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Orden Ogan - Auf der Überholspur im Power Metal Universum
Orden Ogan - Auf der Überholspur im Power Metal Universum  
Sänger/Gitarrist Sebastian "Seeb" Levermann stand uns kurz nach der erfolgreichen Tour mit Hammerfall Rede und Antwort. Lest selbst, was der Bandboss der Sauerländer Power Metaller über Erreichtes, kleine Mißverständnisse, Vergangenes und Gegenwärtiges zu erzählen hat ...
Werner
Werner
(52 Interviews)
DarkScene: Hi Seeb! Ihr ward kürzlich auf Tour mit Hammerfall und Serious Black. Wie lief es für euch? Wie waren die Publikumsreaktionen während und nach den Gigs, auch in Bezug der brandneuen Songs von "Ravenhead" (Review)?

Seeb: Die Tour lief fantastisch, viele Shows waren komplett oder fast ausverkauft. Ich denke das war ein sehr gutes Package. Wir haben zwar viele neue Fans hinzugewonnen, aber auch vor vielen Orden Ogan Fans gespielt. "F.E.V.E.R" und "Ravenhead" kamen super an und werden sich wohl in unserer Setlist etablieren. "Deaf among the blind" zu spielen war ein Experiment, dessen Resultat uns alle überrascht hat - auf Platte zwar eher ein "Grower", aber live zündet der Song sofort.

DarkScene: Überhaupt möchte ich hier gleich los werden, dass ihr mit "Ravenhead" erneut einen Volltreffer gelandet habt, bei dem ihr eurer Linie zwar treu geblieben seid, gleichzeitig aber kleine Facetten hinzu gefügt habt. Wo siehst Du als Hauptsongwriter/Produzent die wichtigsten Unterschiede zwischen "Ravenhead" und dem Vorgänger "To The End"?

Seeb: Danke erstmal. Wir haben uns mit "To The End" schon etwas von den sehr komplexen und progressive Songstrukturen, die noch auf "Easton Hope" vorherrschten, wegbewegt und versucht allen unnötigen Ballast abzuwerfen. Diesen Weg sind wir mit "Ravenhead" konsequent weitergegangen. Beim Songwriting haben wir diesmal mit den Refrains angefangen und dann das restliche Material drumherum komponiert. Deswegen ist dieses Album vermutlich auch das stärkste, was die Refrains angeht.



DarkScene: Also, meine beiden Favoriten lauten "A Reason To Give" und "Deaf Among The Blind", weil sie euren Stil vielleicht am meisten repräsentieren. Was sind deine Lieblingsnummern?

Seeb: Ich bin mit allen Songs auf dem Album absolut glücklich.

DarkScene: Du hast, wenn man so will, alle Fäden bei Orden Ogan in der Hand: Songwriting, Gesang, Gitarre, Produktion, und weiß Gott, was noch – sind all diese verschiedenen Bereiche zu kombinieren schon Routine für Dich oder wurde da dein Nervenkostüm schon des Öfteren an den Rand des Wahnsinns gebracht?

Seeb: Beides, haha. Ohne mich funktioniert hier leider in der Tat gar nichts, das ist zwar durchaus okay aber in richtig stressigen Phasen kann es einem schon mal über den Kopf wachsen, wenn du eigentlich noch dabei bist Vocaltakes aufzunehmen und gleichzeitig die Leute anklingeln, weil sie Freigaben für Fotos brauchen, die du noch durchsehen musst oder am Konzept für den Videoclip was nicht stimmt und improvisiert werden muss.

DarkScene: Ihr werdet ja des Öfteren mit Running Wild in Verbindung gebracht, was ja nicht zu Letzt an einigen paar Akkorden, doch wohl am meisten am Song "We Are The Pirates" liegt. Ist dieser Song inzwischen der unumstrittene Orden Ogan „Signature Song“?

Seeb: Diese ganzen Kommentare zu Running Wild und Blind Guardian gehen eigentlich nur auf je einen Rock Hard und einen Metal Hammer Kommentar zurück. In den beiden Magazinen wurden wir im gleichen Monat (zu Easton Hope Zeiten) als "Blind Guardian"-Nachfolger und "Neue Running Wild" bezeichnet. Um zu zeigen wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann (da Blind Guardian ja nicht grade wie Running Wild klingen) hat unser Label diesen Vergleich in einen Satz in der damaligen Band-Bio verpackt. "We Are Pirates" ist ein Song, den wir und auch unsere Fans gleichermaßen gern spielen bzw. hören. Das war damals als Hommage an Running Wild zu deren Auflösung gedacht und ist ob seiner Beliebtheit mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkender Song in unserer Setlist.

DarkScene: Was war eurer bisheriges Karriere-Highlight und was euer bisheriger am meisten prägender Tiefschlag?

Seeb: Highlights gabs viele, vor allem Shows - Wacken 2010 oder ProgPower USA 2014. Von dramatischten Tiefschlägen sind wir glücklicherweise bisher verschont geblieben.

DarkScene: Was waren eure lustigsten Tour bzw. Festivalerlebnisse? Mit welchen Kapellen und Musikern habt ihr euch besonders gut verstanden?

Seeb: Da gibts wirklich zu viele nette Leute um einzelne herauszupicken. Das wäre unfair.



DarkScene: Könntest Du Dir vorstellen, einmal ein reinrassiges Medieval/Folkalbum a la Blackmores Night aufzunehmen oder ein Metal meets Classic Konzept zu erstellen, wie z.B. die Rage mit "Lingua Mortis" es taten?

Seeb: Ja, aber konkrete Pläne dazu gibt es momentan nicht.

DarkScene: Zurück zu den Wurzeln. Gegründet habt ihr euch als Tanzende Aingewaide 1996, ehe kurz darauf der Name auf "Orden Ogan" gewechselt wurde. Was steckt genauer hinter diesem Namen?

Seeb: Das stimmt leider nicht. Im www ist viel Blödsinn zu finden. Wir zählen die History von Orden Ogan ab 2008, als das "Vale" Album veröffentlicht wurde. Da haben auch andere Leute angefangen für die Band zu arbeiten und wir haben den Namen Orden Ogan als Hommage an unsere Schülerband-Tage (ab 1996) bewusst noch einmal gewählt. ORDEN ist das deutsche Wort für eine religiöse Gemeinschaft und OGAN alt-keltisch für "Angst".

DarkScene: Charakterisiere kurz und bündig eure bisherigen Releases:

Seeb: "Vale". 2008 - unser Debut-Album, dass alle Trademarks aufzeigt, die auch heute noch den Orden Ogan sound charakterisieren - Doublebass-Riffs, moderne Riff-Breakdowns, cleaner Gesang, Chöre, orchestrale Bombast Arrangements, Folk- und Gothik-Elemente. Und direkt mit Andreas-Marschall-Cover

"Easton Hope": Songwriting-technisch unser ausuferndstes Werk und z.T ein Prog-Monster, nicht grade leicht zu verdauende oder leicht zugängliche Kost. Beinhaltet mit "We Are Pirates" allerdings den ersten "großen" Orden Ogan Hit, der auch gleich mal im RTL-Trailer der Formel 1 Übertragung 11 Millionen Zuschauern präsentiert wurde. Das erste Album, dass ich nicht nur produziert und aufgenommen, sondern auch selbst gemischt habe

"To The End": schneller, härter, lauter, direkt auf den Punkt, Platz 41 der deutschen Album charts und enthält mit "The Things we believe in" den bisher erfolgreichsten Orden Ogan Song (u.a. 1,5 Millionen Clicks auf YouTube)

"Ravenhead": Platz 16 deutsche Albumcharts für 3 Wochen, Platz 56 in der Schweiz, härtestes und düsterstes, aber auch eingängigstes Album bisher.

DarkScene: Orden Ogan haben sich inzwischen einen respektablen Status in Europa geschaffen. Hättet ihr vor ca. zwanzig Jahren mit so etwas gerechnet? Welche mittel- und langfristigen Ziele hat sich die Band gesetzt?

Seeb: Mit 13? Da hab ich nichtmals Gitarre gespielt, haha... Nein, wir haben immer nur gemacht, was wir gern tun und tun wollten - Musik machen. Tatsächlich denken wir über Dinge wie "Erfolg" nicht besonders viel nach. Das größte Ziel ist erreicht - ich kann von der Band mittlerweile leben und das macht mich zu einem sehr glücklichen Menschen...



DarkScene: Auch mit den zunehmenden Verpflichtungen (längere Tourneen etc.) scheint die Band immer noch großen Wert auf Spaß zu legen, ist dieser Faktor ein grundlegend wichtiger bei euch?

Seeb: siehe vorherige Frage

DarkScene: Welche Künstler und Alben haben dich bzw. Orden Ogan am meisten geprägt?

Seeb: In früher Jungend hab ich die "Imaginations from the Other Side" von Blind Guardian und "Death Or Glory" von Running Wild rauf und runter gehört. Ich hab aber einen sehr breitgefächerten Musikgeschmack und mich auch viel mit Oldies (Hollies) und Popmusik (Michael Jackson usw) beschäftigt. Heutzutage hör ich am liebesten sehr gut produzierten Metal (also eher nach Produzenten, denn nach Bands ausgewählt) oder oldschool (britischen) Death Metal wie Benediction oder Bolt Thrower.

DarkScene: Welche fünf Alben würdest Du auf die einsame Insel mitnehmen?

Seeb: Keins, ich würd 5 schreiben...

DarkScene: Welche Movies gehören zu deinen persönlichen Evergreens?

Seeb: Game of Thrones, The Ring (US), Indiana Jones (alle), alles aus dem Star Trek Universum

DarkScene: Welche Musikrichtungen kannst Du absolut nicht ausstehen?

Seeb: Reggae!!!

DarkScene: Ein paar Schlagwörter, bitte quittiere sie mit dem ersten Gedanken:

Seeb: Sauerland - Heimat
Subway To Sally - der Schrei
Angela Merkel - ...Bundeskanzlerin
Südeuropa - warm
Metal-Fans - Bier, haha...
Vinylsammler - Andreas Marschall Artworks
Religion - ...das würde den Rahmen sprengen
Freimaurer - Nicolas Cage, haha...
Gläserner Mensch - Ach jau...

DarkScene: Welche „big band“ würdet ihr gerne, wenn es frei nach Wunsch ginge, auf ausgedehnter Tour supporten?

Seeb: Metallica, Megadeth, Iron Maiden.



DarkScene: Welches Equipment benutzt Du bzw. kannst Du angehenden Metal-Gitarristen ans Herz legen?

Seeb: Ich werde u.a. endorsed von Jackson Gitarren, EVH- und Kemper Amps, ich denke das spricht für sich! ;-)

DarkScene: Danke für das Frage-Antwort Spiel, ich hoffe, wir sehen uns spätestens im Herbst auf Tour mit Powerwolf, das letzte Wort geht an Dich:

Seeb: Ich hab drei - zum Anfangsbuchstaben vertauschen: 1. Schattenreich, 2. Wuppertal, 3. Flötenkessel

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