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457 Classic Reviews
276 Unsigned Reviews
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Cover  
Death - Leprosy (CD)
Label: Combat Records
VÖ: 1988
MySpace
Art: Classic
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
Mein persönlicher Death – Klassiker ist ja eigentlich "Scream Bloody Gore". Dieses Album hat meine Musikwelt im Jahre des Metal 1987 nachhaltig beeinflusst und verändert. Im Erstaunen, dass das wildeste Album, das ich seinerzeit kannte und in weiterer Folge lieben lernte, mir dermaßen gefiel, wurde im Nachhinein immer klarer, dass "SBG" quasi die erste Mainstream – Death Metal-Veröffentlichung sein sollte. Hiermit beuge ich mich allerdings der Mehrheit der Death Metal Fans, die "Leprosy" (ebenso wie ich) abgöttisch lieben und ziehe deshalb diesen Meilenstein des Death Metal vor.

Lange bevor High Class-Death Metal-Veröffentlichungen aus Europa (Skandinavien) den Death Metal nachhaltig veränderten, ergänzten und revolutionierten, schickte sich das Todesbleikommando Death 1988 an, einen ultimativen Klassiker amerikanisch geprägten Death Metals unter die mit dem Debut angefixten Death Metal-Zombies zu bringen. War das Debutalbum noch die pure akustische Infernis (bestückt mit unsterblichen Hits) und offenbarte das nachfolgende Jahrhundertalbum "Spiritual Healing" mit seinem trockenen Sound den in der Folge eingeschlagenen, progressiveren Weg der Band, so vereint "Leprosy" alle Trademarks der klassischen Death – Besetzung, bevor sich die Band weiterentwickelte.

Nach dem Abgang von Chris Reifert (der später Autopsy gründete) sowie des Alibi-Gitarristen John Hand scharte Chuck Schuldiner Rick Rozz (g) und die Rhythmussektion Bill Andrews (d) und Terry Butler (b) um sich, um den Ruf der Band zu festigen und als fixe Death Metal Größe zu etablieren.



Neben den restlichen Killersongs ("Pull The Plug") enthält "Leprosy" mit "Born Dead", "Left To Die" oder "Open Casket" oft gehörte DM-Hits. Kein einziger Song auf diesem Klassiker fällt aus der Reihe und vermag an der Perfektion des Death Metal-Songwritings zu kratzen. Klar, als DM-ungeübter Hörer könnte man "Leprosy" auch als stumpf bezeichnen, dem geübten Extrem-Metalohr fallen trotz aller Geradlinigkeit jedoch schon erste Ansätze der späteren Entwicklung der Band auf. Gerade in puncto Gitarrenarbeit zeigen sich die Vielschichtigkeit und Unterschiede. Neben übersteuert-quietschigen Soli zeigen sich bereits Ansätze filigraner Technik.

Das etwas rumpelige, stark in den Vordergrund gemischte Schlagzeug (v.a. die Snare) hämmert unablässig und klingt oft leicht neben der Spur, was den ansonsten druckvollen, transparenten, aber etwas höhenlastigen Morrisound-Sound (unter der Leitung von Dan Johnson) oftmals ein klein wenig inhomogen wirken lässt. Über allem thront das heisere Geröchel des Meisters himself, der sich mit "Leprosy" selbst ein nachhaltiges und massives Denkmal gesetzt hat. Das abstoßende, für damalige Verhältnisse State-Of-The-Art Ed Repka-Albumcover rundet dieses Meisterwerk der todesmetallischen Kunst perfekt ab.

Auf dem ganzen Album ist kein einziger Ausfall zu beklagen, genau diese Tatsache macht "Leprosy" aufgrund der oben angeführten Trademarks und des Erscheinungsjahres 1988 zu einem ultimativen, ja fast perfekten (US-) Death Metal-Album.

Trackliste
  1. Leprosy
  2. Born Dead
  3. Forgotten Past
  4. Left To Die
  1. Pull The Plug
  2. Open Casket
  3. Primitive Ways
  4. Choke On It
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