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Saxon, Big Ball
19.03.2010, Komma, Wörgl 
 
Als eine der ganz wenigen Überlebenden der NWoBHM Generation touren die aus der Grafschaft Yorkshire stammenden Saxon dieser Tage anlässlich ihres dreißigjährigen Jubiläums durch den alten Kontinent. Welche Ehre für das Tiroler Rockvolk ...
Werner
Werner
(10 Live-Berichte)
Die Legende lebt. Dass die 30th Anniversarytour der NWoBHM Veteranen nach Wörgl führte und noch dazu quasi als Start ins Wochenende angesetzt wurde, war für geschätzte 400 Nasen die optimale Gelegenheit mit ehrlich handgemachtem Hardrock/Heavy Metal als Ohrenfutter in den lang erwarteten Frühling 2010 zu starten. Saxon sind nicht irgendeine britische Band: nach der Hochphase (1979 – 1983) der NWoBHM schienen zig Vertreter derer plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, Saxon als Mitinitiatoren selbiger überlebten allerdings unzählige Trends und Modeströmungen und lieferten stets konstant solide bis hervorragende Alben ab. Während Iron Maiden und Def Leppard als Mitbegründer und Ausnahmeerscheinungen dieser Bewegung ohnehin bald in Platinsphären abhoben, rackerten sich Sänger Biff Byford und Co. durch schwierige Zeiten ähnlich wie das Phänomen namens Motörhead; allerdings ohne jemals zwei Dinge dabei zu verlieren: weder sein Gesicht noch die schiere Freude am Rock’n Rollen. Nachdem die 30th Anniversary Tour verschoben werden musste, weil Biff gesundheitliche Probleme zu bewältigen hatte, ist es umso schöner, dass es nun problemlos geklappt hat.



Big Ball

Während das Gerücht umher ging, die gleichfalls nicht todzukriegenden Anvil aus Kanada würden für Saxon eröffneten, wurde letztlich den Newcomern von Big Ball die Ehre zuteil, den Supportslot der Europa Dates zu übernehmen. Unüberhörbar von den trockenen und spartanischen Klängen der Dinosaurier AC/DC inspiriert, rotzten die Schwaben ihren Gig in gut 30 Minuten durchaus passabel runter. Jedoch wollte der Funke auf das inzwischen leicht gefüllte Auditorium nicht wirklich überspringen. Einerseits kannte kaum ein Gast das Material des erst kürzlich erschienen Debüts (Review), andererseits klangen die Tracks über weite Strecken trotz aller Griffigkeit einfach zu monoton, was in erster Linie auf die zu sehr auf Nummer sicher agierende Rhytmussektion zurückzuführen ist. Auch der Versuch von Frontman Thomas „Bloodgod“ Gurrath (ebenso Chefdenker und Sänger bei den Death Metallern Debauchery), das Unterländer Publikum mit einigen gut gemeinten Anfeuerungsparolen ("...ich weiß, dass könnt ihr Österreicher viel besser!") in den Bann zu ziehen, wurde zumeist bescheiden honoriert.

Saxon

Es war abzusehen, dass die Tour im Zeichen der großen Saxon Klassiker aus der Frühzeit stehen würde. So startete der in die Jahre gekommene Fünfer zunächstmal mit dem Opener "Battalions Of Steel" des aktuellen Albums "Into the Labyrinth" (Review) recht bombastisch den Reigen, doch schon das folgende "Heavy Metal Thunder" zauberte vor allen Dingen den reiferen Semestern, die sozusagen mit der New Wave of British Heavy Metal Anfang der Achtziger aufgewachsen sind, ein herzliches Lächeln ins Gesicht wie im Weiteren die Pflichtübungen à la "Motorcycle Man", "The Eagle Has Landed", "Strong Arm Of The Law", "Princess Of The Night" oder etwa "Broken Heros" vom 85er Rundling "Innocence Is No Excuse". Auch die neueren bzw. nicht ganz alten Lieder wie die aktuelle Singleauskoppelung "Live To Rock", die Megahymne vom grandiosen "Solid Ball Of Rock" Longplayer "Requiem (We Will Remember)" oder das düstere "Metalhead" wurden neben dem Medley "Warrior"/"Battle Cry"/Man And Machine"/Battle Cry" mehr als wohlwollend aufgenommen. Gut und gerne könnten Saxon drei Stunden Hits aus dem Halfter ziehen und hätten danach noch einige wahre Perlen in ihrer goldenen Hinterhand (auf die beliebten "747", "20.000 Ft." wurde gegenüber einigen D-Gigs verzichtet). Wie immer treffend von unserem Maggo als „Sean Connery des Rockzirkus“ bezeichnet, versprühte Fronter Biff Byford neben einer nach wie vor respektablen und typisch kauzigen Vocalperformance eine positive Aura - die Authentizität dieses am heutigen Tag einmal mehr außerordentlich gut gelaunten und hoch professionellen Mannes lässt nach wie vor keine Zweifel zu.
Und sonst? Spektuläres Stageacting durfte keines erwartet werden was auch dementsprechend der Fall war, jedoch hätten es Saxon ohnehin nimmer groß nötig, sich solcher Aktivitäten zu widmen. Zudem wirkte durch die passend eingeflochtenen Lichteffekte das Gesamtpaket absolut kompakt und stimmig. Auch der Mann hinterm Mischpult hatte alles bestens im Griff, der Sound erwies sich stets als druckvoll und ließ nebenbei all die kleinen Details nie untergehen – keine Selbstverständlichkeit, sei gesagt! Die Gesten der anwesenden RockerInnen zeigten durch die Bank jedenfalls auf, dass Saxon, denen der ganz große Durchbruch in den dreißig Jahren ihres Bestehens verwehrt blieb, nach wie vor im Stande sind, mehrere Generationen mit ihren tollen Songs und ihrer sympathischen Attitüde zu begeistern. Gekrönt wurde das Finale in der - inzwischen zur Biosauna verwandelten - Halle mit den obligatorischen Zugaben "Wheels Of Steel", "Denim And Leather" und "Crusader". Und weil der große, mächtige Adler aus Nordwest ja weiter seine Kreise zu ziehen hat, war nach ca. anderthalb Stunden wieder Schicht im Schacht. Wie schon so oft eine mehr als runde Sache im Wörgler Komma!



Tracklist (ohne Gewähr):

Battalions Of Metal
Heavy Metal Thunder
Live To Rock
Motorcycle Man
Requiem (We Will Remeber)
Witchfinder General
Metalhead
The Eagle Has Landed
Medley: Warrior/Battle Cry/man And Machine Battle Cry
Sixth Form Girls
Strong Arm Of The Law
Broken Heroes
Princess Of The Night

Zugaben:
Guitarsolo
Wheels Of Steel
Crusader
Denim And Leather

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