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Cover  
Dust Bolt - Violent Demolition (CD)
Label: Napalm Records
VÖ: 27.07.2012
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
7.0
Die Bayern von Dust Bolt zeigen uns von Beginn an, wo ihre Wurzeln begraben sind. Nicht nur das old schoolige Bay Area 80er Jahre style Artwork von Municipal Waste Haus und Hof Grafiker Andrei Bouzikov, sondern in erster Linie der Sound der Süddeutschen macht offenkundig, dass im Proberaum von Dust Bolt übergroße Poster von Bands wie Slayer, Exodus, Death Angel und Testament hängen, und natürlich auch Starschnitt heimischer Idole wie Kreator oder Destruction an den Wänden prangern. Alles nix Neues im Jahre 2012 und dennoch ist es, trotz einer gewissen Retro-Thrash-Überdosierung dieser Tage, immer wieder erfreulich, wenn junge Bands die Roots des Genres ehren und dabei helfen es weiter mit zu beleben. "Violent Demolition" ist eines von vielen gelungenen Thrash Metal Debütalben unserer Zeit. Wie viele andere seiner Art keineswegs unverzichtbar oder überdimensional gut, aber von Vorn bis Hinten unterhaltsam, ehrlich und erfrischend. Das Quartett aus dem Bundesland der anbetungswürdigen Bierkultur hat alles, was es braucht um die Thrash Gemeinde zu beglücken. Dreckig energiegeladene Riffs, treibende Rhythmen, abschädeltaugliche Gnackwatschmomente, verspielte Soli und nicht zuletzt einen Sänger mit dreckiger Stimme. Das Songwriting von "Violent Demolition" ist so abwechslungsreich, wie es das enge Korsett zulässt, findet in "Opulence Contaminated", "Shattered By Reality", "Pleasure On Illusion", dem melodischen " March Thru Pain" oder "Toxic Attack" aber dennoch genügend Höhepunkte, um die "üblich Verdächtigen" (wie z.B. unsere nimmersatte Thrash-Mosh-Machine) blindlings zum Händler des Vertrauens pilgern zu lassen, um sich die x-te Retro Thrash Scheibe der letzen Monate einzuverleiben.

Viel falsch kann man dabei nicht machen, zumal Dust Bolt authentisch und ehrlich rüberkommen, astrein Arsch treten und trotz einiger ausbaufähiger Details richtig Laune machen. Zudem macht die ein oder andere dezent moderne Zutate, und ein Gastauftritt von Sepultura Frontsau Derrick Green "Violent Demolition" auch für jene interessant, die nicht tagtäglich Stretchjeans und Kutte tragen, und die ihre Thrash Konzerte auch gern mal mit coolen Bermuda Shorts und lockeren Turnpatschn besuchen…

Trackliste
  1. Opulence Contaminated
  2. Violent Abolition
  3. March Thru Pain
  4. Shattered By Reality
  5. Toxic Attack
  1. Into Madness
  2. Oblivion
  3. Pleasure On Illusion
  4. Deviance
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