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Cover  
Lyras Legacy - Prisoner (CD)
Label: Roll The Bones Records
VÖ: 18.01.2018
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Art: Review
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Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(113 Reviews)
8.0
"Roll The Bones" ist neuerdings nicht nur für Rush-Fans ein wohlklingendes Motto, sondern steht seit 2015 auch für ein junges Label, das bereits durch feine Veröffentlichungen von z.B. Ra`s Dawn und Greydon Fields auf sich aufmerksam machen konnte. Dabei wird offensichtlich auch größter Wert auf eine ansprechende Optik gelegt, denn der neueste Release von RTB kommt wie seine Vorgänger mit einem künstlerisch wertvollen Coverartwork und einer tollen Aufmachung daher. Die Rede ist vom Debütalbum der deutschen Power Metaller Lyra's Legacy. Da dieses Genre mittlerweile durch Kitschcombos wie Sabaton und Battle Beast in Verruf geraten ist, sollte gleich klargestellt werden, dass wir es hier keinesfalls mit solcherlei Schlagermusik zu tun haben.

Vielmehr bewegen sich die Bochumer im Dunstkreis von Evergrey und Tad Morose, indem sie ihrem Keyboard orientierten Sound einen leicht progressiven Touch verleihen. Um einen solchen Stil unfallfrei umzusetzen, bedarf es kompetenter Musiker und vor allem eines fähigen Sängers. Beides bringen Lyra's Legacy mit und dazu schreiben sie auch noch richtig gute Songs. Diese wissen vor allem durch raffinierte Strukturen zu gefallen, welche stets nachvollziehbar bleiben und mit Hooks ausgestattet sind, die sich unweigerlich in deinem Hirn festsetzen oder wahlweise dein Herz berühren, so wie die wunderschöne Ballade 'Since You Left Me' mit ihren lieblichen Flötenklängen. Nun soll allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass auf "PrisOner" ausschließlich Süßholz geraspelt wird. Vielmehr geht es gerade im Gitarrenbereich gerne mal härter zur Sache und auch in die teilweise sozialkritischen Texte scheint eine Menge Gehirnschmalz geflossen zu sein. Die druckvolle Produktion wurde dem Album im namhaften Basement-Studio verabreicht, wo schon Vanden Plas und Mob Rules aufgenommen haben, in deren Schnittmenge Lyra's Legacy durchaus hineinpassen. Als weitere Referenz können Vanish herangezogen werden, die zuletzt mit ihrem zweiten Album zu begeistern wussten. Da dieses Album in seiner Gänze überzeugt, fällt es nicht leicht Anspieltipps zu geben, aber wer mal reinhören mag, sollte 'Utopia' und 'Misguided' unbedingt anchecken.

Trackliste
  1. The Arrival
  2. Reign Of Greed
  3. Utopia
  4. Hero Of The Night
  5. Prisoner
  6. Since You Left Me
  1. Dust In The Wind
  2. Mirror Of My Life
  3. The Unknown Gate
  4. Misguided
  5. Breath Of A Winter Night
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