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Cover  
Sweet Oblivion (feat. Geoff Tate) - Sweet Oblivion (CD)
Label: Frontiers Records
VÖ: 14.06.2019
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Art: Review
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UwePilger
UwePilger
(69 Reviews)
9.0
Vor einigen Jahren noch hätte man sich nicht erträumen lassen, dass Geoff Tate plötzlich wieder in aller Munde ist, und dies vor allem absolut positiv (Auch wenn jemand wie er es nicht nötig haben sollte, seltsame VIP-Tickets anzubieten). Seine "Operation: Mindcrime" Jubiläumstournee war bereits ein erster Sprung zurück zu seinen alten Fans, dazu noch diverse Gastauftritte bei Avantasia und auch die "Best Of" Tour mit alten Queensryche Hits hat so manchen Anhänger der alten und verehrten Zeiten wieder ins Schwärmen gebracht. Woran dies liegt? Keine Ahnung, hat der gute Geoff ja in den letzten knapp 20 Jahren nicht sonderlich viel auf Metal gegeben. Sei's drum, es kann jedem Freund von alten Queensryche und seiner großartigen Stimme nur Recht sein.

Nun haben die Reißbrettspezialisten von Frontiers Records, sicherlich gut kalkuliert, gerufen und Geoff eine Ansammlung an tollen Musiker zur Seite gestellt die vom Italiener Simone Mularoni angeführt werden. Progspezialisten dürfte er durch die Band DGN bekannt sein.
Um es vorweg zu nehmen, hier gibts es alles was das Herz begehrt und worauf es so lange hat warten müssen: Queensryche in Reinkultur zu "Empire" Zeiten und mit einem Geoff Tate in aller, wirklich allerbester Form.

Ob es nun so von einer Firma geplant war oder nicht, hier hat man dem guten Mann die besten Songs in den Mund geschrieben, seit dem erwähnten Multimegaseller von 1990. Es ist unfassbar, dies noch einmal erleben zu dürfen. Diese Intensität mit der Tate hier zu Werke geht, dieses unglaubliche Gespür für Melodien und diese Hingabe. Ein Genuss, nein....ein Traum. Bereits der Opener "True Colors" (unten als Video zu sehen) lässt einen vor Freude niederknien und in Gebetshaltung vor der Anlage verharren. Das gesamte Album wirkt wie aus einem Guss und erinnert an die glorreichen Zeiten zu Hits wie "Jet City Woman" oder "Another Rainy Night", ohne vielleicht dessen musikalische Genialität zu erreichen. Aber sind wir doch alle mal ehrlich, wer erwartet so etwas überhaupt? "Sweet Oblivion" ist gespickt von A bis Z mit grandiosen Melodien und Arrangements, eingängig wie zu "Empire" Zeiten und stellenweise so überraschend wie vielleicht zu "Rage For Order" Zeiten. Hier passt alles. Wäre dieses Album als direkter Nachfolger von "Empire" erschienen, alles wäre gut geworden. So aber musste man zwar lange, seeeehr lange warten, bis man sich diesem Hörgenuss widmen darf, aber es lohnt sich zu jeder Sekunde. Zwar hat auch die Ex-Stammband scheinbar wieder die Kurve bekommen und mit "The Verdict" ein starkes Teil abgeliefert, diesem unerwarteten und völlig aus dem Nichts kommenden Werk kann es meiner Meinung nach aber nicht das Wasser reichen. Dafür singt Geoff Tate einfach mit viel mehr Hingabe und Seele als ein Todd La Torre, auch wenn dieser natürlich ebenfalls ein Könner ist. Der Unterschied zu den jetzigen Queensryche sind die Songs, die bei Sweet Oblivion vielleicht etwas weniger steril wirken.

Fatit: Wieso Geoff Tate nun plötzlich wieder Gefallen an seiner "alten" Musik gefunden hat, kann man nur vermuten. Wenns aber an einer Gehirnwäsche liegen sollte, dann gehört dem Therapeuten der Nobelpreis verliehen. Daumen hoch!! Danke Mister Tate für diese Überraschung.

Trackliste
  1. True Colors
  2. Sweet Oblivion
  3. Behind Your Eyes
  4. Hide Away
  5. My Last Story
  1. A Recess From My Fate
  2. Transition
  3. Disconnect
  4. The Deceiver
  5. Seek The Light
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