Die Modern-Metal-Band
IGNECSENT aus Chicago hat mit
"Eternal" ein neues Album am Start und knüpft damit an ihr Debüt
"Fight In Me" an, das auf die 2022er EP
"Ascension" folgte. Angeführt von Frontfrau
Jennifer Benson setzt die Truppe weiterhin auf einen Mix aus druckvollen Riffs, modernen Metal-Vibes und emotional aufgeladenen Songs, die sich thematisch mit Angst, Depression, Hoffnung und innerer Stärke auseinandersetzen.
IGNECSENT verstehen sich dabei als Geschichtenerzähler, die ihre eigenen Erfahrungen in Musik packen und damit eine klare Verbindung zum Hörer schaffen.
Ignescent - "Alone In The Dark" - Official Visualizer Video
Über
"Fight In Me" habe ich damals geschrieben, dass die Band mit moderner Härte, starken Melodien und einem insgesamt sehr druckvollen Sound punktet, auch wenn ich mir stellenweise mehr Screams und Growls gewünscht hätte. Seitdem hat sich im Line-up einiges getan: Gitarrist Max Carrillo, Bassist Joel Seidlitz und Drummer Dusty Winterrowd sind nicht mehr dabei. Neu an Bord sind Andre Leon (Gitarre), Mikey Green (Bass) und Kohl Coryell (Drums), die nun gemeinsam mit Jennifer Benson den aktuellen Sound von
IGNECSENT prägen.
Die Band selbst spricht von einem
„Schlachtruf für Glauben, Hoffnung und Ewigkeit“, und auch hinter den Reglern wurde ordentlich aufgefahren: Produziert von Jeremy Valentine (
NEW YEARS DAY) und Brandon Wolfe, wollen
IGNECSENT auf
"Eternal" mehrere moderne Metal-Hymnen raushauen, darunter
"Joker",
"Fearless" (mit Beteiligung von
Sameer Bhattacharya von
FLYLEAF) und
"Chariot Of Fire" mit
Clint Lowery von
SEVENDUST. Genug Stoff also für ein druckvolles Modern-Metal-Album – wir checken die Scheibe genauer.
Ignescent - "Joker" - Official Music Video
Im Opener
"Joker" legen die US-Metaller knackig los, was mir sehr gut gefällt. Schon die Singleauskopplung lief oft auf meinem Player – Fäuste geballt, Luftgitarre an.
"Scream" feuert in noch druckvollerer Modern-Metal-Art und kredenzt Breakdowns, die den geneigten Metalcore-Fan nicht hinter dem Ofen hervorholen, den Alternative-Metaller aber absolut abholen. Nach
"Fight For Me", das sich ebenso wuchtig wie seine Vorgänger gibt, ist
"Fearless" der erste getragenere, nachdenklichere Track, dem mit
"Shame Shadow" eine Nummer mit Solo-Rap-Passage und etwas mehr Drive unter der Haube folgt. Mit dem trotzigen
"Our Love Dies" sowie den beiden wundervoll gesungenen und radiotauglichen Liedern
"Light Up The Night" und
"Alone In The Dark" machen
IGNECSENT zwar den Verfechter des “echten” Metal nicht glücklich, dafür aber diejenigen unter uns, die ein Faible für gutes Songwriting und unter die Haut gehende Melodien haben.
Ignescent - "Light Up The Night" - Official Visualizer Video
In
"Chariot Of Fire" ist
Clint Lowery von
SEVENDUST am Start und bringt ordentlich Abwechslung mit. Das Duett mit Jennifer Benson ist zweifelsohne ein Highlight und ein klarer Playlist-Kandidat. Das Video findet ihr hier verlinkt – checkt es aus.
"Eternal" beendet die Platte, bringt keine großen Überraschungen, muss es aber auch nicht, denn die Qualität des Songs ist genauso hoch wie die der übrigen Tracks.
Ignescent - "Chariot Of Fire (feat. Clint Lowery
of Sevendust)" - Official Video
Mit
"Eternal" legen
IGNECSENT ein Album vor, das eine Ecke reifer als die erste Scheibe ist und mit mehr Angriffslust und Drive aufwarten kann. Klar, nach dem fast kompletten Wechsel im Line-up klingt man zwangsläufig anders,
IGNECSENT klingen aber auch besser. Ich hoffe, dass die US-Metaller ihren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und stabil bleiben – denn dann können sie die Bühnen dieser Welt rocken.