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Cover  
Arena - The Unquiet Sky (CD)
Label: Plastic HD
VÖ: 08.05.2015
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
9.0
Vier Jahre Wartezeit sind hart, bei Arena aber nicht ungewöhnlich. Schlussendlich lohnt sich das Warten auf ein neues Album der Extraklasseband um Clive Nolan und Mick Pinter aber immer wieder und da macht auch ihr neuester Streich, die Vertonung einer M.R. James Horror-Kurzgeschichte namens "Casting The Runes" keine Ausnahme. Arena stehen immer noch beinahe allein im Universum. Einzig Threshold, Everon, IQ oder die alten Marillion können sich heute noch mit der stilvollen Brit-Prog-Kunst dieser Engländer messen, die so unverkennbar, anziehend und schlicht traumhaft ist. Diese übergroßen Attribute zierten beinahe jeden einzelnen, der großartigen Arena releases und auch wenn die beiden letzten Alben nicht ganz an die übermächtige Klasse des kongenialen Dreigestirns "The Visitor" (1998) , "Immortal? " (2000) und "Contagion" (2003) heranreichen konnten (JA: alle drei sind Pflichtbestandteile jeder vernünftigen Musiksammlung!) , ist die Vorfreude auf ein neues Album der legitimen Marillion-Erben immer wieder riesig.

Nach einem durchaus überraschend klassischen Kurzintermezzo entfalten unsere großen britischen Helden auch auf "The Unquiet Sky" sofort ihre unwiderstehliche Atmosphäre. Wenige Bands schaffen es so selbstverständlich wie Arena packend, traumwandlerisch und melancholisch gleichzeitig zu klingen. Jeder Ton hat Anspruch und Niveau, gleichzeitig ist aber auch in jedem Song des mittlerweile achten full-length Studioalbums der Engländer so viel erhabene Schönheit präsent, dass sich einfach jedermann hingezogen fühlen muss.

Für Missachtung oder Ignoranz hab ich im Falle von Arena definitiv kein Verständnis.


"How Did It Come To This" setzt die verhalten schöne Marschroute dieses herrlichen Openers unaufdringlich, selbstsicher und überragend fort. Arena reduzieren die zuletzt entdeckte Härte und ersetzen sie gottlob wieder durch filigrane Melodien. Besser und zeitloser kann man stilvolle Rockmusik nicht zelebrieren. Die Klangdichte, die traumhafte Stimme von Paul Manzi und das überlegte Akzentsetzen dieaer Ausnahmemusiker, die es zu keiner Sekunde nötig haben aufdringlich progressiv klingen zu müssen, ist ein absoluter Genuss. Makellos ist das Wort nach dem man ringt, wenn man "The Unquiet Sky" in seiner perfekten Produktion genießt. Die wohlbekannte Arena-Dramatik ist nicht zuletzt wegen der neuerlichen Konzeptstory allgegenwärtig und homogen wie eh und je. Ausnahmemoment zu nennen würde der Dichte dieses Gesamtkunstwerks Unrecht tun. Natürlich findet "The Uniquet Sky" in "The Bishop Of Lufford" , "No Chance Encountert", "Time Runs Out" oder dem herrlichen Titelsong einige seiner vielen Höhepunkte, im Mittelpunkt steht aber das große Ganze und dieses scheint beinahe makellos.

Das einzige kleine Manko von "The Uniquet Sky" sind wohl die eingangs erwähnten Großtaten, die Arena selbst erschaffen haben und bei denen sie mitunter die ein oder andere großartige Idee und den ein oder anderen Gänsehautmoment mehr einfangen konnten.

Nichtsdestotrotz ist "The Uniquet Sky" ein absolutes Meisterwerk, dem ich bedenkenlos eine Höchstnote verleihe. Die uneingeschränkte Kaufempfehlung für all jene, die stilvollen und durchdachten Brit-Prog-Rock mit Atmosphäre und unbändiger Schönheit und Wehmut lieben, wird natürlich auch ausgesprochen!





Trackliste
  1. The Demon Strikes (5:37)
  2. How Did it Come to This? (4:30)
  3. The Bishop of Lufford (5:24)
  4. Oblivious to the Night (2:47)
  5. No Chance Encounter (4:30)
  6. Markings on a Parchment (2:19)
  1. The Unquiet Sky (5:29)
  2. What Happened Before (4:55)
  3. Time Runs Out (4:39)
  4. Returning the Curse (3:48)
  5. Unexpected Dawn (3:52)
  6. Traveller Beware (7:40)
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