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Cover  
Joe Satriani - Black Swans And Wormhole Wizards (CD)
Label: Epic Records
VÖ: 08.10.2010
Homepage | MySpace
Art: Review
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Richman
Richman
(43 Reviews)
8.0
Mein lieber Schwan, jetzt ist sie also da, die neue Satriani. Nach dem eher durchwachsenen "Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock" (2008), kann man - soviel sei verraten - mit dem nun vorliegenden "Black Swans And Wormhole Wizards" getrost sagen, dass das Barometer wieder klar nach oben zeigt.

Das Problem bei Joe Satriani ist ja, dass er sich mit so genialen Werken wie "Surfing with the Alien" (zum Classic) oder "Flying in a Blue Dream" selbst die Latte verdammt hoch gelegt hat. Wohl oder übel wird sich der Saitenhexer aus Kalifornien auf ewig an diesen Gottgaben messen lassen müssen.

In einem Interview mit einem englischsprachigen Online-Musikportal meinte JS erst kürzlich, dass das vergangene Jahr "von einschneidenden Veränderungen" gekennzeichnet war. Da war zum einen der phänomenale Höhenflug der Supergroup Chickenfoot mit Sammy Hagar, ex-Van Halen Bassist Michael Anthony und Red Hot Chili Peppers Drummer Chad Smith. Zum anderen der überraschende Tod von Satrianis Mutter im Dezember 2009. Diese emotionale Achterbahnfahrt war für den Entstehungsprozess des nun vorliegenden Albums nicht unerheblich. "Als Musiker, der ein starkes künstlerisches Statement abgeben wollte, habe ich einmal mehr meine Gefühle als Inspirationsquelle für die neue Platte 'angezapft'".

Ein schwarzer Schwan bezeichnet, und das ist die Kurzversion einer Erklärung, ein Phänomen, das es aufgrund physikalischer oder sonstiger Gesetzmäßigkeiten eigentlich gar nicht geben dürfte. Und Wurmlöcher versuch ich erst gar nicht erst zu erklären. Wers nicht kennt, sieht sich Star Trek Seasons eins bis zehntausend an. Wers hingegen gern kurz und prägnant hat, lässt sich den Albumtitel am besten von JS höchstpersönlich in einem der kurzen Webisodes auf seiner Website www.satriani.com erläutern.

Als Co-Produzenten hat sich Satch Produktionslegende Mike Fraser (AC/DC, Metallica, Aerosmith, u.a.) ins Studio geholt. Aufgenommen wurde im gleichen Studio, in dem JS auch mit Chickenfoot in die Saiten gedroschen hat - das Skywalker Sound Studio. Ein Riesen-Teil von einem Aufnahmeraum. Aber sowas braucht man wahrscheinlich, wenn man vier Egos wie bei Chickenfoot auf einem Platz vereint ...

Eingetrommelt wurde "BSaWW" von seinem langjährigen Weggefährten Jeff Campitelli. Am Bass gibt es diesmal mit Allen Whitman von The Mermen (Formation aus San Franzisko, die sich ob ihrer in den sechziger Jahren verwurzelten surf-psychedelischen Musik einen Namen gemacht hat) ein neues Gesicht. Das Highlight unter den Gastmusikern ist aber ohne Frage Mike Keneally, der für "BSaWW" sein Piano entstaubt hat und mit seinen geschmackvollen Einlagen JSs neuesten Output veredeln durfte. Mike Keneally, eigentlich eher für seine Künste an der Sechsaitigen berühmt, hat ja bekanntermassen von Frank Zappa, über Steve Vai bis Screamin’ Jay Hawkins wirklich mit jedem der Rang und Namen hat gespielt. Dazu aber später mehr.

Der Opener "Premonition" ist gute Satriani Hausmannskost. Das gefällt dem Hörer und bedient fürs erste die Erwartungen der Fans. Nichts neues, dafür altbewährtes in neuem Gewande. Ein erstes Highlight kommt mit Song Nummer drei: "Phyrric Victoria". Sowas haut man sich gern beim Radeln rein, wenn es heißt, die nächsten hundert Höhenmeter antrittsstark überwinden zu müssen.



Und damit wären wir auch schon bei der ersten Single-Auskopplung gelandet: "Light Years Away". "Ein echter Rocker", wie JS im Podcast zu den einzelnen Songs auf seiner Website selbst sagt. Und tatsächlich fetzt die Nummer wie kaum eine andere auf dem Album. "Light Years Away" brennt sich ob seiner Eingängigkeit schnell ins Gedächtnis und klingt dabei wie eine Melange aus Grange-era ZZ Top und Jeff Beck in seinen abgedrehteren Tagen. ""LYA" ist fast wie ein Streifzug durch die Geschichte der Rockgitarren-Riffs, wie JS in einem Interview selbst sagte. "Obschon das Hauptthema recht simpel klingt, war es gar nicht so einfach das Thema fertigzuschreiben. Am Anfang war ich etwas perplex. Erinnerte der Song doch eher an ein Puzzle, das gelöst werden musste. Aber als die Band und ich loslegten, haben wir uns einfach nur angesehen und gedacht 'Wow, das swingt'. Es hat einen Touch Fusion, aber es rockt auch richtig."

Darüberhinaus gefällt das andächtige, kaum 60 Sekunden lange "Solitude", das eine Stimmung wie zu seligen "Not of This Earth" Zeiten heraufbeschwört. Hier schimmert einmal mehr JSs Meisterschaft durch.

Die grosse Überraschung gelingt auf dem grandiosen "Wind in the Trees". Auch hier sei wieder auf den entsprechenden Podcast auf der Website verwiesen. JS erklärt, dass er hier versucht hat, eine spezielle Atmosphäre einzufangen. Handelt es sich doch bei "Wind in the Trees" um Kindheitserinnerungen rund um das Haus, in dem Satch aufgewachsen ist. Unbestrittenes Highlight: Mike Keneallys Pianosolo. Und spätestens hier wird klar, dass JS mit Mike Keneally einen wahren Glücksgriff getan hat. Man ist versucht, an dieser Stelle einen Lobgesang auf Frank Zappas ehemaligen "Stunt" Gitarristen abzugeben. Hat doch MK unter eigenem Namen mittlerweile 11 Alben veröffentlicht, die allesamt dem unerschrockenen Hörer wärmstens ans Herz gelegt werden sollen. Man fragt sich unweigerlich, was da wohl an Aufnahmen aus diversen Jamsessions, die während der Aufnahmen zu "BSaWW" entstanden sind in den digitalen Archiven schlummern. JS hat ja angedeutet, Material während der laufenden Tour sichten zu wollen. Vielleicht wird da ja der eine oder andere Schatz gehoben ...



Fazit: "Black Swans And Wormhole Wizards" ist ein gutes Album geworden. Punktum. Ich sag mal so: wirkliche Kracher auf der Platte sind vor allem "Phyrric Victoria" und "Light Years Away". Dann noch das knapp einminütige "Solitude" und das stimmige "Wind in the Trees". Insbesondere der letztgenannte Titel weiss ob seiner dichten Atmosphäre und Keneallys genialem Gastsolo auf der ganzen Linie zu überzeugen. Die anderen Songs, tja, so richtig warm geworden bin ich nicht mit ihnen. Ehrlich gesagt würde man sich wünschen, dass die Richtung, die mit Keneallys Gastbeiträgen homöopathisch angedeutet wird, stärker ausgespielt würde. Die große Frage die sich nach 53 Minuten Musik stellt ist aber diese: welche Riffs hat sich JS fürs nächste Chickenfoot Album aufgehoben ...?
Trackliste
  1. Premonition
  2. Dream Song
  3. Pyrrhic Victoria
  4. Light Years Away
  5. Solitude
  6. Littleworth Lane
  1. The Golden Room
  2. Two Sides to Every Story
  3. Wormhole Wizards
  4. Wind in the Trees
  5. God is Crying
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