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Cover  
Tyketto - Closer To The Sun (CD)
Label: Silver Lining
VÖ: 20.03.2026
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Art: Review
DarksceneTom
DarksceneTom
(3229 Reviews)
8.0
Hätten Tyketto ihren Jahrtausendhit "Forever Young" damals nicht 1991, sondern zwei, drei Jahre früher veröffentlicht, wären sie Multimillionäre. So hat‘s mit ihrem herausragenden Debütalbum "Don´t Come Easy" (zum Classic Review) zwar für gute Verkaufszahlen und Legendenstatus im Melodic Rock / AOR Genre gereicht, mehr hat der Zeitgeist aber eben nicht zugelassen.

So finden sich die Amis eben in der Riege vieler anderer "Großer" ihrer Zeit wieder, die es trotz hochpotenter Songs und Alben dank junger, cooler Typen in Flanellhemden und anderer kreativer Crossoverikonen in kurzen Hosen nie geschafft haben, dem Mittelstand zu entkommen.
Echten Musikliebhabern machts das natürlich nichts aus und weil Tyketto eben immer schon mehr Survivor oder Journey, als "Lovebomb Lipstick Leatherboys" und somit ernsthafter, erwachsener und weit zeitloser als viele toupierten Mitstreiter ihrer Zeit waren, sind sie auch heute noch relevant und weit mehr als persiflierte Comics einer vergangenen Zeit, die alle, die nicht dabei waren längst belächeln.

Stilsicher sind Tyketto immer noch und weil Genius Danny Vaughn immer noch großartige Songs schreibt, seine Stimme immer noch unglaublich charismatisch und schön ist und auch Sound und Artwork perfektes 80er Jahre feeling verbreiten, geht dem Fan von zeitlos gutem AOR/Melodic Rock hier jedenfalls das Herz auf.

Nicht jeder Song von "Closer To The Sun" ist genial, nicht jeder Track ist ein Hit. In Summe und in ihrer herrlichen US-Atmosphäre ist die neue Tyketto aber ein seltener Lichtblick in einem von Durchschnittsware vollkommen überbevölkerten Genre und schon jetzt das Album, mit dem man im Sommer Richtung Sonnenuntergang fahren sollte!



Bereits die erste Single "Higher Than High" ist ein Gaumenschmaus für alle Survivor Fans. Leicht bluesschwanger, wie man es für Ausnahmestimme Vaughn kennt, aber betont kernig und treffsicher. Der melancholische Titeltrack zitiert Survivor oder Bon Jovi in ihrer Blüte, "We Rise" ist ein Stadionhit mit Potential für die Ewigkeit, "The Brave" könnte mit seiner wehmütigen Dynamik und rauen Freiheitsattitüde direkt von Bruce Springsteen‘s Meisterwerk "Thunder Road" stammen und die Power Ballade "The Picture" ist ohnehin schlichtweg genial. Solche Songs haben in der 80er Jahren die Billboard Charts genau so schnell erobert, wie die Höschen willenlos dahinschmachtender Weibsbilder.

Großes Kino, Weltklasse. Besser und kitschfreier geht eine Power Rock Ballade nicht, besser geht AOR und melodischer Hard Rock nicht. Fünf Weltklassesongs. Mehr durfte man nie erhoffen und Grund genug Tyketto im Hier und Jetzt zu feiern!



Neben dem lauen Roxette-Cover "Harleys And Indians" sind mit klimpernder US-Barmusik ala "Donowhoddies" oder dem schnöden Classic Rock Paradebeispiel "Hit Me Where It Hurts" auf "Closer To The Sun" zwar auch bluesigere Songs und einige seichte Momente vertreten, aber das war bei den New Yorkern schon immer so. Gerade ein hart groovender Harmonika-Cowboy-Klopfer ala "Harleys & Indians" oder das akustische "Far Away" sind letztlich ja doch klasse und im Albumkontext stimmig.

Wer Tyketto (so wie ich) zeitlos klasse und auf schillernden Hochglanz und mit Power Riffs auf Stadionhits poliert im Fahrwasser von Survivor, Bon Jovi, Blue Murder, Y&T oder Whitesnake hören will, der findet auf "Closer To The Sun" jedenfalls ausreichend Argumente!

Auch, wenn nicht jeder Song ein unsterblicher Hit ist: Die neue Tyketto ist definitiv großartig und voll von bärenstarken Hooks, herrlichen AOR Melodien, coolen Power Riffs und großartigen Refrains, dargeboten von einer der besten Stimmen des Genres.

Besser kann man melodischen Hard Rock nicht machen.
Chapeau!



Trackliste
  1. Higher Than High
  2. Starts With A Feeling
  3. Bad For Good
  4. We Rise
  5. Donnowhuddidis
  6. Closer To The Sun
  1. Harleys & Indians (Riders In The Sky)
  2. Hit Me Where It Hurts
  3. The Picture
  4. Far And Away
  5. The Brave
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