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Cover  
Susperia - The Lyricist (CD)
Label: Agonia Records
VÖ: 23.03.2018
Homepage | Facebook
Art: Review
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Werner
Werner
(1000 Reviews)
7.5
Nach sieben Jahren Studio Funkstille kosten es die Norweger wieder so richtig aus. Obwohl ich mich nie ernsthaft mit dem alten Susperia Stoff auseinander gesetzt habe, waren sie für mich eine interessante Aktie, die was Eigenbrötlerisches atmet. Zunächst als Black-Thrash Truppe aus dem Dunstkreis von Dimmu Borgir startend, zeichnete sich eine Metamorphose dahin gehend aus, als dass der Kern namens Thrash mehr und mehr einen Zeit-gemäßeren Anstrich erhalten sollte.

Mit der Verpflichtung von Neu-Shouter Bernt Fjellestad stand sicher die markanteste Veränderung bei Susperia ins Haus, eine, die einigen Alteingesessenen wegen des hohen Standings von Langzeitsänger Athera, der vor drei Jahren ausstieg, vielleicht nicht 100% passen wird – doch, wie zuvor erwähnt: meine Wenigkeit geht dafür „unbescholten“ an die Sache heran. Auch dieser Mann, der noch nebenbei bei Guardians Of Time trällert, beherrscht sein Fach von hellen Screams bis zu derben Shouts, was auch die mittleren Gesangslinien praktisch mit einschließt. Black Metal ist 2018 nur mehr eine Randerscheinung, und wenn, nur mehr in Form gelegentlicher Blasbeats; wohl aber wird sonst mächtig auf die Tube gedrückt, wobei ich hier von Ufta-Ufta-Ufta, also – Thrash – spreche. Dass das Ganze nie zu plakativ oder gar zu monoton rüber kommt, dafür sorgen etliche Breaks und gelungene Rhythmuswechsel, die den Fluss eher fördern, als stören. Differenzierter als das restliche Material zeigt sich das düster-rockige "My Darkest Moment", bei dem das Tempo von Anfang bis Ende gedrosselt bleibt. Und auch bei "Void" gelingt es den Jungs vorzüglich, ohne Highspeed eine Atmosphäre zu schaffen, die zu beeindrucken weiß.

Alles in Allem ein gelungenes, weitläufig spannendes und vor allem erfrischendes Comeback mit Tonnen an (Bay Area) Stakkato Riffs, durchwegs verspielten Beats und äußerst variablen Vocals. Obschon der sechste Susperia Wurf kein Jahrhundertwerk markiert, könnten Fans von Testament, Old Man’s Child, Witchery und Dragon Lord via "The Lyricist" fündig werden, um ihren eigenen Sound-Tempel würdevoll zu erweitern.

Trackliste
  1. I Entered
  2. Heretic
  3. The Lyricist
  4. My Darkest Moment
  5. Day I Died
  1. Void
  2. Feed The Fire
  3. Whore Of Man
  4. Come Alive
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