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Cover  
Sirenia - The Seventh Life Path (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 08.05.2015
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
8.0
Wenn die Frühlingstage in angenehmer Temperatur Überhand nehmen und einem die Sommergefühle hochkommen, ist nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt für ein neues Sirenia Album. Unverständlich, warum Kreativkopf und Mastermind Morten Veland gerade im Mai sein neues Düsterwerk auf die Gemeinde loslässt. Ein Fehler, den andere auch schon gemacht haben. Aber egal, das Tiroler Frühsommerwetter ist schlussendlich eh grau und kalt genug, um objektiv an "The Sevent Life Path" ranzugehen.

Bombastisch, düster und mit sakralen Chören beginnt "Seti" und sofort ist sie greifbar, die unverkennbare Atmosphäre, die Veland zu kreieren vermag, wie wenige andere. Das ist erhaben und wuchtig. Das ist der perfekte Sundtrack für opulente Filmkulissen, gleichzeitig aber auch immer noch mit das Beste und dunkelste, das das symphonisch, bombastische Gothic Metal zu bieten hat. Die Gitarren treiben mit einem massiven Grove, die weilblichen Engelsgesänge sind leichtfüßig und melodisch, die harschen Growls des Meisters dunkel und furchteinflößend und mit all den wuchtigen Chören unvergleichlich und erhaben. Ein toller, unkommerzieller und amtlich harter Opener. Keineswegs auf "Nummer Sicher" gehen dann auch das starke "Serpent", ein verschachtelt durchdachtes "Insania" oder das ausladende "Sons Of The North". Bei "Once My Light" oder "Earendel" wird's zwar kurzerhand auch mal "catchy-groovy", wer solche Songs jedoch in solcher Klasse erschaffen kann und dennoch nicht darauf vergisst amtlich heavy und düster zu tönen, der darf sich gern einige Lorbeeren der "musikalisch kundigen" Teile der Within Temptation / Nightwish Gemeinde abstauben und gleichzeitig den "dunklen" Platz neben diesen beiden Überbands für sich beanspruchen. Das mittlerweile siebte Sirenia-Album endet dann ebenso wunderschön und engelshaft, wie es begonnen hat. Betörende Gesänge auf behutsamer Melodie wecken Wehmut und Melancholie. "Tragedienne" ist ein herrlicher Abschluss eines beinahe rundum gelungenen Albums, das vor Gefühl, Emotion und Atmosphäre gleichermaßen strotzt und keinen Sirenia- oder Tristania Fan enttäuschen wird!

Was Morten Veland mit den ersten beiden Tristania Meisterwerken geschaffen hat, bleibt im spät 90er Jahre Gothic Metal Sektor natürlich weiterhin übergroß und unerreicht. Ganz dunkel und depressiv schön wie die ersten Sirenia kann "The SeventhLife Path" auch kaum sein. Dennoch ist es ein verdammt gutes Album eines Genres, in dem eigentlich nur mehr sehr wenig Handfestes erscheint und in dem eine Persönlichkeit wie Veland schlussendlich fester denn je ganz weit oben am Thron der Schaffenden sitzen sollte.
Wer eine dunkle, düstere und harte Alternative zu Nightwish und Within Temptation sucht, der ist mit Sirenia einmal mehr bestens bedient!

Trackliste
  1. Seti
  2. Serpent
  3. Once My Light
  4. Elixir
  5. Sons Of The North
  6. Earendel
  1. Concealed Disdain
  2. Insania
  3. Contemptuous Quitus
  4. The Silver Eye
  5. Tragedienne
  6. Tragica (Tragedienne Spanish Version - Bonus Track)
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