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Cover  
Midnight Sin - Sex First (CD)
Label: Bakerteam Records
VÖ: 14.10.2014
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Art: Review
Maggo
Maggo
(323 Reviews)
6.0
Nach der Lektüre diverser Internet-"Fach"-Magazine hat es doch beinahe den Anschein, als hätte der Hollywood-Korrespondent mit "Sex First" der italienischen Sleazer von Midnight Sin ein Cockrock-Juwel der Sonderklasse im reichhaltigen Promo-Fundus einfach so übersehen. Die Damen und Herren Kollegen/-innen der schreibenden Zunft überschlagen sich geradezu vor Begeisterung und sogar von "Masterpiece" ist hier mancherorts die Rede. Na ja... leihen wir dem dreckigen Silberling vom Apennin dann doch mal ein Ohr und bilden uns eine eigene Meinung...

... Halleluja!!!

Als Sleaze-Fan der allerersten Stunde weigere ich mich entschieden, diesen ungerechtfertigten Lobeshymnen zuzustimmen. Zugegeben, "Sex First" ist ein flottes, niedliches, sogar ganz nettes Party-Album geworden - ABER MEHR AUCH SCHON DEFINITIV NICHT!!! Und um einen Fremdvergleich ins menschliche Sozialverhalten zu strapazieren - die "Netten" haben am Ende des Abends meistens das eigene Geschlechtsorgan SELBST in der Hand. Cool ist definitiv was anderes, sowohl zwischenmenschlich als auch musikalisch...

Wirkliche Genre-Meisterwerke - sei es beispielsweise "Appetite For Destruction" von Guns N'Roses aus der Blütezeit Numero Uno in den 80ies oder "Hardcore Superstar" von Hardcore Superstar aus der Sleaze-Ära 2.0 Mitte der letzten Dekade - rotzen ohne jeden minimalen Zweifel in einer ganz anderen Liga. Gegen diese Gewitter der Räudigkeit aus den Wetterküchen des Sunset Strip und Schwedens hat "Sex First" leider nur die Volt-Zahl einer Knopfzelle. Das Songwriting tanzt über weite Strecken mit der 6 Punkte-Marke Limbo. Das eine oder andere Gitarrensolo - speziell im ansonsten astreinen Track "Feed Me With Lies" hat Kindergartenniveau. Die Gitarren-Fills am Ende von "No Matter" bringt sogar die Thekla sauber auf die Festplatte. Generell ist das Riffing nicht wirklich als anspruchsvoll zu bewerten, obwohl die zwei Herren an den Äxten dann schon passagenweise beweisen, dass sie ihr Handwerk verstehen, wenn sie denn nur wollen.

Wie bereits angedeutet, ein Totalausfall ist Midnight Sin mit diesem Album ganz sicher nicht anzulasten. Klar gibt es zarte Ansätze zur Überdurchschnittlichkeit ("Feed Me With Lies", "No Matter", "2 Words"). Auch positiv zu erwähnen ist das fast akzentfreie Englisch von Sänger Albert Fish, was bei italienischen Bands nicht selbstverständlich ist. Zudem sei wohlwollend vermerkt, dass sich der Enthusiasmus der 5 Italo-Bengelz im Studio zu 100% digitalisieren hat lassen. Daumen hoch dafür. Aber am Ende des Tages ist die Truppe leider noch meilenweit davon entfernt, mit internationalen Größen mithalten zu können oder gar eine Spur Eigenständigkeit zu besitzen.

Trackliste
  1. Snake Eyes
  2. Midnight Revolution
  3. Feed Me With Lies
  4. No Matter
  5. Till It's All Gone Away
  1. You Piss Me Off
  2. Rise & Yell
  3. Code 69
  4. 2 Words
  5. Sweet Pain
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