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Cover  
Defaced - Icon (CD)
Label: Massacre Records
VÖ: 20.02.2026
Art: Review
TobSta
TobSta
(128 Reviews)
8.0
Die Schweizer Death-Metal-Abrissbirne DEFACED aus dem Emmental im Kanton Bern steht mit ihrem dritten Studioalbum Icon in den Startlöchern, das am 20. Februar 2026 über Massacre Records erscheint. Gegründet wurde die Band 2012, nachdem man zuvor zwischen 2006 und 2012 noch unter dem Namen TRIGGER TONES aktiv war, ehe man den Fokus konsequent auf Death Metal legte und den eigenen Sound schärfte. Nach Jahren akribischen Songwritings und gleich zwei kompletten Vorproduktionszyklen ist "Icon" das bislang umfangreichste und kompromissloseste Werk der Band. Produziert, gemischt und gemastert von Simon Egli und Romano Galli im Hardbeat Studio Eggiwil, will "Icon" roh und druckvoll klingen – also volle Kanne auf die Zwölf. Mit Thomas Gertsch am Mikro, Matze Schiemann an der Gitarre und Michael Gertsch am Bass feiern zudem gleich drei Musiker ihren Studioeinstand bei DEFACED und bringen frische Einflüsse ins Line-up der eidgenössischen Todesstahl-Kapelle, deren Fundament in Death Metal gegossen ist. Ihren grindigen Einschlag, die schwarzmetallischen Schattierungen und ihr Gespür für Harmonien werden wir in der Review unters Fallbeil legen.

INFOKASTEN
Die Diskografie von DEFACED umfasst bislang die beiden Full-length-Alben "On The Frontline" aus dem Jahr 2012 und "Forging The Sanctuary" von 2015. Mit "Icon" folgt 2026 nun das dritte Studioalbum der Schweizer Death-Metal-Formation, das gleichzeitig das bislang ambitionierteste Kapitel ihrer Bandgeschichte darstellen soll.

Lyrisch bringt "Icon" Themen wie Autoritarismus, Massenüberwachung und psychologische Manipulation auf den Plattenteller – und das Ganze aus der Perspektive eines Unterdrückers. Das wird wohl düster, schrieb der Rezensent und drückte auf Play, während er das passende Artwork von Pär Olofsson betrachtete.

Mit "The Antagonist" zeigt die bockstarke Alpenkapelle, dass sie auch nach 11 Jahren Abstinenz nix verlernt hat, und setzt mit "Perception" gleich das nächste Ausrufezeichen in Sachen dunkler Growls, Blastbeats und fetter Gitarrenklänge. Sehr geil und den Tiefgang verstärkend kommen die Spoken Words rüber, die man zu Beginn und gegen Ende des Liedes hört. Gegrunzt und weitergeschrammelt wird im böse klingenden "As My Will Prevails", während man in "The Initiation" das Tempo wieder anzieht. Die Wucht und Intensität, mit der man in "Forever Mine" die Vocals an die Backe geklatscht bekommt, während die Gitarren shredden und das Dauerfeuer in der Schießbude wütet, ist beeindruckend heftig – Headbanger werden die schwere Nummer lieben.

Defaced - "Culling the Herd" (Official Video)



In "Anthem Of Vermin" erreichen die Gitarren einen neuen Highscore an Geilheit, der gutturale Rotz kriecht unter die Haut und fetzt euch an den Nervensträngen rum – was eine bockstarke Nummer. Auf die drei Minuten "Sonate", die ein bisschen Platz zum Verschnaufen bieten und deren akustischen Gitarren man genüsslich lauschen kann, folgt die schwere Titeldampfwalze "Icon", bei der es vor Wucht nur so scheppert. Während "Culling The Herd" lassen DEFACED ihren Bassisten ein wenig von der Kette, böllern aber insgesamt in gewohnter Art und Weise ihren Death Metal raus. "Betrayer" ist der letzte Track auf Icon und schließt die Schlachtplatte von DEFACED nach Art des Hauses ab.

"Icon" ist ein sackstarkes Death-Metal-Brett mit Ecken, Kanten und genau den scharfen Stellen, an denen die Death-Metal-Kettensäge hängt und ins Fleisch schneidet – oder wahlweise die Axt zum Scheitelziehen bereitliegt. DEFACED liefern Druck, Aggression und Atmosphäre, verbinden rohen Abriss mit technischem Feinschliff und überzeugen auf ganzer Linie mit solidem Handwerk. Hier und da hätte man einzelne Passagen vielleicht noch etwas straffer ziehen können, doch die Wucht, Intensität und Konsequenz machen das mehr als wett. "Icon" ist ein kompromissloses, düsteres und energiegeladenes Album, das sich seinen Platz im oberen Death-Metal-Regal des Undergrounds verdient hat und wird Szene-Fetischisten Freude bereiten.
Trackliste
  1. The Antagonist
  2. Perception
  3. As My Will Prevails
  4. The Initiation
  5. Forever Mine
  1. Anthem Of Vermin
  2. Sonate
  3. Icon
  4. Culling The Herd
  5. Betrayer
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