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5876 Reviews
457 Classic Reviews
277 Unsigned Reviews
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Cover  
Stryper - Goddamn Evil (CD)
Label: Frontiers Records
VÖ: 20.04.2018
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Art: Review
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DarksceneTom
DarksceneTom
(2863 Reviews)
7.5
Die Welt ist einfach nicht mehr normal, aber der Herr wird schon wissen was er vorhat. Warum Stryper auf ihre alten Tage einen kompletten Schwachsinnssong wie "Take It To The Cross" aufnehmen, der so klingt, als würden die Bibeljünger mit einer thrashigen Adrenalindosis aus Manowar und System Of A Down durch den Beichtstuhl rennen, kann nur Gott wissen. Warum dieser Midlife-Crisis-Anflug dann auch noch gleich am Beginn von "Goddamn EVil" steht, kann auch wohl nur der große Meister beantworten. Abgesehen von dieser kapitalen Sünde machen Michael und Robert Sweet und ihre Diakone in Folge dann aber gottlob nicht mehr viele Fehler. Songs wie "Sorry" oder "Lost", ein starker US-Melodic Metal Song wie "The Valley" (Fans von Rob Rock bis Fifth Angel können hier gern mal hinhören) oder der glamige, richtig stadiontaugliche Titeltrack sind zeitgemäß produzierte, völlig ungefährliche, aber durchaus gute Stryper-Melodic Rock Hostien, die nicht wehtun, aber vor Allem durch ihre angenehm unverstaubte 80er Jahre Note durchaus fein runtergehen. Bis auf wenige Ausnahmen lassen Stryper diemsal ziemlich viel sündiges Hitpotential aus der Kanzel. "Can't Live Without Your Love" ist eine Ballade, die alte und junge Fans gleichermaßen bezirzen wird, "Sea Of Thieves" oder "Own Up" lassen den Hair Metal Teufel mit dem Dreizack winken und auch "Beautiful" hat das Zeug zum Ohrwurm.

Der ganz große Hit ist vielleicht wieder nicht dabei und die Stimme von Michael Sweet ist auch immer noch nicht jedermanns Sache. Weil sich aber mehrere Millionen Käufer in den 80er Jahren wirklich nicht getäuscht haben können und weil "Goddamn Evil" mit verdammt viel 80er Flair und weitgehend starken Songs aufwartet, kann man Stryper wohl zu einem ihrer besten Alben seit 1988 gratulieren. Und weil "In God We Trust" und "To Hell With The Devil" noch heute zwei richtig coole Scheiben sind, gibt der Nostalgiker der neuen Stryper dann auch noch mal einen halben Bonuspunkt mit auf die Himmelsfahrt...



Trackliste
  1. Take It To The Cross
  2. Sorry
  3. Lost
  4. God Damn Evil
  5. You Don't Even Know
  6. The Valley
  1. Sea Of Thieves
  2. Beautiful
  3. Can't Live Without Your Love
  4. Own Up
  5. The Devil Doesn't Live Here
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