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Cover  
Forbidden - Forbidden (CD)
Label: BLKIIBLK
VÖ: 23.10.2026
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Art: Review
Werner
Werner
(1375 Reviews)
8.0
Nach "Omega Wave" (2010) geben die Bay Area Recken anno 2026 tatsächlich ihr zweites Comeback auf Konserve - daran geglaubt hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr, gab es immerhin eine zwischenzeitliche Auflösung der Kalifornier, bei denen Kontinuität nie die große Stärke war. Zudem bestand mit dem Abgang von Fronthüne und Aushängeschild Russ Anderson durchaus das Wagnis, dass sich viele Fans abwenden würden.

Dreh- und Angelpunkt im Kreativsektor ist nach wie vor Gitarrero Craig Locicero. Von daher war die Gefahr weitgehend gebannt, dass Forbidden von der Basis zu weit weg driften hätten können. Wer erhielt nun die reizvolle und ebenso schwierige Aufgabe, die mächtigen Fußstapfen eines Anderson zu ersetzen? DAS war die große Frage. Mit Norman Skinner fand man tatsächlich einen nahezu adäquaten Ersatz. Wer mit Imagika und/oder Niviane irgendwann in Berührung kam, weiß Bescheid, von wo man den Burschen pflückte. Auf dem Drum-Schemel sitzt im Übrigen niemand geringerer als Chris Kontos (ex-Machine Head). Sein Schlagzeug-Spiel ist in der Tat eine Bereicherung für das sechste Opus.

Die erste Begegnung mit "Forbidden" war nicht von unmittelbarer Zuneigung geprägt. Das Quintett ist nach wie vor dem technisch anspruchsvollen Power bzw. Thrash Metal zugetan - genau jene Gangart, mit welcher man es auf dem Vorgänger "Omega Wave" brillant auf die Spitze trieb. Die bedrohlich-düsteren Kulissen verwoben mit der obligatorisch Riff-betonten Ausrichtung bleiben in sich gebündelt auch 2026 das Fundament der neu formierten West-Coast-Partie. Dass nicht bloß rastlos durchgebolzt wird, sondern anhand komplexer Arrangements - zumindest in Teilen - die Hörerschaft gefordert wird, soll wie schon erwähnt an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Lieder wie die break-lastigen "Mutually Assured Dysfunction" und "Flower Of Life" haben es diesbezüglich in sich, solche Kompositionen wollen regelrecht erobert werden. Wenn Neosänger Skinner forciert melodisch singt wie im eingängigen "Burning The Lungs Of Earth" oder in "The Burden", ist die stimmliche Affinität zu Matt Barlow (Ashes Of Ares, ex-Iced Earth) geradezu bemerkenswert.

Trotz der langen Abwesenheit und des pensionsreifen Alters solcher Veteranen ist es ein Phänomen, mit welch Ambition, Präzision und Power selbige durch den Gemüsegarten fräsen. "Forbidden" braucht wie gesagt seine Zeit, um sich ausreichend zu entfalten und am Ende als gelungenes - und das trotz personellem Aderlass - Comeback attestiert zu werden. Wer hier noch meint jammern zu müssen, findet stets das berühmte Haar in der Suppe!

Trackliste
  1. Single Point Failure
  2. Burning The Lungs Of Earth
  3. Divided By Zero
  4. DCLXVI
  5. Psyclops
  6. Jisei
  1. Mutually Assured Dysfunction
  2. Sycophantasy
  3. The Burden
  4. Sol Grave
  5. Flower Of Life (Chaos By Design)
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