeläutet, welches im fast neun Minuten langen Epic Metal-Monster Back To Saigon seinen Höhepunkt findet. Wieder ist es dieses gnadenlose Riffing, dass einem bei den Eiern packt und nicht mehr loslassen will. Ein absoluter Killer!

Dexter Ward sind eine echte Überraschung und sicherlich eine der derzeit besten und in ihrer auch optisch radikalen Ausrichtung auf die frühen 80er auch originellsten Bands aus good ol’ Hellas. Für Ultratraditionalisten, Spandexhosenträger und Leute, die Bands wie Heavy Load oder Omen vergöttern, definitiv ein Pflichtkauf.

Trackliste
  1. Neon Lights (intro)
  2. Metal Rites
  3. Ghost Rider
  4. Evil Nightmares
  5. Return Of The Longships
  1. Youngblood
  2. Blackout In L.A.
  3. Double Dragon
  4. Back To Saigon
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