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Cover  
Die Krupps - Paradise Now (CD)
Label: Our Choice/rough Trade
VÖ: 1997
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Art: Classic
DarksceneTom
DarksceneTom
(2946 Reviews)
Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Die Krupps Pioniere des Crossover und somit einer von Europas wichtigsten Beiträgen zur ohralen Globalisierung der Metal Gemeinde waren. Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, als man in hiesigen Metal Clubs des Kontinents erstmals die sonderbar, aber absolut reizvoll und unterkühlt geilen Remixes zu Metallica's "Black Album" hörte. Was war man doch verblüfft, als man nach Erwerb dieser – damals wohl nicht nur hierzulande massenhaft verkauften - EP draufkam, dass es sich um eine deutsche Elektro-Band handelt. Obendrein dieselbe „nahezu Kultband“, die für den, aus hiesigen Grufite Clubs bekannten Insiderhit "Fatherland" (bis heute einer der stärksten Elektro-Rock Tracks aller Zeiten) schuldig gesprochen wurde und eine jener Truppen, die es fortan problemlos schaffte Thrasher wie Gruftie nebeneinander zum Tanzen zu bringen.

Die Wurzeln im Punk, wechselte Mainman Jürgen Engler recht bald ins Elektro Lager und gründet Die Krupps um sich in EBM- und NDW- Szene ebenso einen Namen zu machen wie unter der Dark Wave Gemeinde. Nach kurzen Bandquerelen fällt Ende der 80er der Startschuss für die Symbiose aus Elektro und Heavy Metal und im Jahre 1991 mit "I" der Aufbruch zum großen Umbruch! Spätestes nach oben erwähnter Metallica Hommage (die sogar die Herren Ulrich und Hammet zu Begeisterungsstürmen hinriss) und dem alles entscheidenden Einstieg von HEathen-Gitarren-Gott Lee Altus, brennen sich Die Krupps endgültig in die Herzen der Metal Fans. "The Final Option" entpuppt sich ebenso als Granate, wie der eigentliche Nachfolger "Odyssey Of The Mind" und diverse Remix Beiträge. All diese Klasse und Innovation schlägt sich in großen Tourneen und konstanten Verkaufszahlen im sechsstelligen Bereich nieder und lässt Die Krupps zu einer Institution werden. Gerade hier, am Höhepunkt der Karriere und kurz vor Release des – meiner Ansicht nach besten Stücks der History – neigt sich die Erfolgsstory dem Ende zu. Somit stellt "Paradise Now"zeitgleich den Höhepunkt wie auch den Ausstieg von Lee Altus und das vorzeitige Ableben einer der eigenständigsten und besten Bands ever dar.



Was macht "Paradise Now" nun also zum echten Klassiker? Neben all der großen Vorgeschichte der Band, vor allem die erstmals so schwer metallische Produktion und ein perfekter Mix, der all der Altus’schen Riffgewalt die donnernde Macht verleiht, die ihr gebührt. Darüber hinaus ein kompakt zielsicheres Songwriting, das trotz aller Relevanz der Elektrosounds einfach mehr denn je voll in die Fresse trifft und jeden einzelnen Song zum absoluten Tanzflächenfeger im Stile der ganz großen Groovekönige wie White Zombie oder Prong macht.
Nummern wie „Moving Beyond“, „Gods Of Void“, das unterkühlt thrashige „Reconstruction“ oder das wummernde „Taste Of Taboo“ wühlen sich mit all ihrer tief gestimmt druckvollen Riffmonolithe und den unbarmherzigen Rhythmen tief in die Magengrube. Aufs Nötigste reduzierte Industrial Kracher wie „Rise Up“ brutzeln im Stile eines Hochofens durch die Eingeweide und zu Nummern wie dem fulminanten Titelsong oder dem bis heute grandiosesten, vielleicht neben Prong's „Snap Your Fingers Snap Your Neck“ und Zombie's „Dracula“ flächendeckendsten Tanzflächenfeger „Black Beauty White Heat“ gibt’s sowieso nix zu sagen. Der grandios durchgestylten Brachialität entsprechend knallt auch das herrliche Arthur Brown Cover „Fire“ (der alte Herr steuert hier auch Gastvocals bei) in gnadenlosem Industrial Metal Stile daher um alles sich in den Weg stellende niederzumörteln.
Hier grooved, knackt, knallt und fegt es an allen Ecken und Enden. Jedes einzelne der monströsen Betonriffs ist songdienlich und fulminant, die Stimme von Jürgen Engler passt sich jedem Moment perfekt an, weiß von Wut bis düsterer Bosheit alles auszudrücken, was der dynamischen Spannung des Werkes gerecht wird und jeder einzelne dieser 13 grandiosen Songs ist ein absolut zeitloser Hit für sich!

Für dieses Album muss man keine weltoffener Metal Head sein. Alles was hier nach Elektro, Industrial oder sonstigen herrlichen Crossovergenres klingt, wird allein von seiner Wucht, brachialen Härte und zermalmend unbändiger Dynamik mit in den Topf gemahlen um am Ende etwas ganz Großes zu kredenzen.

Dieses Album kann einfach alles und jeder, der das nicht so sieht, der hat nicht richtig hingehört!

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