HomeNewsReviewsBerichteTourdaten
ImpressumDatenschutz
Anmeldung
Benutzername

Passwort


Suche
SiteNews
Review
Melechesh
Sentinels of Shamash (EP)

Review
Chez Kane
Reckless

Interview
Chez Kane

Review
Black Label Society
Engines of Demolition

Review
Ignescent
Eternal
Upcoming Live
Salzburg 
Wien 
München 
Statistics
6917 Reviews
458 Classic Reviews
284 Unsigned Reviews
Anzeige
Cover  
Melechesh - Sentinels of Shamash (EP) (CD)
Label: Reigning Phoenix Music
VÖ: 10.04.2026
Homepage | MySpace | Facebook
Art: Review
TobSta
TobSta
(136 Reviews)
8.0
Melechesh kommen aus Israel und sind seit 1993 aktiv. Gegründet in Israel haben sich die Mesopotamier dem Black Metal verschrieben, sich aber nie an irgendwelche Genregrenzen gehalten - und das ist gut so. Am 10. April 2026 erscheint die neue, digitale Drei-Track-EP von Ashmedi (Vocals, 12- und 6-saitige Gitarren, Percussion, Magic Spells), Nomadic Soul NM (Drums) und Nomadic Soul RC (Bass), die "Sentinels of Shamash" heißt und eine Spieldauer von 21 Minuten hat.

MELECHESH - "Raptors Of Anzu" - Official Lyric Video

Veröffentlicht wird die EP über RPM, produziert von Ashmedi selbst und co-produziert von Rob Caggiano sowie Kristian Kohlmannslehner. Das Artwork stammt von Nestor Avalos, während Maja Mekina für die Fotografie verantwortlich zeichnet – ein Gesamtpaket, das die düstere, mystische Ausrichtung der Band auch visuell unterstreicht.

Drei Songs, aber jede Menge Substanz: Mit "Sentinels of Shamash" melden sich MELECHESH zurück und zeigen einmal mehr, warum sie seit den frühen Neunzigern eine absolute Ausnahmeerscheinung im Extreme Metal sind. 1993 in Jerusalem gegründet, hat sich die Band um Mastermind Ashmedi nie mit Genregrenzen zufriedengegeben, sondern ihren ganz eigenen Weg eingeschlagen – eine Mischung aus Black- und Thrash-Metal, durchzogen von nahöstlichen Einflüssen, okkulter Atmosphäre und einem tief verwurzelten mythologischen Konzept.

Was MELECHESH dabei seit jeher auszeichnet, ist nicht nur der unverkennbare Sound, sondern auch die konsequente künstlerische Vision. Sumerische und mesopotamische Mythologie, kosmische Themen und eine fast schon rituelle Herangehensweise an Musik treffen hier auf technische Finesse und eine rohe, ungebändigte Energie. Mit "Sentinels of Shamash" setzt die Band genau dort an und liefert ein weiteres Kapitel ihres ganz eigenen „mesopotamischen Metal“, der sich seit Jahrzehnten bewusst vom Rest der Szene abhebt.

"The Seventh Verdict" eröffnet mit infernalischem Guitarplay, die Drums knallen wie Donner und die Vocals peitschen dem Hörer nur so um die Ohren. Hier zeigt die israelische Black-Metal-Truppe so manch modernem Bandprojekt, wo die Ziege die Hörner hat. Nachdem es im Opener Chaos und Tod regnete, ist "In Shadows, In Light" ein bisschen melodischer, beschwörender, aber auch grimmiger. In Song Nr. 2 begeben wir uns auf einen okkulten Trip, der von Erwachen, geheimem Wissen und kosmischen Mächten handelt, die im Verborgenen die Realität formen – typisch MELECHESH: mystisch, esoterisch, mythologisch aufgeladen.

MELECHESH - "In Shadows, In Light" - Official Lyric Video



Leider ist nach dem wütenden, aggressiven "Raptors Of Anzu", das einen poetischen Blick auf eine Welt wirft, in der alte Götter herrschen, die Menschheit formen und Zyklen aus Chaos, Ordnung und Erkenntnis bestimmen – inklusive Aufstieg zu neuem Wissen und dem Bruch mit bisherigen Wahrheiten – schon Schluss. Gerne hätte ich diese schwarzmetallischen Klänge aus Mesopotamien länger gehört. Hier liegt die dunkelschwarze Würze tatsächlich in der Kürze, die aber umso heftiger einschlägt, je lauter man die Songs aus den Boxen knallen lässt.
Trackliste
  1. The Seventh Verdict
  2. In Shadows, In Light
  1. Raptors Of Anzu
Mehr von Melechesh
Melechesh - Sentinels of Shamash (EP)Chez Kane - RecklessBlack Label Society - Engines of DemolitionIgnescent - EternalVenus 5 - March Of The Venus 5Exodus - GoliathRob Zombie - The Great SatanTimeless Rage - My Kingdom ComeAxel Rudi Pell - Ghost TownHellripper - Coronach
© DarkScene Metal Magazin