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Crowne - *Wonderland* ist Lauter, Mutiger und Intensiver!
Crowne - *Wonderland* ist Lauter, Mutiger und Intensiver!  
Crowne sind mit "Wonderland" zurück. Das Line-up vereint Alexander Strandell, Love Magnusson, Jona Tee, John Leven und Christian Lundqvist. Die Singles gaben bereits einen Eindruck davon, welche Facetten auf Wonderland zusammenfinden. Wir sprachen mit Jona Tee über die neue Platte!
TobSta
TobSta
(12 Interviews)
DarkScene: Jona, erzähl uns, wie "Wonderland" (zum Review) ins Rollen kam – von den ersten Ideen und Riffs bis hin zum fertigen Album. Gab es feste Abläufe, oder passierte vieles spontan? Und ab wann war euch klar: Genau so soll die Platte klingen?

Jona Tee: Es begann wie die meisten Crowne-Projekte – jemand wirft eine Idee in den Raum, und wir bauen darauf auf. Das kann ein Riff sein, ein Gesangshook, eine Akkordfolge… Bei "Wonderland" kamen viele der frühen Skizzen durch gemeinsames Hin- und Herschicken zustande, was inzwischen ziemlich unsere normale Arbeitsweise ist. Wenn der Ball einmal rollt, ist es ein sehr kollaborativer Prozess. Es gibt keine feste Formel, aber wir haben inzwischen unseren Rhythmus gefunden. Bei "Wonderland" war früh spürbar, dass wir etwas Cinematischeres und emotional Dichtes ansteuern. Es gab keinen starren Bauplan, der Sound entstand Track für Track – aber sobald wir ein paar Anker gesetzt hatten, wussten wir, dass die Richtung passt.

DarkScene: Gab es für "Wonderland" ein Leitmotiv oder eine Ausgangsfrage, an der ihr euch orientiert habt? Und wie verhält sich das neue Material zu euren ersten beiden Veröffentlichungen – eher Fortführung, Gegenentwurf oder bewusst gesetzter nächster Schritt?

Jona Tee: Ein fixes Konzept gab es zu Beginn nicht, aber die Songs drängten von selbst in Richtung eines größeren, dynamischeren Sounds. Es fühlt sich weiterhin nach Crowne an, nur geschärfter. Die ersten beiden Alben haben die Identität der Band geprägt – "Wonderland" baut darauf auf, öffnet das Ganze aber weiter: mehr Atmosphäre, mehr Kontraste und vielleicht noch etwas mehr Emotion im Detail. Also ja: ein natürlicher nächster Schritt, keine Neuerfindung.

Jona Tee

DarkScene: Zu den Vorab-Singles – warum habt ihr "Waiting For You", "Heaven Tonight" und "Timing Is Right" ausgewählt? Welche Seiten des Albums sollten diese drei Tracks vorab zeigen?

Jona Tee: Jede Single zeigt eine andere Facette. "Timing Is Right" hat viel Vorwärtsdrang – es geht darum, weiterzumachen, wenn’s hart wird, und musikalisch bringt der Song Punch und Dringlichkeit. "Heaven Tonight" lehnt sich an unsere cineastische Seite an – große Melodien, weite Horizonte. Und "Waiting For You" ist emotional sehr direkt. Das ist einer dieser Songs, den man nicht zerdenken muss – man fühlt ihn einfach. Mit den drei Titeln hatten die Leute einen soliden Vorgeschmack auf die Bandbreite, die wir auf "Wonderland" ausloten.

DarkScene: "Warlords Of The North" ist in Zusammenarbeit mit Biff Byford entstanden. Wie kam der Kontakt zustande, und was hat die Kollaboration dem Stück gegeben?

Jona Tee: Biff ist natürlich eine Legende, deshalb war es eine große Ehre, ihn an Bord zu haben. Der Kontakt kam über das Label. Wir hatten einen Song, der dieses Old-School-Kriegergefühl trug, und Biff half dabei, die Lyrics zu formen. Er brachte diese epische, mythische Ebene in die Geschichte, die perfekt zu dem passte, was wir gebaut haben – ganz natürlich. Der Track wurde schwerer und cineastischer, als wir es zuerst im Kopf hatten – quasi eine Schlachthymne mit Keyboards. (Und ja: Saxon-Vibes in Bestform.)

DarkScene: Welche thematischen Fäden ziehen sich textlich durch "Wonderland"? Wo treffen persönliche Erfahrungen, erzählerische Motive und mythologische Bilder aufeinander?

Jona Tee: Viele Songs auf "Wonderland" kreisen um das Suchen – nach einem Ort, einem Gefühl oder schlicht nach Bedeutung. Es gibt in einigen Stücken mythologische Bilder, aber selbst diese kommen von etwas Realem. "Warlords Of The North" klingt vielleicht episch und alt, aber darunter geht’s um Resilienz und Zusammenhalt. Andere Songs wie "Waiting For You" oder "Super Trooper" kommen eher aus einer persönlichen Ecke. Die Perspektive folgt immer der Emotion der Musik – weniger einem strengen Konzept.

DarkScene: Wenn jemand komplett neu bei Crowne ist: Welchen Song von "Wonderland" würdest du als Einstieg empfehlen – und warum?

Jona Tee: "Heaven Tonight" ist ein starker Einstieg. Der Track hat die Größe, die Melodie, diese typische Mischung aus Gitarren und Synths und einen großen Refrain. Wenn der Song dich packt, wird dir wahrscheinlich der Rest des Albums auch liegen.



DarkScene: Man hört, dass Gitarren, Keys und Vocals viel Raum bekommen und trotzdem gut zusammenspielen. Wie läuft das bei euch – tastet ihr euch vor, bis es klickt, oder folgt ihr einem festen Plan?

Jona Tee: Eher Gefühl als Formel. Wir vertrauen uns musikalisch, und das hilft. Love bringt die kraftvollen Gitarrenparts, Alex liefert die großen Vocal-Linien, und wenn die Struktur steht, fügen wir Schichten hinzu, die die Emotion anheben, ohne zu überladen. Manchmal ist das ein subtiler Pad-Teppich im Hintergrund, manchmal ein Lead, das sich durch den Chorus webt. Gleiches gilt für Vocals und Gitarren: Manchmal funktioniert es sofort, manchmal drehen wir noch ein wenig – aber wenn es klickt, merkt man’s.

DarkScene: Gab es Songs auf "Wonderland", an denen ihr länger gefeilt habt, bis das Gefühl passte?

Jona Tee: Ja, ein paar brauchten extra Hin und Her. Nicht, weil sie schwierig waren, sondern weil die Stimmung genau landen sollte. Ein Track wie "Goodbye" hat mehr Raum und Emotion – da die Balance zwischen Rohheit und Vollständigkeit zu finden, brauchte etwas Sorgfalt. Es geht nicht ums Überarbeiten, sondern darum, den Moment zu erkennen, an dem man besser aufhört.

DarkScene: Die Rhythmussektion spielt eine zentrale Rolle auf "Wonderland". Wie geht ihr generell an das Zusammenspiel von Bass und Drums heran? Gab es rhythmisch knifflige Stücke?

Jona Tee: John und Christian bringen immer diesen Punch. Sie locken sich auf eine Art ein, dass es – trotz des schichtweisen Aufbaus – tight und lebendig bleibt. Der Groove ist entscheidend für die Wirkung, besonders bei Tracks wie "Wonderland" oder "Waiting For You". Übermäßig kompliziert ist rhythmisch nichts, aber das richtige Gefühl mit Raum und Drive zu treffen, ist immer das Ziel.



DarkScene: Die Vocals sind ein zentrales Element des Albums. Wie seid ihr an die Aufnahmen herangegangen?

Jona Tee: Alex ist im Studio eine Wucht. Er kann Vollgas-Power liefern und im nächsten Moment etwas Verletzliches – manchmal in derselben Line. Das wollten wir einfangen. Manche Vocals sind in kompletten Takes entstanden, anderes wurde zusammengesetzt – immer mit dem Ziel, der Emotion zu dienen. Wir wollten es nicht zu glatt; wenn ein Take eine gewisse Rauheit hatte, sich aber richtig anfühlte, haben wir ihn behalten.

DarkScene: Wenn ihr "Wonderland" auf die Bühne bringt: Nah an den Studiofassungen – oder legt ihr live noch eine Schippe drauf?

Jona Tee: Wir haben bisher erst eine Liveshow gespielt – Sweden Rock 2023 – und das war eine großartige Erfahrung. Bislang lag der Fokus eher auf dem Studio. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, "Wonderland" auf die Bühne zu bringen, halten die Songs das sicher aus. Wir sind nicht der Typ Band, der alles live komplett umarrangiert, aber es gibt immer Raum, einen Teil zu strecken oder die Energie noch etwas hochzufahren. "Warlords Of The North" würde mit Publikum im Rücken vermutlich noch härter treffen.

DarkScene: Blick nach vorn: Was kommt als Nächstes – neue Videos, eine weitere Single, Festivals, Tourpläne?

Jona Tee: Im Moment sind wir einfach froh, dass das Album endlich draußen ist. Es kommt noch visuelles Material zur Unterstützung, und wir schauen, was zeitlich Sinn ergibt. Tourpläne gibt es aktuell nicht, aber wenn sich die richtige Möglichkeit ergibt, sind wir offen. Wir haben viel in "Wonderland" gesteckt – jetzt lassen wir die Leute das Album entdecken und sehen, wohin es uns führt.
DarkScene: Wo findet man euch am besten für News, Tourdaten, Merch oder limitierte Editionen?

Jona Tee: Am aktivsten sind wir auf Instagram und Facebook – dort teilen wir News, Videos und alles, was ansteht. Für Merch, physische Alben und Special Editions ist der Frontiers-Store die erste Adresse. Wir schätzen jede Form von Support – das bedeutet uns viel.



DarkScene: Habt ihr eine kleine Studio-Anekdote oder einen Moment aus der Entstehung, den ihr teilen möchtet?

Jona Tee: Ja – das war tatsächlich das erste Mal, dass ich ein komplettes Album selbst gemastert habe. Keine Ahnung, ob das mutig ist oder einfach schlechte Delegation. Aber wir haben diesmal alles In-House gemacht, und als das Mastering anstand, dachte ich: Jetzt bin ich so weit gekommen, dann bringe ich’s auch zu Ende. Ich habe dabei viel gelernt – und bisher hat sich niemand beschwert, das verbuche ich als Erfolg.

DarkScene: Zum Schluss gehört die Bühne euch: Was möchtet ihr unseren Lesern und Leserinnen und euren Fans in eigenen Worten mitgeben?

Jona Tee: Danke, dass ihr euch "Wonderland" anhört. Wir haben viel in dieses Album gesteckt, und es bedeutet uns viel, es endlich zu teilen. Wenn es bei Menschen ankommt, ist das das Beste, was wir uns wünschen können. Großen Dank an alle, die zuhören, teilen oder uns auf irgendeine Weise unterstützen – das bleibt nicht unbemerkt.

Interview: Tobias Stahl
Photocredit: Alexander Strandell

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