BATTLEROAR gründeten sich im Jahr 2000 in Athen, dort veröffentlichten die Griechen bisher fünf Alben und sind eine feste Größe im europäischen Epic Metal. Inspireren lassen sich die Hauptstädter von Kapellen wie
MANILLA ROAD und
OMEN, zweifelsohne Genre-Größen und Vorbilder in der Szene. 2026 sind
Battleroar eine der wichtigsten Epic-Metal-Bands und mit ihrem neuen Studioalbum “Petrichor” zurück im Geschehen. Für alle Fans ist es essenziell, das die Band auch auf ihrem sechsten Studioalbum dem typischen
BATTLEROAR Metal treu bleiben -
Spoiler: Das tun sie! Das aktuelle Line-up der Epic Metaller besteht aus Michael Karasoulis (Vocals), George Tsinanis (Drums), Zack Kotsikis (Gitarre), Lukas Libertos (Bass), Alex Papadiamantis (Violine) und Kostas Tzortzis (Gitarre), die gemeinsam den typischen
BATTLEROAR-Sound weitertragen.
Produziert wurde das Album von
Kostas Tzortzis, während
Thimios Krikos, Stamos Vasilakis und
Stathis Pavlantis für das
Sound Engineering verantwortlich waren.
Mix und Mastering stammen von
Arthur Rizk, das
Cover-Artwork von
Mars Triumph.
— Infobox —
Diskografie:
"Battleroar" (2003)
"Age Of Chaos" (2005)
"To Death And Beyond..." (2008)
"Blood Of Legends" (2014)
"Codex Epicus" (2018)
"Petrichor" (2026)
— Infobox —
Die nun folgenden neun Songs teilen sich eine Spielzeit von 53 Minuten, wir steigen in unser Review mit dem stimmungsvollen, fast
cineastischen Intro "The Last Mythkeeper" ein, bei dem mit
Spoken Words in die Story eingeführt wird.
“Richtig los” legen
Battleroar in
"The Missing Note". Die gewohnt druckvollen Gitarren, wuchtigen Drums und der getragene Gesang ziehen den Hörer in die Geschichte, und im weiteren Verlauf bringen Headbanger-Arrangements den nötigen Drive in den Song. Der erste von fünf
über sieben Minuten langen Songs ist
"Atē, Hybris, Nemesis", bei dem Alex Papadiamantis mit der Violine in vielen Passagen für reichlich Atmosphäre und Dramatik sorgt. Das Streichinstrument ist auch ein wichtiger Teil des wuchtigen
"Legacy of Suffering (Flagellants)", bei dem wohl eine Frauenstimme in kurzen Passagen zu hören ist. Mehr Feuer ist in
"The Earth Remembers, the Rain Forgives" zu hören, die Epic bleibt erhalten, genauso wie die Momente zum gepflegten Haare schütteln und Gitarren-Solo genießen. Herausragend stark ist mein Highlight
"What is Best in Life?", bei dem Songwriting, Intensität, Sound und die damit erzeugte Emotion over the top sind. Bei dem Namen
"Chaosbane" klingelt bei mir auch
Warhammer, das Tabletop-Game – was in diesem Knaller-Track sicher nicht gemeint ist. Der letzte Song ist eigentlich
"Wield the Myth", der sämtliche Qualitäten der vorherigen Lieder in sich trägt – wäre da nicht die Bonusgabe
"Storm Inside", die ich nicht spoilern mag – checkt die Platte aus.
BATTLEROAR - "The Missing Note" (Lyric Video)
Mit
"Petrichor" liefern
BATTLEROAR ein durchweg starkes Epic-Metal-Album ab, das vor allem durch seine dichte Atmosphäre, das stimmige Songwriting und die klare, druckvolle Produktion überzeugt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Michael Karasoulis, dessen getragener, ausdrucksstarker Gesang den Songs eine zusätzliche emotionale Tiefe verleiht und perfekt zur epischen Ausrichtung der Band passt. Ebenso prägend ist der Einsatz der Violine, die vielen Passagen eine besondere Dramaturgie verleiht und dem Sound eine eigene, wiedererkennbare Note gibt.
Doch auch darüber hinaus stimmt hier das Gesamtpaket: kraftvolle Riffs, starke Melodien, durchdachte Arrangements und ein gutes Gespür für Dynamik sorgen dafür, dass
"Petrichor" über die gesamte Spielzeit Spaß macht.
BATTLEROAR bleiben sich treu und zeigen einmal mehr, warum sie zu den wichtigsten Vertretern des europäischen Epic Metal zählen.