HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumDatenschutz
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Hansen
Born With A Hammer

Review
Audrey Horne
Achilles

Review
Soen
Reliance

Review
Flotsam And Jetsam
Rats in the Temple

Live
04.09.2026
In Extremo
Festung, Kufstein
Upcoming Live
Wien 
Mannheim 
München 
Statistics
6987 Reviews
458 Classic Reviews
284 Unsigned Reviews
Cover  
Kingdom Come - Outlier (CD)
Label: SPV
VÖ: 26.04.2013
Homepage | MySpace | Facebook
Art: Review
Werner
Werner
(1365 Reviews)
6.5
Lenny Wolf ist, wenn man das prähistorische Stone Fury Projekt mit hinein nimmt, über dreißig Lenze im Rockbusiness tätig. Trotz Rückschläge und längst vergangenen Epochen, als noch die Kassen so richtig laut klingelten (nämlich von 1988 bis ca. 1993), hat der Hamburger sein Baby nie auf Eis gelegt, geschweige, dass er sich selbst untreu geworden wäre. Längst weiß Lenny um die Vorzüge der elektronischen Klangdimensionen, welche er einmal mehr oder einmal weniger in das Kingdom Come Soundkleid zu integrieren weiß, bescheid. Und auch auf dem neuesten Streich, der den Namen "Outlier" trägt, wurden genannte Zitate in den typisch melancholisch getränkten Blues Rock integriert, der Led Zeppelin nur noch in Meilen Entfernung vermuten lässt.

Zwar wirkt Lenny Wolf mit seinem Partner Eric Förster an der Führgitarre auf "Outlier" zweifelsohne ambitioniert und bemüht um Kontrastsequenzen, doch der erhoffte große Wurf ist das Endergebnis, das zehn Tracks umfasst, nicht geworden. Da geht’s weniger darum, dass man jetzt auf die Kompositionsformel der ersten vier Alben pochen würde, denn das Experiment mit Drumloops und Samples ging bereits auf dem 2002er Dreher "Indipendent" gut bis exzellent auf. Nein, das Songwriting an sich zündet einfach nie so richtig. Ein zum Schnarchen verleitendes Initialriff wie bei "Let The Silence Talk" hätte man sich sparen können, andererseits sind Songs wie "Skip The Cover And Feel" oder "When Colors Break The Grey" von der Grundsubstanz absolut okay, allerdings hat man das schon einmal besser gehört. "Rough Ride Rallye" sei da noch eigens erwähnt, weil die Nummer durch seine dominanten Synthesizer Klänge mehr Popvibes versprüht. Beim Opener "God Does Not Sing Our Song" handelt es sich gleichzeitig um den stärksten des Outputs.

Versteht mich nicht falsch: Lenny ist ein überaus sympathischer und kreativer Musiker, der uns schon viele tolle Stunden beschert hat, doch für meine Ohren ist das aktuelle Material einfach nicht ergreifend genug, um mit Überzeugung die Repeat Taste zu betätigen. Auch wenn immer wieder diese Sehnsucht vermittelnden Momente Marke Kingdom Come zu belauschen sind: das große Kribbeln bleibt fast über die komplette Strecke aus. Zudem ist auch der Sound sehr klinisch geraten, vom Cover „Artwork“ ganz zu schweigen. Diehard KDC Fans sollten sich aber nicht zu sehr beirren lassen, denn die hören es meist mit anderen (subjektiveren) Ohren.

Trackliste
  1. God Does Not Sing Our Song
  2. Running High Distortion
  3. Rough Ride Ralleye
  4. Let The Silence Talk
  5. Holy Curtain
  1. The Trap Is Alive
  2. Skip The Cover And Feel
  3. Don't Want You To Wait
  4. Such A Shame
  5. When Colors Break The Grey
Mehr von Kingdom Come
Hansen - Born With A HammerAudrey Horne - AchillesSoen - RelianceFlotsam And Jetsam - Rats in the TempleSpace Chaser - Razorblade BayThe Night Eternal - Cold VelvetMarilyn Manson - One Assassination Under God 2 - Chapter 2Knivad - Lilla Vackra MänniskaMad Max - Stories Of DestinyYoth Iria - Gone With The Devil
© DarkScene Metal Magazin