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Cover  
Demonical - Chaos Manifesto (CD)
Label: Agonia Records
VÖ: 06.04.2018
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Art: Review
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Werner
Werner
(999 Reviews)
8.0
Lieber Herr Nachbar a ka Moshmachine! Nichts gegen deine Vorliebe für Bolt Thrower, aber deine Euphorie für die semioffiziellen Erben Memoriam kann ich selbst unter besten Voraussetzungen nicht nachvollziehen. Denn wenn eine Kapelle wie Demonical der Welt ebenso nichts mehr Neuartiges zeigen kann, weiß sie wenigstens, wie man die Kronjuwelen ordentlich zum Schwitzen bringt bzw. der Genre-Bezeichnung Todesmörtel würdig entgegen tritt.

Der Abkömmling von Centinex weiß zu gut, was neben der nötigen Aggressivität im Weiteren entscheidend ist: nämlich schmerzhafte Widerhaken zu erzeugen. Nicht etwa in Form kopfschwangerer Arrangements, keineswegs, aber genauso wenig mit stumpfen, eintönigen Mitteln a la Six Feet Under. Die Mischung macht’s. Wer stilistisch zwischen den abgedankten Dismember ("Sung To Possess"), alten Entombed ("A Void Most Obscure"), und Vomitory ("Torture Parade") seine wundervoll vernichtenden Schneisen zieht, darf sich auch mal die ein oder andere Amon Amarth ("Towards Greater Gods") Anleihe leisten. Originell oder innovativ ist auf "Chaos Manifesto" genau genommen kein Tönchen, dafür ist der Dreher mit derart viel Pfeffer und Biss ausgestattet, dass es nur so eine Freude ist, jeden einzelnen Beat Richtung Magengrube in Empfang nehmen zu dürfen. Dass Demonical auch ohne Bleifuß-Strategie Songs schreiben können, beweisen sie übrigens auch noch; das mächtig stampfende "Välkommen Undergang", bei dem die dezenten clean-vox wie die Faust auf’s Auge passen, hat absolute Existenzberechtigung.

Geschmäcker sind natürlich verschieden, doch appelliere ich an alle, die qualitativ cool gezockten Schweden Death Metal zu schätzen wissen: bei "Chaos Manifesto" seid ihr sehr gut beraten, sofern der Oldschool-Faktor eine gewichtige Rolle spielt, zudem wird der Hörer vom "Skogsberg-Spirit" zusätzlich in einen Retrorausch entführt ... schon aus Prinzip acht trotzköpfig-subjektive Sternchen.
Also, Signore Bernardo, genau HIER spüt die Musi ;-)!



Trackliste
  1. A Void Most Obscure
  2. Towards Greater Gods
  3. Sung to Possess
  4. Valkommen Undergang
  1. Torture Parade
  2. From Nothing
  3. Unfold Thy Darkness
  4. Death Unfaithful
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© DarkScene Metal Magazin