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Cover  
Orchid - The Zodiac Sessions (CD)
Label: Nuclear Blast
VÖ: 15.11.2013
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Art: Review
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Anderson
Anderson
(26 Reviews)
Keine Wertung
Orchid’s zweites full-length Album "The Mouths Of Madness" (veröffentlicht im Frühjahr 2013) katapultierte die Doom/Vintage-Rocker aus San Francisco verdientermaßen an die Spitze dieses gehypten Genres. Sämtliche Magazine feierten die Band zu Recht ab, die ein- oder anderen Charteinstige konnten verbucht werden und die Fanschar stieg seitdem rasant an. Es folgten umjubelte Auftritte (ua. auf dem Rock Hard Festival) sowie eine beinahe überall ausverkaufte Tour mit den Kollegen von Free Fall.

"Das Eisen muss man schmieden solange es heiß ist!" - dachten sich wohl die Damen und Herren bei Nuclear Blast und legen jetzt veröffentlichungstechnisch nach: "The Zodiac Sessions" besteht aus der legendären ersten EP "Through The Devil's Doorway" und dem Debütalbum "Capricorn" - beide komplett remastered, mit neuem Artwork und edler Aufmachung. Beiden Releases wurde damals nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die sich die beiden Scheiben seinerzeit verdient hätten, weshalb die Songs nun mittels "The Zodiac Sessions" den Weg in die Herzen der (neu gewonnenen) Fans finden sollen.

Und tatsächlich stehen die Songs jenen vom Erfolgsalbum "The Mouths Of Madness" in nichts nach. Der verspielte Opener "Eyes Behind The Wall" sowie der einstige Titelsong "Capricorn" sind Blaupausen für typische, atmosphärisch aufgeladene Orchid-Nummern, denen Sänger Theo Mindell mit seinem intensiven Gesang den Wiedererkennungswert aufdrückt. Natürlich sind die übermächtigen Black Sabbath auch hier allgegenwärtig und das ein- oder andere Iommi-Gedächtnis-Riff biegt um die Ecke ("Black Funeral", "Down Into The Earth"). Positiv ist aber zu erwähnen, dass Sänger Mindell nicht versucht wie Ozzy zu klingen oder diesen gar zu imitieren. Die angenehm warme, old-schoolige Produktion ist eine weitere Zutat für die eigene, über große Strecken sogar eigenständige Vintage-Rock-Suppe. Orchid schaffen es dadurch aus dem Genre-Einheitsbrei herauszustechen und die Konkurrenz oftmals staunend zurückzulassen.

Was den Release wirklich auffettet, sind die vier Songs der "Through The Devil’s Doorway" EP. Auch wenn diese in ein noch etwas räudigeres Soundkorsett gepresst sind, machen die Frische und Unbekümmertheit den Charme dieser frühen Nummern des San Francisco-Vieres aus. Zu jeder Sekunde spüt man hier bereits das schlummernde Potential.

Das Fazit fällt daher denkbar einfach aus: wer "The Mouths Of Madness" klasse findet und Nachschlag will bzw. mit dem Frühwerk Orchids nicht vertraut ist, begibt sich schnellstens zum Händler seines Vertrauens und greift sich dieses Teil ab – value for money!

Trackliste
  1. Eyes Behind The Wall
  2. Capricorn
  3. Black Funeral
  4. Masters Of It All
  5. Down Into The Earth
  6. He Who Walks Alone
  7. Cosmonaut Of Three
  1. Electric Father
  2. Albatross
  3. Into The Sun
  4. Eastern Woman
  5. Son Of Misery
  6. No One Makes A Sound
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