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Cover  
Nachtblut - Antik (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 30.09.2011 [Re-Release]
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
5.5
Die Osnabrücker Dunkelmetaller Nachtblut sind nun also bei Napalm Records gestrandet, und weil die finster dreinschauende Truppe in Wahrheit gar nicht fad ist, gibt es gleich mal einen re-release der 2009er Scheibe "Antik", dem bisher zweiten Album der Band. Neue Songs gibt es dabei keine, das Artwork hingegen wurde ausgetauscht, und die Scheiblette erscheint im schmucken Digipack.

Die Vollpfosten und grenzdebilen Randgruppenbediener von Eisregen kommen einem natürlich schon immer wieder in den Sinn, wenn man sich zähneknirschend durch "Antik" kämpft. Vor allem dann, wenn Nachtblut schweren Gitarren und Black Metal Timbre freien Lauf lassen, klingen sie nicht zuletzt wegen der harschen Vocals, wie ein Hybrid aus Eisregen, Gothic Kitsch, Extreme Metal und "neuer deutscher Härte". Dass dabei teils wirklich magere und mitunter plakativ und plumpe Texte auf die Menschheit losgelassen werden, die sich fernab allen Wortwitzes und aller Sprachgewandtheit tummeln, ist einer der größten Makel der Truppe. Ansätze zwischen Geschichtenerzählung und Sozialkritik sind ja durchaus löblich. Wenn sie aber vorpubertär oder einfach belanglos sind, kann man damit keinen Pfifferling gewinnen:

"Den Sinn in meinem Leben habe ich mir selbst gegeben, und das bedeutet Krieg. Dies macht mich Antik.
Hab es genossen Stück um Stück, blicke gern zur Lebzeit zurück und das bedeutet Sieg. Dies macht mich Antik"


Auf dumpfbackene pseudointellektuelle Zeilen wie diese aus dem Refrain des Titeltracks hat die Welt sicher nicht gewartet. Schon gar nicht, wenn auch die Musik diese Lücke keineswegs zu schließen vermag. Natürlich kann man der Zielgruppe für Songs wie das melancholisch ruhige "Antik", "Die Blutgräfin" (die vertonte Story der Gräfin Bathory, die von Cradle Of Filth bekanntlich im Konzeptalbum "The Cruelty And The Beast" ausführlich aufgearbeitet wurde), ein gelungenes "Kreuzigung" oder "Sturz des Ikarus" guten Appetit wünschen. Den durchschnittlichen Hörer düstrer Klänge kann und wird ein Album wie "Antik" aber völlig kalt lassen, zumal die Klasse der Vorbilder nicht ansatzweise angekratzt werden kann.
Viele der Ansätze von Nachtblut lassen trotz unausgereiftem Charme ja durchaus auf Größeres hoffen, und zumindest für das entsprechende Klientel, das sich ein schwarz gefärbtes Gothic Metal Album im groben Querschnitt aus den grenzdebilen Eisregen, Cradle Of Filth und Rammstein schön hören will, kann auch "Antik" interessant sein.

Unsereiner bleibt der Tafel aber tunlichst fern…

Trackliste
  1. Antik
  2. Ijobs Botschaft
  3. Die Blutgräfin
  4. Gedenkt den Toten
  5. Die Mutter die ihr KInd verlor
  1. Sturz des Ikarus
  2. Kreuzigung
  3. Hexe
  4. Des Menschen Kunst Blindheit säen
  5. Kreuzritter
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