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Cover  
Winds Of Plague - The Great Stone War (CD)
Label: Century Media
VÖ: 21.08.2009
MySpace
Art: Review
RedStar
RedStar
(243 Reviews)
7.5
Winds Of Plague? Noch nie gehört…. – Review? Klar doch, her mit der Scheibe…!

Folgende Eckdaten waren von Anfang an bekannt:

1. Albumcover: „Herr der Ringe“-mäßiger bunter True-Metal-Klischee-Kitsch; dazu der Albumtitel: "The Great Stone War"

2. Bandfoto: Tätowierte, gepiercte Typen mit diversen, äh… Frisuren: Metal/Death/Core also...dazu weiblicher Aufputz

3. Musikstil: „Symphonischer Deathcore“

Nach Durchsicht dieser Punkte war klar: das kann ja heiter werden… da ist ein sehr hohes Maß an Toleranz nach allen Seiten gefragt … haha, geil, also her damit, ein Fall für Unerschütterbare ….tief im Inneren weiß der Rezensent eigentlich, dass das vorliegende Konzept nicht wirklich zünden kann, aber die unstillbare Neugier treibt ihn weiter.

Die 2002 gegründeten Kalifornier Winds Of Plague präsentieren uns auf ihrem bereits dritten Album "The Great Stone War" (der Vorgänger "Decimate the Weak" Review erschien 2008 ebenfalls bei Century Media Records) einen wilden Genremix aus brutalem Metal/Death/Core mit atmosphärischen Black Metal Elementen und ein wenig Symphonik/Epik. Auf rund 38 Minuten wird Deathcore-Geshoute mit schroffen Gitarrenriffs über symphonischem Keyboard-Teppich geboten. Leichter vorzustellen ist die Mischung, wenn man sich ein Zusammentreffen von Dimmu Borgir oder Behemoth mit einer Deathcore-Kapelle wie Job For A Cowboy oder Bleeding Through vor Augen führt. Schnell wird klar, dass das Gemisch zwar stimmig präsentiert wird, der Klischee-Deathcore mit Bombast-Keyboards allerdings nicht wirklich zünden will.

Das als Soundtrack zum Armageddon – Konzeptalbum angelegte Machwerk berichtet vom Niedergang der Zivilisation, der in einer riesigen, finalen Schlacht, bei der Technologie keine Rolle mehr spielt, und welche mit Faust und Stein ausgetragen wird, endet. Sänger Johnny Plague und seine Mannen samt optischem Blickfang Kristen Randall (Keys, neu an Bord seit 2008) schildern den Zusammenbruch der Zivilisation aus der Sicht eines Heiden, der die Apokalypse einer religiös geprägten Welt bis zum finalen Endkampf miterlebt. Quasi als platte Moral von der Geschicht wird dem Hörer dabei folgendes mit auf den Weg gegeben: Auch in den dunklen Stunden der Menschheit sollte ein Schritt zurück gemacht werden und erkannt werden, wofür das Leben wirklich da ist, damit niemals der Blick fürs Wesentliche verloren wird. Das für Konzeptalben sonst typische Songwriting, der Aufbau von Spannung, Stimmung und Höhepunkten im Zusammenspiel mit der erzählten Geschichte ist bei "The Great Stone War" nicht wirklich erkennbar.

Bei Recording und Mixing wollten WOP nichts anbrennen lassen und verpflichteten für die Aufnahme Daniel Castleman (As I Lay Dying) sowie den allseits bekannten Tue Madsen (Heaven Shall Burn, Dark Tranquility, The Haunted, Suicide Silence) für den Mix.

Der Versuch, dem sich perpetuierenden Deathcore eine neue Facette zu verleihen, indem der brodelnden Masse ein Schuß Symphonik beigemengt wird, bleibt weitgehend erfolglos. Übrig bleibt ein bemühtes Album mit einem interessanten Stilmix, der Freunden von Deathcore – Kapellen mit offenen Ohren für genrefremde Elemente bzw. Dimmu Borgir Fans mit hoher Toleranz gegenüber Core-Gesang (nicht Chor-Gesang ;) ) begeistern kann.

Macht 7,5 entwicklungsfähige Punkte. Ob Keyboarderin Kristen nun 0,5 Minus- (weil „nur“ optischer Aufputz) oder Plus-Punkte (Pin Up - Qualitäten mit Topless-Fotos, "Really hot chick in Metal") einbringt, sei jedem selbst überlassen.
Trackliste
  1. Earth
  2. Forged In Fire
  3. Soldiers Of Doomsday
  4. Approach The Podium
  5. Battle Scars
  6. Chest And Horns
  1. Creed Of Tyrants
  2. Our Requiem
  3. Classic Struggle
  4. The Great Stone War
  5. Tides Of Change
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