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Keine Wertung
1997 war der "Schämfaktor" für ein Zugeständnis den "klassischen Heavy Metal" betreffend noch sehr hoch, ehe Hammerfall und andere Vertreter der Sektion "True" quasi als Heilsbringer diese Mucke allmählich wieder salonfähig machten. Womit sich ab da kein Kuttenträger mehr für den Konsum der Ursuppe dieser Gattung verbiegen oder gar rechtfertigen musste.
Alle, ja sogar die übermächtigen Iron Maiden, hatten bis zur Dickinson-Reunion '99 ihre Probleme, sich noch irgendwie zwischen Nu-Metal, Alternative-Rock und Grunge behaupten zu können. Und ziemlich genau in jener Zeit versuchten die ursprünglich als Satan ("Court In The Act" -> zur Classic-Review) startenden Briten Pariah ein Comeback mit Sänger Alan Hunter (ex-Tysondog). Dass bei der neuerlichen Reunion in den späten 2000ern wieder auf den früheren Namen Satan zurückgegriffen wurde, hing unter anderem mit der Rückkehr von Original-Frontman Brain Ross zusammen, was hier nur am Rande erwähnt sei. Das Schicksal konnte für die gerade mal auf 1000 Stück limitierte CD eigentlich nur heißen, dass es 1997/98 wohl oder übel nur ein Mauerblümchendasein für "Unity" geben kann. Dieses DNA-Artwork half auch nicht wirklich weiter. Dabei strotzt dieses massiv unter Wert geschlagene Kleinod vor herausragenden Songs. Ausgelatschte Klischees wurden locker umgangen, das Songmaterial hatte für die damaligen Verhältnisse einen guten Sound, der kompositorische Flow und der Wiedererkennungswert ließen und lassen kaum Wünsche offen, was die Detailverliebtheit miteinschließt. Im Vergleich zu dem rau klingenden Michael Jackson (Sänger des Vorgängers "Blaze Of Obscurity"), hatte Hunter einen weicheren Gesangsstil, der genauso seinen Reiz entfaltet. All die toll arrangierten Refrains wie in "Unity", One Of Us" oder "Mutual Street" sind einfach nur geschmeidig und von langer Halbwertszeit geprägt. Die Gitarrenarbeit war und ist ebenso vom Feinsten, sei es in der Kategorie Grundriffs oder etliche Solos betreffend. Die punktuell eingeflochtenen Akustikparts in den meisten Liedern sind letztlich das Salz in der Suppe. Der beste Track auf "Unity"? Würde sagen, das zu Beginn episch anmutende "The Jonah+! Wer da und dort eine Nuance Skyclad vernimmt, braucht sich nicht sonderlich wundern, denn die beiden Klampfer Tippins und Ramsey sowie Bassist English zockten zu jener Zeit nebenher bei den aufstrebenden Folk-Metallern um den charismatischen Martin Walkyier. Zurück zum erfreulichen Re-Release: Weiters wurden die ebenso lange vergriffenen Vorgängerscheiben "The Kindred" (ursprünglich auf Steamhammer, 1988) und besagtes "Blaze Of Obscurity" (1989, zur Classic-Review) von Hammerheart Records neu aufgelegt! Trackliste
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