HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumDatenschutz
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Psycroptic
The Pulse Of Annihilation

Review
Amon Amarth
The Allfather Awakens

Review
Cyclone
Known Unto God

Review
Europe
Come This Madness

Special
Darkscene
Upcoming Live
München 
Statistics
6994 Reviews
458 Classic Reviews
284 Unsigned Reviews
Cover  
Psycroptic - Divine Council (CD)
Label: Prosthetic Records
VÖ: 16.08.2022
Homepage | Twitter | Facebook
Art: Review
Werner
Werner
(1365 Reviews)
8.5
Gut möglich, dass dem Rezensenten der ältere Psycroptic Stoff etwas zu sperrig und insgesamt zu herausfordernd war/ist, um samt allen Sinnen darin aufzublühen. Mit "As The Kingdom Drowns" (2018) ergab sich dann immerhin so etwas wie eine leichte Annäherung. Und per "Divine Council" nun sogar ein Wiedersehen inklusive Handshake, also in etwa der gemeinsame Nenner zwischen Sender und Empfänger.

Die Australier sind immer noch fit genug, um dem Ruf einer gepflegten Tech-Death Band gerecht zu werden, allerdings entlarvt sich der aktuelle Dreher - wie schon angedeutet - eine Schippe zugänglicher und weniger verkopft, weshalb man dem Heavy Metal Rechenschieber und der linken Gehirnhälfte mal eine Kaffeepause gönnt. Der Nebeneffekt, wonach die Hardcore-Schneller-Höher-Weiter-Fraktion eventuell nicht voll auf ihre Kosten kommt und der Kapelle Altersmilde vorwerfen könnte, soll hier nicht Gegenstand der Diskussion sein.

Brutal sägende Gitarren gepaart mit einer brettharten Drum-Akrobatik, das sind nach wie vor die Basiszutaten des Psycroptic Sound-Territoriums - daher Ehre, wem Ehre gebührt. Mit zwischenzeitlichen Düster/Orchestral- ("Enslavement"/"Awakening") und Midtempo-Parts ("Ashes Of Our Empire") wirkt das Kollektiv um die Haley Brüder mittlerweile noch stringenter, heavier, fieser, und öffnet somit Türen, die vorher gerade mal einen Spalt offen waren. So erscheinen vor dem geistigen Auge immer wieder die Briten Dyscarnate ("With All Their Might"!), um die es seit Jahren leider sehr ruhig geworden ist. Anhand dieser drückend-bedrohlichen Atmosphäre und all den brillant ausgetüftelten Tracks gehören Psycroptic zu den großen Gewinnern des Jahres 2022 in der Sparte des Extrem-Metals, daran besteht gar kein Zweifel. 38 Minuten Spielzeit deuten zwar auf Sparschiene hin, doch wenn die Qualität stimmt, ist das leicht verschmerzbar. Hinzu gesellen sich ein kongenial-organischer Klang und ein brillantes Artwork (Elian Kantor). Souveräne Leistung aus Tasmanien!



Trackliste
  1. Rend Asunder
  2. A Fool’s Errand
  3. This Shadowed World
  4. Enslavement
  5. Ashes of Our Empire
  1. The Prophet’s Council
  2. Awakening
  3. A Fragile Existence
  4. Exitus
Mehr von Psycroptic
Psycroptic - The Pulse Of AnnihilationAmon Amarth -  The Allfather AwakensCyclone - Known Unto GodEurope - Come This MadnessSoulburn - Quantifying Cosmic DoomAnthrax - Cursum PerficioJunius - SoteraHansen - Born With A HammerAudrey Horne - AchillesSoen - Reliance
© DarkScene Metal Magazin