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5650 Reviews
456 Classic Reviews
274 Unsigned Reviews
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Cover  
The Black Dahlia Murder - Nightbringers (CD)
Label: Metal Blade Records
VÖ: 06.10.2017
Homepage | MySpace
Art: Review
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Werner
Werner
(970 Reviews)
6.0
Klar ist: The Black Dahlia Murder haben seit Anbeginn den Dreh gut raus, Leute aus dem Thrash, Deathcore (mehr) und Black Metal Metier (weniger) an sich zu reißen. Der konstante Erfolg gibt den durchgeknallten Jungs zweifelsohne Recht. Dass sich bei dem lange etablierten Stilmix irgendwann mal das selbst letzte Bonbon abgelutscht hat, braucht nicht zu verwundern, weil prekäre Veränderungen gab bzw. gibt es so gut wie keine. Spielerisch ist das Kollektiv um Gitarrist Eschbach seit Demozeiten ein gut geölter Turbolader, kompositorisch ist die Luft inzwischen allerdings äußerst dünn.

Der achte Dreher wartet mit einer gewohnt wuchtigen Produktion auf, was ebenso sämtliche Härteparameter betrifft, doch die Tatsache, dass "Nightbringers" wie ein D-Zug lediglich an einem vorbeirauscht, ist unumstößlich. Man misst die markanten Hooks und das schon mal besser inszenierte Wechselspiel aus Slowmotion und durch gedrücktem Gaspedal, was wenigstens im Titeltrack (meiner Meinung nach das beste Lied) recht deutlich zum Vorschein kommt. Ansonsten ist es auf "Nightbringers" schwierig, Duftmarken, geschweige Heldentaten hervor zu streichen. Alles ballert vertraut, doch gleichzeitig austauschbar in die Peripherie. Da ist es auch schon egal, dass die Scheibe samt Intro ein bisschen über dreißig Minuten Laufzeit auf die Waagschale befördert.

Ähnliche Situation wie bei den Dänen von Illdisposed. Man ist endgültig in der Sackgasse angekommen und dreht sich lediglich um die eigene Achse. The Black Dahlia Murder werden deshalb gewiss nicht so schnell untergehen, aber für die Zukunft würde ich mehr Risikobereitschaft wünschen – in welcher Form auch immer.



Trackliste
  1. Widowmaker
  2. Of God and Serpent, of Spectre and Snake
  3. Matriarch
  4. Nightbringers
  5. Jars
  1. Kings of the Nightworld
  2. Catacomb Hecatomb
  3. As Good as Dead
  4. The Lonely Deceased
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