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Cover  
Atrocity - Okkult (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 26.04.2013
Homepage | MySpace
Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2893 Reviews)
6.0
Man kann ja durchaus seine Seele verkaufen um an die berühmten "five minutes of fame" zu kommen und das gilt für Künstler wie auch Kritiker. Bei Atrocity hilft aber nicht mal der übelste Anfütterungs- und Bestechungsversuch dahingehend weiter, dass man sich mal eine euphorisch positive Kritik aus den Rippen schneiden könnte. Solche Lobhudelei wäre reine Selbstinszenierung und keineswegs dem immer wieder orientierungslosen Schaffen dieser Band gerecht. Atrocity haben bis auf ihre Coverexkurse und eine handvoll weiterer guter Songs in 25 Jahren Bandkarriere nichts wirklich Brauchbares zustande gebracht. Vielmehr steuern sie irgendwie fast bei jedem Album in eine neue Richtung. Mal Death Metal, mal Industrial, dann wieder Gothic oder gar Ethno. Identität klingt anders und vielleicht ist es deshalb so, dass Atrocity einen wirklichen Namen haben und allerorts bekannt und renommiert sind, jedoch immer so was wie der ungern gesehen Gast und ein Klotz am Bein waren. Das ist die schonungslose Wahrheit. Tut mir leid und "Okkult" wird daran auch nichts ändern.

Wie der Name schon verrät, ist dieses Jahr düstere Bosheit angesagt. Rau und schwarz gefärbt ergießen sich die neuen Atrocity Songs über uns. Harsche Gitarren, trockene Grooves, jedoch auch nötiger und mit Blick auf den Kommerz gerichteter Bombast und Pomp und die stimmungsvollen Keyboards tun das ihre, dass "Okkult" auch für den Passanten aus dem Gothic Lager greifbar bleibt. Clever durchdacht, aber dennoch sinnlos weil die Songs einfach wieder zu schwach sind, um aus der Masse heraus zu stechen. Es mag ja manch einem gefallen, wenn sich Atrocity im Jahre 2013 in eine Schnittmenge aus skandinavischem (Melodic) Death, den mit "Alpha Noir" unfassbar wiedererstarkten Moonspell oder vielleicht sogar symphonische Mainstream Black Metal Vorbilder wagen und darüber hinaus plötzlich noch so platt plakative (und trendige?) Songtitel wie "Death By Metal" verwenden. Ich finde es identitätslos wie eh und je und abgesehen davon obendrein neuerlich zu keinem Moment so richtig herausragend oder gut, dass man "Okkult" für seine Kunst loben müsste. Atrocity haben und werden den "Roten Faden" ihrer Karriere nie finden und dafür sind völlig steril konstruierte und absolut selenlose Songgeschöpfe wie "Haunted By Demons", ein steriles "Masaya" oder das völlig platte "Murder Blood Assassination" perfekte Beispiele.
Bei "Beyond Perpetual Ice" wird neben dem portugiesischen Vorbild noch die schwedische Melodic Death Schule herangezogen. Singende Gitarren und Vocals zeugen von einer Brise Dark Tranquillity, der Refrain kann selbstredend genauso wenig wie das nervige Solo, "Satans Braut" penetriert in deutschsprachigen Texten und symphonischem "Gruftie meets NDH" Soundgewand.
Manch einer wird dazu tanzen. Ich gähne intensiv.
Bei "March Of The Undying" und "Necromancy Divine" und einem erträglichen "When Empires Fall To Dust" wird’s dann kurzzeitig etwas spannender. Über weite Strecke passiert aber auch hier zu wenig, um "Okkult" zu retten.

Wo früher schon immer Brücken zu angesagten Trends gebaut wurden, werfen Alex Krull und Mannen heute neuerlich die Seile zu aktuell gängigeren Sparten harter Musik. Aus diesen bauen sie sich dann ihre neuen Songs, die irgendwie zwischen rauem old school Metal, harschem Death/Black Metal, Gothic, NDH und natürlich auch symphonischen Bombast liegen.
Das Resultat ist ein handwerklich gutes, im Grunde aber völlig durchschnittliches und ohne jeden Höhepunkt daherkommendes Death Metal Geschnetzeltes mit bombastisch orchestraler Note.

Atrocity zeigen sich einmal mehr wie die billige "all you can eat" Currypfanne vom Discountchinesen nebenan. Alles drin, irgendwie nicht schlecht und genießbar, aber eigentlich ohne jeglichen Nährwert und auch ohne echte Qualität!

Trackliste
  1. Pandæmonium
  2. Death By Metal
  3. March Of The Undying
  4. Haunted By Demons
  5. Murder Blood Assassination
  6. Necromancy Divine
  1. Satans Braut
  2. Todesstimmen
  3. Masaya (Boca Del Infierno)
  4. When Empires Fall To Dust
  5. Beyond Perpetual Ice
  6. La Voisine
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