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Cover  
The Poodles - Devil In The Details (CD)
Label: Gain
VÖ: 27.03.2015
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2880 Reviews)
6.0
In Zeiten der Songcontest-Volksverblödung fallen dem geerdeten Hard Rock Fan nicht nur Lordi, sondern natürlich auch Wig Wam und irgendwie auch The Poodles ein. Wie sehr waren wir doch von den ersten beiden Alben der glamourösen Schweden und ihren superben Liveauftritten begeistert. The Poodles waren ein "der" Hitmaschinen der New Wave Of Scandinavian Hard Rock der Nullerjahre und eine wichtiger Teil der Aufbruchsstimmung und Rückbesinnung dieses Genres auf alte Sunset Strip Legenden.

So schnell der Stern vieler Bands dieser Art auch aufging, so schnell gingen viele von ihnen auch wieder unter. The Poodles gehörten sehr lange zu jenen, die Qualität zu liefern wussten, wenn auch die Qualität nach den Knallern "Metal will stand tall" und "Sweet Trade" kontinuierlich nachgelassen hatte und der Schlager-, Pop- und Klebstofftouch das gute und knackige Songwriting mehr und mehr verdrängte. Jammern auf hohem Niveau? Mag sein und das soll jetzt natürlich keineswegs heißen, dass "Devil In The Details" ein schlechtes Melodic (Hard) Rock Album ist, von dessen Kauf ich abraten will. Keineswegs. Den mahnenden Zeigefinger sollte man aber dennoch heben und kaufen würde ich die Scheibe natürlich auch nicht. Auch die neue Poodles zeigt natürlich, dass die Mannen um Vollprofi Jacob Samuel wissen wie der Pudel läuft. Das ist weitgehend klasse, das hat viele notwendige Attribute, um die nimmersatte Gemeinde zu füttern. Angefangen vom Ohrwurm "Live Before I Die" mit seinen Soundtrackakzenten, den poppigen "House Of Cards" und "Everything" oder dem knackigen "Life Without You" haben die Schweden einige durchaus brauchbare Songs für anstehende Live-Party im Gepäck.

Wo liegt dann eigentlich das Problem, mag manch einer denken? Vorhersehbarkeit, altbekannte Strukturen, die man alle schon besser gehört hat, poppiges Schema-F Songwriting und das Fehlen des großen Moments sind der Haken an "Devil In The Details", einem top-professionellen Melodic Rock (Hit) Album, das vom Songwriting bis zur Produktion offensichtlich perfekt, aber mir persönlich wohl eben eine Spur zu "perfekt", zu abgebrüht, zu leblos und zu überlegt scheint. Dass The Poodles mitunter manchmal auch eine Spur zu weichgespült ("The Greatest", "Stop") und durchaus arg künstlich klingen ("Way The Hell Baby", "Alive"), ist ein anderes Thema, aber so soll gute Kaufhausmusik schlussendlich wohl klingen.

Abschließend darf ich noch kurz einen Satz unseres Maggo recyclen, der das "Poodles-Dilemma" gut auf den Punkt bringt: The Poodles stehen immer noch für Melodic Rock hoher Güte, aber an die Hitqualitäten, die ohrwurmtechnische Dominanz und die anhaltende Unwiderstehlichkeit der ersten zwei Scheiben der Bandgeschichte, kann leider auch "Devil In The Details" nicht anstinken. So ist es, "Devil In The Details" ist nicht mehr, als ein Album für den "gemeinen Möchtegern-Landeirocker", der sein Heil immer noch zwischen Red-Bull-Schildkappe, AC/DC-Tattoo, jüngeren Gotthard CD's und neuen Bon Jovi mp3-Dateien sucht, gar nicht weiß was er tut und dabei wirklich glaubt, rocken zu dürfen.
Wo wir dann schlussendlich auch wieder beim Songcontest wären, oder?

Gut, dass es die neue Europe gibt...

Trackliste
  1. Before I Die
  2. House Of Cards
  3. The Greatest
  4. Crack In The Wall
  5. (What The Hell) Baby
  6. Everything
  1. Stop
  2. Need To Believe
  3. Alive
  4. Life Without You
  5. Creator And Breaker
  6. Borderline
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