Das SolodebĂĽt (2015) des ehemaligen
Whitesnake Gitarristen Joel Hoekstra war ein überaus gefälliges, unter anderem deshalb, weil die beiden Goldkehlchen Jeff Scott Soto und Russell Allen sich die Gesangsbeiträge teilten; ebenso in Puncto Material gab und gibt es nix zu bekritteln. Danach verschwand die Band schleichend aus meinem Interessensgebiet, um elf Jahre später abermals meine Neugierde zu erwecken.
Für den vierten Longplayer konnte Meister Joel den derzeit durchstartenden Indischen Sänger Girish Pradhan (u. a.
The Nail) verpflichten, der eine verdammt gute Figur fĂĽr
"From The Fade" abliefert. Die Songwriting-Formel spiegelt wie zu erwarten bei Gott nichts Neues, keineswegs, aber die zehn Tracks erfĂĽllen die notwendigen Kriterien fĂĽr ein solides Hardrock-Album samt Ohrwurmgarantie allemal. Cremige Refrains, griffige Hooks und melodische Nuancen geben sich die nahtlos Klinke, wobei man die anderen Musiker auch beim Namen nehmen sollte: Tony Franklin (Bass, ex-
Blue Murder), Derek Sherinian (Keys, ex-
Dream Theater), Vinnie Appice (Drums, ex-
Dio); Alles gestandene Vollprofis, die diese Richtung lange schon verinnerlicht haben und auch den Kick fĂĽr solch eine ausgefuchste Rockscheibe garantieren. Den Ăśberhammer gibt es auf
"From The Fade" mitnichten, sogenannte Abrutscher in die Gegenrichtung genauso wenig. Anspieltipps:
"Lifeline",
"You Can Give",
"Misunderstood";