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Cover  
Ritual Carnage - Every Nerve Alive (CD)
Label: Osmose Productions
VÖ: 2000
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Art: Classic
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
Die musizierenden Japaner von Ritual Carnage hatten im Vergleich zu vielen ihrer Landsleute einen großen Vorteil. Ihr Frontman und Chefdenker war und ist ein Ami und genau deshalb klang die Band zeitlebens weit weniger exotisch und weit zielorientierter amerikanisch, als es viele andere Nippon Thrasher je konnten. Das war gut so, denn neben der unfassbar geilen Rhythmus- und Gitarrenfraktion, bestachen Ritual Carnage während ihrer vier durchwegs guten Alben vor allem durch die brutal diabolischen Thrash / Death Vocals von Damian Montgomery. Die japanisch/amerikanische Arbeitsgemeinschaft debütierte bereits 1998 mit "The Highest Law" mit einem absoluten Paukenschlag. Das meiner Meinung nach beste Album der Band folgte aber im Jahr 2000 mit "Every Nerve Alive". Dabei ist dieses urcool verpackte Eisen bei Gott kein Meisterwerk oder gar ein revolutionärer Meilenstein. Ob seiner tief gestimmten Gitarrensalven, seinem hemmungslos diabolischen early-US Thrash Mief und seiner brachialen Death Metal Aura ist die Scheibe aber noch heute ein immer wieder ein gern gesehener Gast am Plattenteller des Thrash Maniacs.

Wenn sich die donnernden Takte des Opener "Awaikting The Kill", sein zäh schleppendes Monsterriff und seine ohrale Explosion, um die Ohrwaschln blattln, glaubt man die jungen Slayer würden ausziehen, um den Spirit von Venom neuerlich in die Clubs der Staaten zu bringen. Wenn Ritual Carnage in Folge die Gitarren abbrennen, als ob sie den Sound von Bolt Thrower vorm geistigen Auge lodern hätten, dann konnte man sich schon zu Millennium Zeiten und in Tagen, wo es der Thrash wirklich nicht leicht hatte, zurücklehnen und getrost darauf verlassen, dass Bands wie diese aller Moderne den Mittelfinger in den Arsch stecken, und die old-school Flagge steil gen Wind halten würden! Wer Thrash liebt und dem ein brachial röchelndes " Death, Judgement, Fate", eine Riffsalve wie " Burning Red, Burn 'till Death", ein glorreich derbes "End Of An Ace" oder das ruhig intonierte "Escape From The Light" nicht die Ejakulate ins Hirn treiben, der hat das Herz nicht am rechten Fleck.
Ritual Carnage hatten mit ihrem zweiten Werk ein old school Thrash /Death Killeralbum am Start. Einen "Voll auf die Fresse"-Rüpel voll gnadenlosem Geknüppel, der das damals jüngste Slayer Album "Diabolus In Musica" wie einen nassen Lappen schalen Papiers die Klomuschel runterspülte. Es scheppert, es wummert und der undergroundige Thrash Teufel wuchert hier noch fernab all der herzlosen Hochglanzprodukte, die wir heutzutage Tag für Tag vor den Latz geballert bekommen. Die schrillen Soli von "Every Nerve" fegen alles platt, die Drums wuchten wie aufgedreht und die Vocals und der Gitarrensound sind von einer derart beruhigenden Rücksichtslosigkeit, dass man noch heute die Wände hochgeht, wenn man sich dieses Teil in voller Lautstärke durch die Matte stromen lässt.

Ja, auch zur Jahrtausendwende gab es gute junge Thrash Bands. Auch in Zeiten, wo der traditionelle (Thrash) Metal ein wenig von seiner Popularität verloren hatte, gab es Bands, die Herz und Eier fest in der Hand hatten und höllisch Arsch treten konnten. Damals musste man halt ein bisserl genauer suchen um sie zu finden.
"Every Nerve Alive" ist in jedem Fall und ohne Wenn und Aber ein absolutes Death-Thrash-Inferno und wer Götter wie Slayer, Infernal Mäjesty oder Dark Angel verehrt, der soll sich rasch um diese rundum gelungene, charmante und absolut old-schoolige Portion höllischen Thrashes bemühen.
Wenn geht bitte auf Vinyl, denn das schwere Gatefold sieht fabelhaft aus…

Trackliste
  1. Awaiting the Kill
  2. Dai Hachi Jigoku (8th Great Hell)
  3. Death, Judgement, Fate
  4. Burning Red, Burning 'Til Death
  5. End of An Ace
  1. World Wide War
  2. Scars of Battle
  3. Every Nerve Alive
  4. The Wrath
  5. Escape From the Light
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