HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumKontakt
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Against Evil
All Hail the King

Review
Primal Fear
Apocalypse

Review
LECHERY
We All Born Evil

Review
Doro
Forever Warriors - Forever United

Live
28.07.2018
Kissin' Dynamite
Waldfestplatz Rengsdorf, Rengsdorf
Upcoming Live
Wien 
Berlin 
Bremen 
Hamburg 
München 
Statistics
5767 Reviews
456 Classic Reviews
275 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Leviathan - Can't be Seen by Looking: Blurring the Lines, Clouding the Truth (CD)
Label: Eigenproduktion
VÖ: 2018
MySpace | Facebook
Art: Review
Alex Fähnrich
Alex Fähnrich
(119 Reviews)
9.0
Oops, he did it again! John Lutzow verwaltet weiterhin unermütlich das Erbe von Leviathan und fügt diesem mit "Can`t Be Seen By Looking: Blurring The Lines, Clouding The Truth" ein weiteres Kapitel hinzu. Der sperrige Titel ist - wie schon bei den Vorgängern "Beholden To Nothing, Braver Since Then" und "At Long Last, Progress Stopped To Follow" - Programm. Man muss sich diesem Werk schon intensiv hingeben, um es auch nur annähernd zu durchdringen und nachzuvollziehen. Noch stärker als zuvor baut Lutzow immer wieder Sprachsamples und Effekte ein, was es zuweilen ein wenig erschwert, dem roten Faden zu folgen. Schon der erste Song 'Life Beyond Meaning' ist ein gutes Beispiel, denn wenn man nicht auf die Anzeige des CD-Players schaut, könnte man denken, es mit mehreren Tracks zu tun zu haben. Dies ist allerdings erst beim vierten Stück 'The Struggle To Be Seen As A Human' der Fall, das aus drei Teilen besteht, die fließend ineinander übergehen. Neben John prägnantem Gitarrenspiel sind es vor allem der neue Sänger Raphael Gazal und Götterdrummer Mark Zonder (ex-Warlord, ex-Fates Warning), die dem Album ihren Stempel aufdrücken. Über Letzteren muss man wohl keine großen Worte mehr verlieren. Sein Engagement war sicher nicht billig und die Investition hat sich bezahlt gemacht, was "Can`t Be Seen By Looking..." natürlich trotzdem nicht zu einem zweiten "The Cannons Of Destruction Have Begun" oder "Perfect Symmetry" macht.

Gazal unterscheidet sich stimmlich gar nicht so sehr von Jeff Ward, der die vorherigen Alben, inklusive der Meisterwerke "Scoring The Chapters" und "Riddles, Questions, Poetry And Outrage", eingesungen hat und ist somit ein Glücksfall für Leviathan. Den Bass zupft übrigens immer noch Derek Blake, der sich als Einziger erfolgreich am kräftig rotierenden Personalkarussell festgeklammert hat. Neben der musikalischen Seite ist dieses Epos allerdings vor allem als politisches Statement zu verstehen.

Angefangen beim abermals herausragenden Cover-Artwork von Martin Schröder, über die vielen politischen Zitate bis hin zu den systemkritischen Lyrics ist "Can`t Be Seen By Looking..." ein Schlag in die hässliche Fresse von Donald Trump. Schon in der ersten Strophe des Openers heißt es "Lie, cheat and steal, be president tomorrow" und das letzte Zitat des 13-minütigen Abschlusstracks "Lies Are The New Normal (No Lesser Of Evil)" lautet: "A tyrant is unfit to be the ruler of a free people". Es tut gut, zu wissen, dass man als Europäer mit seiner Meinung über den Vollpfosten im Weißen Haus nicht allein dasteht und dass es auch in der US-Bevölkerung genügend vernünftige Menschen gibt, die hoffentlich bald für eine Abwahl von Trump sorgen, bevor er es noch schafft uns alle ins Verderben zu Twittern. Wer Leviathan dabei unterstützen möchte, diese wichtige Botschaft zu verbreiten, wende sich bitte an den Kontakt der Band in Deutschland und bestelle dort diese tolle CD: heimartin@gmx.net.

Trackliste
  1. Life Beyond Meaning
  2. Mercy Kill Liberty
  3. Properly Channeled Rage
  1. The Struggle to be Seen as Human:
  2. Turning Lost Boys Into Found Men
  3. Lies are the New Normal (No Lesser of Evil)
Mehr von Leviathan
Against Evil - All Hail the KingPrimal Fear - ApocalypseLECHERY - We All Born EvilDoro - Forever Warriors - Forever UnitedKissin' Dynamite - EcstasyMass - When 2 World's CollideTad Morose - Chapter XKeel - The Final FrontierThe Night Flight Orchestra - Sometimes the World Aint Enough Angelus Apatrida - Cabaret de la Guillotine
© DarkScene Metal Magazin